Zumeldung des NABU Baden-Württemberg PM des MLR „Über 130 Vertreter diskutieren über Förderperiode 2014 bis 2020“ am 09.02.2012
Rottenburg-Baisingen – Wenn weiterhin jährlich über 50 Milliarden Euro in die Förderung der europäischen Landwirtschaft fließen sollen, muss diesem immensen Betrag ein deutlicherer Mehrwert für die Gesellschaft gegenüber stehen, etwa im Natur- und Klimaschutz. Das forderte der Landwirtschaftsreferent des NABU Baden-Württemberg, Matthias Strobl, in seinem Vortrag bei der Informations- und Diskussionsveranstaltung des Landes über die künftige Agrarförderpolitik Baden-Württembergs. „Öffentliche Gelder nur für öffentliche Leistung“, so bringt Strobl die zentrale NABU-Forderung auf den Punkt. „Das bedeutet konkret: Das Land muss seine Agrarumweltprogramme stärken und effiziente Maßnahmen entwickeln. Zugleich erwarten wir, dass sich Minister Bonde in der Agrarministerkonferenz sowie in Brüssel für eine Stärkung in diesem Bereich einsetzt.“
Im Zuge der derzeitigen Überarbeitung der EU-Agrarförderung ab 2014 steht nun auch die baden-württembergische Landwirtschaftsförderung vor einer Neugestaltung. Diese ist aus Sicht des NABU dringend erforderlich: „Da in den vergangenen Jahren die Getreidepreise massiv gestiegen sind, müssen auch die Prämien für Naturschutzleistungen steigen. Tun sie das nicht, bleiben diese freiwilligen Maßnahmen für Landwirte unattraktiv und werden somit zukünftig keine Wirkung entfalten“, warnt Strobl.
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Matthias Strobl, NABU-Landwirtschaftsreferent, mobil: 0151 / 115 832 63
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Hannes Huber
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Zumeldung des NABU Baden-Württemberg PM des MLR „Größter Bannwald des Landes offiziell ausgewiesen“ 09.02.2012
Stuttgart – Der NABU begrüßt sehr, dass Baden-Württemberg heute den landesweit größten Bannwald im Pfrunger-Burgweiler Ried ausgewiesen hat. „Bannwälder sind die Urwälder von morgen. Hier stehen Methusalembäume neben Keimlingen, junges Grün sprießt neben umgestürzten Baumriesen. Das macht Bannwälder so spannend und für unzählige Tier- und Pflanzenarten so wertvoll. Es ist wichtig und richtig, dass das Land nicht nur winzige Flächen sich selbst überlässt, sondern auch größere, zusammenhängende Stücke der natürlichen Dynamik überlässt, auf denen nur der Liebe Gott Förster ist“, sagt NABU-Waldreferent Johannes Enssle.
Diesen Weg müsse das Land nun konsequent weitergehen. Die unter Angela Merkel verabschiedete „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“ besagt, dass fünf Prozent der deutschen Wälder aus der Nutzung fallen sollen, um dem Naturschutz zu dienen. Wenn alle bereits beschlossenen Programme im Staatswald voll umgesetzt sind, erreicht das Land - im Staatswald - sieben bis acht Prozent. Allerdings entsprechen diese sieben bis acht Prozent im Staatswald noch nicht einmal zwei Prozent der baden-württembergischen Gesamtwaldfläche. „Nach unseren Maßstäben und denen von Frau Merkel ist das noch immer viel zu wenig“, sagt Enssle. Das Land müsse attraktive Anreize schaffen, damit auch im Kommunal- und Privatwald auf Teilflächen dynamische Naturwälder entstehen können.
Um dem fünf-Prozent-Ziel näher zu kommen, könne das Land auch mit der Ausweisung eines Nationalparks im Nordschwarzwald einen großen Schritt machen. „Der Nationalpark ist der große Bruder des Bannwalds“, meint Enssle.
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Pressemitteilung des NABU Baden-Württemberg 27.01.2012
Stuttgart – Mit 102.602 Sichtungen springt der Bergfink überraschend an die Tabellenspitze: Bei der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ am Dreikönigswochenende haben über 6.100 baden-württembergischen Vogelfreunde mehr Bergfinken gezählt als Spatzen, Amseln, Kohl- und Blaumeisen zusammen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von 2.864 Prozent. Bei der größten bundesweiten Vogelzählaktion landete der Vorjahressieger, die Kohlmeise, mit deutlichen Verlusten (minus 36 Prozent) nur auf dem dritten Rang. Zweiter hinter dem Ausnahmesieger Bergfink wurde der Haussperling – auch Spatz genannt, der sogar zulegen konnte (plus 21 Prozent).
Insgesamt beteiligten sich in Baden-Württemberg 6.173 Vogelfreunde an der „Stunde der Wintervögel 2012“ (minus 4 Prozent) und meldeten 252.558 Vögel (plus 29 Prozent) aus 4.064 Gärten (minus 7 Prozent). Das sind aus Sicht des NABU sehr gute Zahlen: „Wir haben aufgrund des schlechten Wetters mit Regen und Schneematsch sowohl mit sehr viel weniger Teilnehmern als auch mit weniger gemeldeten Vögeln gerechnet. Darum sind wir mit der Beteiligung und den Ergebnissen sehr zufrieden“, sagt der Vogelexperte des NABU Baden-Württemberg, Dr. Stefan Bosch.
Die Amsel: Gebietsweise massive Einbrüche
Mit großer Spannung erwarteten die NABU-Experten die Zahlen zur Amsel. Nachdem das Usutu-Virus im Sommer Experten-Schätzungen zufolge einige 100.000 Amseln getötet hat, sind die Winterbestände erwartungsgemäß stark eingebrochen. Insgesamt wurden in Baden-Württemberg 39 Prozent weniger Amseln gezählt als im Vorjahr. Am nördlichen Oberrhein, wo das Virus besonders viele Tiere getötet hat, sind die Bestände regional sogar um bis zu 80 Prozent eingebrochen (Mannheim: minus 79%). „Diese erschreckenden Zahlen sind dennoch kein Grund zur Panik“, meint Vogelkundler Bosch. „Von Viren-Ausbrüchen an anderen Orten wissen wir, dass das Virus die Amselbestände zwar erheblich reduzieren kann und diese sich mitunter erst langsam wieder erholen. Dennoch wird es in den betroffenen Regionen weiterhin Amseln geben. Ich gehe davon aus, dass die Vögel rasch eine Immunität gegen das Usutu-Virus ausbilden und dem Krankheitserreger dann nur noch in kleiner Zahl zum Opfer fallen.“
Der Bergfink: Masseneinflug aus dem hohen Norden
Dass der Bergfink in Baden-Württemberg insgesamt absoluter Spitzenreiter ist, hängt mit der Witterung und dem Angebot an Bucheckern und Mais zusammen, erklärt Bosch. Bergfinken verlassen ihre Brutgebiete in Russland und im Nordosten Europas, um in Mitteleuropa zu überwintern. Ihre Verbreitung wird dann maßgeblich vom Angebot an Bucheckern im Wald und Mais auf den Feldern bestimmt. „In manchen Jahren gibt es viele, in anderen keine Bergfinken bei uns“, sagt der NABU-Fachmann. „Wenn sie kommen, dann meist in riesigen Schwärmen mit Millionen von Individuen.“ In diesem Winter scheint Baden-Württemberg wieder ein attraktives Überwinterungsgebiet zu sein. Das zeigen die Zählungen bei der „Stunde der Wintervögel“ genauso wie Beobachtungen an den Schlafplätzen der Bergfinken, etwa im Schönbuch. Dort waren Anfang/Mitte Januar rund fünf Millionen Bergfinken in riesigen Schwärmen unterwegs. Die gezählten Bergfinken konzentrieren sich fast ausschließlich im südlichen Landesteil. Im Norden wurden fast gar keine Bergfinken gesichtet.
Übrige Vogelarten
Bei einigen Arten wie Buchfink, Kohl- und Blaumeise sind die Zählungen stark rückläufig. Der Grund dafür dürfte in erster Linie die milde Witterung mit Temperaturen überwiegend im Plusbereich sein. Ohne Frost und geschlossene Schneedecke besteht für die Vögel kaum Bedarf, künstliche Futterangebote in Siedlungen in Anspruch zu nehmen – und genau dort wurden die Vögel meist gezählt. „Die Zahlen bedeuten also nicht, dass die Bestände in großem Umfang zurückgegangen sind“, erklärt Bosch. „Die gewohnten Vogelschwärme an Futterstellen sind zwar in diesem Jahr eher selten, die Vögel sind aber trotzdem da und einfach nur andernorts unterwegs, wo sie nicht so einfach gezählt werden konnten.“
Top Ten Baden-Württemberg
Platz Art Individuen Veränderung zum Vorjahr
1 Bergfink 102.602 + 2.864 %
2 Haussperling 26.209 + 21 %
3 Kohlmeise 18.020 - 36 %
4 Blaumeise 13.804 - 22 %
5 Feldsperling 13.760 + 8 %
6 Amsel 11.251 - 39 %
7 Grünfink 11.126 + 5 %
8 Buchfink 8.362 - 34 %
9 Rabenkrähe 6.049 + 13 %
10 Elster 5.524 + 30 %
Alle Ergebnisse – landkreisgenau – unter www.stundederwintervoegel.de
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Dr. Stefan Bosch, NABU-Fachbeauftragter für Vogelschutz, mobil: 0172 / 732 17 80
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Hier finden Sie das Ergebnis unserer Zählung vom 14.01.2012. In unserem Gebiet halten sich derzeit weit weniger Kormorane auf als im Vorjahr (356). Ob dies auf die Bejagung (Töten) von Kormoranen zurückgeführt werden kann, oder ob der milde Winter die entscheidende Rolle spielt, kann erst beurteilt werden wenn die Abschusszahlen für das Winterhalbjahr vorliegen.
Pressemitteilung des NABU-Baden-Württemberg 26.01.2012
Stuttgart – „Wo sind all die Vögel hin? Gibt es eine Seuche? Haben die Elstern alle aufgefressen?“ Seit Tagen häufen sich diese Anfragen von besorgten Naturfreunden beim NABU Baden-Württemberg. „In der Tat sind im Moment ungewöhnlich wenige Vögel zu beobachten und so manches Futterhäuschen steht verwaist im Garten“, berichtet auch Dr. Stefen Bosch. Grund zur akuten Besorgnis sieht der NABU-Vogelexperte indes nicht. Zwar ist der Amselbestand durch das im vergangenen Sommer grassierende Usutu-Virus tatsächlich eingebrochen, bei anderen Vogelarten dürften jedoch vor allem natürliche und lang bekannte Ursachen zugrunde liegen.
Dass die Vögel die Futterhäuschen derzeit wenig besuchen, liegt vor allem am Wetter. „Bei milder Witterung wie jetzt haben Vögel keinen Anlass, ihr Futter in der Nähe von Menschen zu suchen“, erklärt Bosch. „Buchfinken, Meisen und Stieglitze sind sehr mobil. Vor allem wenn es nicht allzu kalt ist, schließen sie sich in Trupps zusammen und streifen weit umher, um natürliche Nahrungsquellen zu nutzen.“ Da weder Schnee noch Eis die Winternahrung der Vögel – insbesondere Sämereien – unzugänglich machen, finden die Vögel meist selbstständig genug Nahrung. Wer helfen will, bietet diese natürlichen Nahrungsquellen im Garten an: Ecken mit Wildkräutern und Staudenrabatten, die im Herbst nicht abgeräumt und gemäht werden, sowie Gebüsche und Bäume mit Früchten.
Viele Anrufer berichten auch, dass die Vögel erst seit ein oder zwei Wochen verschwunden sind und zuvor regelmäßig ans Futterhäuschen kamen. Auch hier gibt der NABU-Vogelexperte Entwarnung: Vögel können ihre Fressgewohnheiten schnell ändern. Vielleicht haben sie beim Nachbarn eine noch bessere Futterstelle gefunden? Studien aus England belegen, dass Kohlmeisen bis zu 30 Futterstellen zur Verfügungen stehen. Dieses Überangebot wird von den Vögeln flexibel genutzt. Besuchen sie eine bestimmte Futterstelle plötzlich nicht mehr, hat das nichts zu sagen.
Sorgen bereiten Stefan Bosch weniger kurzfristige Störungen in der Vogelwelt, die sich durchaus auch in temporären Bestandsrückgängen bemerkbar machen können. „Natur ist dynamisch. Solange die Bestände um einen langjährig stabilen Mittelwert herumpendeln, ist alles im grünen Bereich“, erklärt Bosch. Problematisch seien dagegen langfristig negative Trends, etwa bei Feldvögeln wie Goldammer, Feldlerche und Neuntöter. Hauptgrund dafür ist der seit Jahren immer knapper werdende Lebensraum in der ausgeräumten Agrarlandschaft. Zudem gibt es sehr viele Verkehrsopfer unter den Vögeln. Millionen Vögel sterben zudem beim Anprall gegen eine Gebäude-Glasfront. Dass Rabenvögel wie Elstern und Krähen die kleineren Vögel in Massen fressen würden und die Bestände damit gefährdeten, bezeichnet Bosch dagegen als Unsinn. „Auf Verluste durch Rabenvögel sind unsere Singvögelbestände seit Jahrmillionen eingestellt. Problematisch können dagegen die vielen tausend Hauskatzen werden – an dieses Heer an eingebürgerten Beutegreifern ist unsere Vogelwelt noch nicht angepasst.“
Weitere Infos zur aktuellen Situation und deren Hintergründe unter www.NABU-BW.de
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Dr. Stefan Bosch, NABU-Fachbeauftragter für Vogelschutz, mobil: 0172 / 732 17 80
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Gemeinsame Pressemitteilung vom 24.01.2012
NABU Baden-Württemberg und Ökologischer Jagdverband
Stuttgart – „Nicht der Plan einer Behörde, sondern der Wald zeigt, ob die Jagd stimmt.“ So fasst der NABU-Landesvorsitzende Dr. Andre Baumann den heute (24.1.) im Ministerium für den Ländlichen Raum vorgestellten Zwischenbericht der Landesregierung zu ihrem Modellprojekt „Rehwildbewirtschaftung ohne behördlichen Abschussplan“ zusammen. Gemeinsam mit dem Ökologischen Jagdverband (ÖJV) fordert der NABU, die Abschusspläne abzuschaffen und das Landesjagdgesetz zügig zu novellieren: „Wir brauchen ein modernes Jagdgesetz, das dem Natur- und Tierschutz gerecht wird und den dringend notwendigen Umbau unserer Wälder hin zu klimastabilen Laubmischwäldern ermöglicht“, sagt Baumann.
In ihrem Modellprojekt hat die Landesregierung über fünf Jahre hinweg ein Verfahren zur effektiveren Bejagung von Rehen getestet. Statt der gängigen Praxis, den zulässigen Abschuss anhand von willkürlich hergeleiteten Zahlen in behördlichen Abschussplänen festzulegen, orientiert sich die Bejagung im Modellprojekt an Zielvereinbarungen zwischen Grundeigentümern und Jägern. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn die Instrumente der Vergangenheit haben nicht gewirkt“, befindet auch der ÖJV-Vorsitzende Christian Kirch. Die Abschaffung der Abschusspläne alleine reiche jedoch nicht aus, vielmehr müssten klare ökologische und wildbiologische Kriterien zur Grundlage dieser Zielvereinbarung gemacht werden.
Vielerorts sei der Wildbestand in Baden-Württemberg unnatürlich hoch und es entstünden große Schäden in der Land- und Forstwirtschaft, schildert der gelernte Forstmann. Das sei auch für den Naturschutz problematisch, erklärt Baumann, denn der selektive Verbiss durch das Reh führe zu einem Verlust der Baumartenvielfalt im Wald. „Seltenere Baumarten wie Elsbeere, Bergahorn, Eibe oder Weißtanne sind Leckerbissen für Rehe. Sie haben bei zu hohen Wildbeständen kaum eine Chance. Doch gerade diese Baumarten brauchen wir, um unsere Wälder fit für das Klima von Morgen zu machen“, bekräftigt der NABU-Landechef.
Wie Spechte und Eichhörnchen gehörten Rehe zu einem gesunden Wald dazu, betont Baumann. Problematisch sei jedoch, dass den Rehen in der heutigen Kulturlandschaft natürliche Feinde wie Wolf und Luchs fehlten. Zugleich finde das Wild auf den Feldern ein Überangebot energiereicher Nahrung und werde von Jägern regelmäßig angefüttert, wodurch es sich rasch vermehre. Der NABU begrüßt daher eine Jagd, die an ökologischen Kriterien ausgerichtet ist und den Anforderungen des Natur- und Tierschutzes gerecht wird.
Für Rückfragen:
- Johannes Enssle, NABU-Waldreferent, 0177 / 714 9387
- Christian Kirch, Vorsitzender des ÖJV Baden-Württemberg, 0173 / 326 3114
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Gemeinsame Pressemitteilung BUND, DNR, NABU
Berlin. Zu Beginn der Internationalen Grünen Woche haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Naturschutzbund (NABU) und der Deutsche Naturschutzring (DNR) den Deutschen Bauernverband aufgerufen, sich für ein Ende des besorgniserregenden Landschaftsverbrauchs durch den Verkehrs-, Industrie- und Siedlungsbau einzusetzen. Zwar werbe der Bauernverband unter dem Motto „Stoppt Landfraß“ für eine Reduzierung des Verlusts von wertvollen Böden. Allerdings stehe dahinter weniger das Anliegen, flächenfressende Baumaßnahmen zu reduzieren, sondern vielmehr Ausgleichsmaßnahmen für die Natur zu stoppen.
Statt mit billiger Propaganda und falschen Zahlen die Kluft zwischen Naturschutz und Landwirtschaft zu verstärken, muss der Bauernverband endlich mit den Umweltschutzverbänden zusammenarbeiten, um den für alle schädlichen Flächenverbrauch zu stoppen. Dabei sind Mythen über die angebliche Einschränkung der Landwirtschaft durch zu viel Naturschutz fehl am Platz. Die wahren Probleme im Siedlungs- und Verkehrswegebau müssen gemeinsam benannt und energisch angegangen werden , fordert NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Im Rahmen seiner Kampagne „Stoppt Landfraß“ verweise der Bauernverband immer wieder auf den angeblich erheblichen Flächenverlust für die Landwirtschaft durch Ausgleichsmaßnahmen, die bei Baumaßnahmen nötig werden. Tatsächlich gehen jeden Tag rund 90 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche in Deutschland durch Gewerbe-, Siedlungs- und Infrastrukturmaßnahmen verloren, das sind rund 31.000 Hektar im Jahr. Für Ausgleichsmaßnahmen wird jedoch nur ein geringer Teil landwirtschaftlicher Nutzflächen herangezogen, sondern deutlich mehr landwirtschaftlich ohnehin nicht genutzte, oder nicht nutzbare Flächen. Ein Teil der Ausgleichsflächen könne zudem auch weiterhin bewirtschaftet werden, betonen die Umweltverbände.
Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): Es ist zynisch und verlogen, wenn der Bauernverband Ausgleichsflächen für den Naturschutz als Landfraß, Flächenverbrauch oder Flächenfraß bezeichnet. Ausgleichsflächen sind im Gegensatz zu asphaltierten oder bebauten Flächen Lebensraume für viele Arten, sie erhöhen die Grundwasserqualität und die Bodenfruchtbarkeit. Damit haben Ausgleichsflächen nicht nur für die Natur sondern auch für die Landwirtschaft und die Menschen positive Auswirkungen. Wir rufen den Bauernverband auf, seine Landfraß-Kampagne umgehend zu stoppen und die wahren Verursacher des Flächenverbrauchs, nämlich den Straßen- und Siedlungsbau zu bekämpfen.
Der Bauernverband setze sich politisch dafür ein, dass Ausgleichsmaßnahmen durch Geldzahlungen und sogenannte produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen - wie Blähstreifen in bestehenden Äckern - ersetzt werden. Aus Sicht der Umweltverbände würde dies jedoch eine Schwächung des Naturschutzrechts bedeuten und den weiteren Flächenverbrauch nochmals erleichtern.
DNR-Vizepräsident Hartmut Vogtmann: "Der Bauernverband muss endlich gemeinsam mit Naturschützern den Flächenverbrauch durch Verkehr und Baumaßnahmen stoppen, seinen Widerstand gegen eine europäische Bodenrahmenrichtlinie aufgeben und für den Erhalt von Grünland und eine artenreiche Kulturlandschaft eintreten."
Die Umweltverbände fordern: Statt Naturschutzflächen zum Sündenbock zu machen, brauchen wir ein stärkeres Engagement der Bauernschaft für den Naturschutz. Zahlreiche Bauern sind seit langem Partner des Naturschutzes, bei der Landschaftspflege, der extensiven Bodennutzung und bei der Regionalvermarktung. Es muss Schluss sein mit den Schuldzuweisungen und endlich ein konstruktives Miteinander geben.
Hintergrundpapiere als PDF zum Download:
NABU: Fünf Mythen über den Flächenfra?
http://www.nabu.de/downloads/NABU_Hintergrundpapier_Flaechenfrass.pdf
Pressekontakt:
BUND: Naturschutzreferentin Dr. Heidrun Heidecke, Tel.: 0173-6062666, heidrun.heidecke@bund.net bzw. Pressereferentin Almut Gaude, Tel.: 030-275964-64, almut.gaude@bund.net , www.bund.net
NABU: Fachreferent Magnus Wessel, Tel.: 030-284 984-1618, magnus.wessel@nabu.de
DNR: Generalsekretär Dr. Helmut Rüscheisen, Tel. 0160-97209 108
Deutscher Naturschutzring (DNR) e.V.
Marienstr. 19-20
10117 Berlin
Tel. 030 / 678177570
info@dnr.de
www.dnr.de
Zumeldung des NABU Baden-Württemberg zur PM/LPK des Umweltministeriums am 09. Januar 2012
Stuttgart – Der Naturschutzbund NABU begrüßt den Fahrplan zur Energiewende, den der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller heute (9.1.12 ) vorgestellt hat. „Wenn wir diesen Fahrplan mutig und kräftig umsetzen, kann die Energiewende gelingen“, sagte der NABU-Landesvorsitzende Dr. Andre Baumann. „Ich fordere die Akteure aller Ebenen auf, die Energiewende mitzutragen und voranzutreiben – Gemeinden, Landkreise und Landtag genauso wie Wirtschaft und Verbände.“ Zugleich fordert der NABU, die erneuerbaren Energien so naturverträglich wie möglich auszubauen und die mächtigen Potentiale auszuschöpfen, die die Steigerung der Energieeffizient und das Energiesparen bergen.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann habe am Wochenende auf den Naturschutztagen am Bodensee klar gemacht, dass der Ausbau etwa der Windkraft so erfolgen könne, dass empfindliche Bereiche mit speziellen Vogel- und Fledermausvorkommen geschont werden. „Diesen Maßstab legen wir an den Ausbau der Erneuerbaren Energien insgesamt an: Die Beeinträchtigungen für die Natur müssen so klein wie möglich bleiben, auch wenn sie nicht ganz zu vermeiden sind“, so Baumann. „Wir sagen Ja zur Energiewende. Das heißt aber nicht, dass wir für jedes einzelne Projekt einen Blankoscheck ausstellen. Bei jedem Windrad, Pumpspeicherwerk und bei Photovoltaikanlagen auf Freiflächen werden wir genau hinschauen.“
Der NABU begrüßt, dass Minister Untersteller die Bürgerinnen und Bürger intensiv beteiligen möchte. Diese Beteiligung dürfe sich jedoch nicht auf Sympathiekampagnen beschränken. Nötig sei eine echte und vor allem frühzeitige Einbindung der Menschen in die Planungen, damit Anregungen, Wünsche und Bedenken tatsächlich einfließen können.
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Dr. Andre Baumann, NABU-Landesvorsitzender 0162 / 93 86 785
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Zumeldung zur PM am 16.12.2011 des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft:
Baumann: „Mehr als nur ein Thema des Umweltschutzes“
NABU begrüßt Neustart der Nachhaltigkeitsstrategie in Baden-Württemberg
Der NABU Baden-Württemberg hat den Beschluss einer Neuausrichtung der Nachhaltigkeitsstrategie des Ministerrats gelobt. „Nachhaltigkeit muss sich wie ein roter Faden durch die gesamte Regierungstätigkeit ziehen“, sagte NABU-Landesvorsitzender Dr. Andre Baumann. Ministerium für Ministerium, Gesetz für Gesetz müsse den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung folgen, erklärte Baumann und begrüßte, dass die Forderung der Umweltverbände erhört wurde, verbindliche und überprüfbare Ziele für eine nachhaltige Entwicklung des Landes zu entwickeln.
Der NABU, der in den vergangenen Jahren in der Nachhaltigkeitsstrategie kritisch-konstruktiv mitgearbeitet hat, unterstützt die Reduzierung der Nachhaltigkeitsstrategie auf wenige zentrale, aber prioritäre Kernbereiche wie Energie und Klima, Ressourcen sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung. Endlich käme es zu einem Ende der zahlreichen kleinen Projekte, an der die bisherige Nachhaltigkeitsstrategie kranken würde. Manche der Projekte seien teilweise zwar nicht schlecht, aber insgesamt zu kleinteilig angelegt gewesen, hätten viel Engagement erfordert und manche nur wenig Erfolg gebracht, erläuterte der Landesvorsitzende. Bereits in der Vergangenheit hatte der NABU gefordert, die Nachhaltigkeitsstrategie auf wenige Kernbereiche zu beschränken.
„Im Bereich Klima und Energie ist es wichtig, einerseits eine Akzeptanz für die Energiewende zu schaffen, und andererseits den Ausbau der Erneuerbaren Energien naturverträglich zu gestalten“, sagte Baumann. Zudem erhebt der Landesvorsitzende beim Thema Ressourcen die Forderung, jedes Ministerium müsse seinen Beitrag dazu leisten, die Ziele der Naturschutzstrategie zu erreichen. „Der Verlust der Biologischen Vielfalt kann nur gestoppt werden, wenn alle an einem Strang ziehen: Ministerien, Wirtschaft und alle gesellschaftlichen Kräfte“, sagte Baumann. Deshalb sei es gut, den Naturschutz auch in der Nachhaltigkeitsstrategie zu verankern. Dass der Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung zu den Kernbereichen zählt, freut den NABU ebenso. „Eine Integration der Nachhaltigkeitsziele in allen Bereichen ist für eine zukunftsfähige Entwicklung notwendig. Wir brauchen einen Fahrplan für die Bildung nachhaltiger Entwicklung. Diese muss beispielsweise auch in Lehrplänen umgesetzt und gelebt werden“, betonte Baumann und fügte hinzu: „Die Nachhaltigkeitsstrategie ist jedoch mehr als nur ein Thema des Umweltschutzes. Deshalb muss sich neben Umweltminister Franz Untersteller auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann für die Nachhaltigkeitsstrategie engagieren.“
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Bianka Brobeil
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Am 3. Dezember, am Tag des Ehrenamts, zeichnete die Stadt Bad Friedrichshall acht Bad Friedrichshaller aus, die sich durch vorbildliches Engagement ausgezeichnet haben. Unter den Geehrten war auch unser 1. Vorsitzender Horst Schulz. Schulz übte das Amt des Vorsitzenden von 1976 bis 1998 aus und erneut ab 2005, hat 1997 den Förderverein der Nabu-Greifvogelpflegestation zusammen mit Helmut Weber gegründet, war von 1976 bis 1992 stellvertretender Kreisvorsitzender und bis 2004 Kreisvorsitzender. Außerdem ist er seit 2005 Mitglied im Bundesfachausschuss Siedlungsentwicklung und vertrat 22 Jahre lang die Freien Wähler im Gemeinderat.
Pressemitteilung des NABU Baden-Württemberg vom 8. Dezember 2011
Zertifizierung ökologisch, sozial und ökonomisch sinnvoll
Stuttgart – Der NABU Baden-Württemberg bestärkt die Landesregierung darin, den Staatswald möglichst rasch von FSC zertifizieren zu lassen. Das Siegel des Forest Stewardship Council ist aus Sicht des NABU das beste am Markt verfügbare Instrument zur Sicherung wichtiger Sozial- und Umweltstandards in der Forstwirtschaft. „Wir hören von Möbelherstellern, Baumärkten und Unternehmen der Papier- und Verpackungsindustrie immer wieder, dass die Nachfrage nach heimischem FSC-Holz das Angebot übersteigt. Das zeigt: FSC ist nicht nur ökologisch und sozial ein Gewinn, sondern auch für unsere Wirtschaft eine große Chance“, sagt NABU-Waldreferent Johannes Enssle. Es sei daher richtig, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Einführung des FSC-Qualitätssiegels im Staatswald möglichst schnell und umfassend umzusetzen. Der Landtag debattiert heute (8.12.) unter TOP 7 auf Antrag der Grünen über die geplante FSC-Zertifizierung des Landeswaldes.
Nach Angaben des NABU sind in deutschen FSC-zertifizierten Wäldern Kahlschläge und Gifteinsätze tabu. Unabhängige Sachverständige überprüfen regelmäßig, ob genügend alte Bäume im Wald stehen bleiben, damit auch Spechte und seltene Käfer überleben können. Darüber hinaus fordert FSC, dass die sensiblen Waldböden bei der Holzernte geschont werden und Waldarbeiter eine tarifliche Entlohnung erhalten.
In Baden-Württemberg sind bereits einzelne Wälder FSC-zertifiziert, so zum Beispiel rund 40 Gemeinden im Landkreis Heilbronn und die Stadt Freiburg. Der NABU fordert seit langem, dass die Zertifizierung für den gesamten öffentlichen Wald angestrebt wird. „Neben der Zertifizierung kommt es nun vor allem darauf an, dass das Land auch eine gute Vermarktungsstrategie vorlegt. Je besser es gelingt, den Verbrauchern den ökologischen und sozialen Mehrwert FSC-zertifizierter Hölzer bewusst zu machen, desto besser kann die Forstwirtschaft daraus auch einen ökonomischen Mehrwert erzeugen“, meint Enssle.
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Zumeldung des NABU Baden-Württemberg zur heutigen PM des MLR zum Gesetzentwurf LLG 07. Dezember 2011
Wiesen und Weiden durch Ankündigung der EU akut bedroht / Kommunen können Anbau von Weihnachtsbaum wieder sinnvoll steuern
Stuttgart – Zustimmung für das heute im Landtag in zweiter Lesung besprochene Umbruchverbot von Dauergrünland kommt vom NABU Baden-Württemberg: „Artenreiche Wiesen und Weiden sind sowohl für den Schutz des Klimas als auch der biologischen Vielfalt immens wichtig. Seit 2003 sind in manchen Regionen Baden-Württemberg über fünf Prozent des Grünlands Pflügen oder Asphaltiermaschinen zum Opfer gefallen, landesweit insgesamt fast 20.000 Hektar. Das ist alarmierend. Das Land schiebt dem nun einen Riegel vor und das ist richtig so“, sagt NABU-Landwirtschaftsreferent Matthias Strobl.
Da auch die EU für die kommende Förderperiode ihrer „Gemeinsamen Agrarpolitik“ ab 2014 ein Umbruchverbot plant, halten einige das jetzige Verbot des Landes für überflüssig. „Das Gegenteil ist der Fall“, betont Strobl. „Da das EU-Verbot erst ab 2014 greifen soll, besteht die Gefahr, dass viele Landwirte noch rasch vor dem Stichtag ihr Grünland umpflügen, um später flexibel zu sein. Das Grünland ist daher momentan akut bedroht und das Umbruchverbot des Landes wichtiger denn je.“
Dringend geboten sei auch die Wiedereinführung der Genehmigungspflicht für Weihnachtsbaumkulturen. Sie erlaubt es den Kommunen, den Anbau zu steuern. „Nach der Abschaffung der Genehmigungspflicht 2009 hat sich in einigen Regionen der Weihnachtsbaumanbau geballt. Die Intensivkulturen beeinträchtigen dort nicht nur Natur und Landschaftsbild, sondern führten auch zu Beschwerden aus der Bevölkerung und von Seiten vieler Landwirte, da die Pachtpreise nach oben geschnellt sind“, sagt Strobl. Der NABU hatte die Genehmigungspflicht für Weihnachtbaumkulturen ebenso wie das Umbruchverbot seit langem gefordert.
Kritisch sieht der NABU die im Gesetz aufgeführte Bagatellgrenze. Danach soll das Umbruchverbot erst ab einer Fläche von 0,2 Hektar greifen. Da auch kleine Flächen ökologisch wertvoll sein können – insbesondere, wenn sie als „Trittsteinbiotop“ der Vernetzung von Lebensräumen dienen – bezeichnet der NABU diese Regelung als kontraproduktiv. Auch dass im Zuge einer Flurneuordnung das Umbruchverbot ausgehebelt werden kann, hält der NABU für bedenklich.
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Pressemitteilung vom 3. Dezember 2011 des Freundeskreises Nationalpark Schwarzwald
Nationalpark-Freunde wollen informieren, diskutieren und Begeisterung wecken
Seebach/Baiersbronn. „Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald“ – unter diesem Namen hat sich am Samstag ein Verein gegründet, in dem sich ab sofort Befürworter und Freunde des geplanten Nationalparks im Nordschwarzwald zusammenschließen. „Wir verstehen uns als breites gesellschaftliches Bündnis und wollen allen Befürwortern und Freunden des geplanten Nationalparks eine Stimme geben – unabhängig von Partei- und Verbandszugehörigkeit“, erklärt Thomas Fritz aus Forbach, einer der nun gewählten Sprecher des Freundeskreises. „Unser Ziel ist es, die Fronten zu überwinden, einen offenen Dialog zu führen und Informationen auszutauschen. Wir wollen versuchen, unsere Nachbarn und Co-Schwarzwälder mit unserer eigenen Begeisterung für die Nationalpark-Idee anzustecken.“
Auf der Darmstätter Hütte nahe des Ruhesteins an der Schwarzwaldhochstraße trafen sich am Samstagabend 65 Gleichgesinnte, um den Verein auch formal zu gründen, eine Satzung zu verabschieden und die Vereinsvertreter zu wählen. Den Vorstand bildet zum einen ein gleichberechtigtes Sprechgremium bestehend aus Thomas Fritz (Forbach), Dr. Christian Köppel (Gaggenau) und Jochen Rothfuß (Baiersbronn). Kassierer ist Karl-Ernst Rothfuß (Baiersbronn). Daneben wurden elf weitere Personen als Beisitzer gewählt: Manfred Beck (Bühlertal), Thomas Faißt (Baiersbronn), Martin Klatt (Bühl), Christine Klumpp-Pettenberg (Baiersbronn-Schönmünzach), Prof. Dr. Achim König (Freiburg), Harald Lehr (Baiersbronn), Holger Rothfuß (Baiersbronn), Martin Salcher (Klosterreichenbach), Friederike Schneider (Baiersbronn), Elfi Wäckers (Baiersbronn) und Heidrun Zeuß (Bühl). Um die Aktivitäten zu koordinieren, hat der Verein zudem eine Geschäftsstelle in Baiersbronn eingerichtet, die von Christina Schneider betreut wird.
Neben Gesprächsrunden und Info-Terminen vor Ort sowie schriftlichen Informationen tritt der Freundeskreis auch im Internet auf. Unter www.pro-nationalpark-schwarzwald.de ist der Verein erreichbar. „Wir wollen auf unserer Internetseite sowie auf Facebook die Stimmen der Unterstützer bündeln und sammeln daher auch digitale Unterschriften“, erklärt Dr. Christian Köppel. „Damit wollen wir zeigen: Ja, viele Menschen im Schwarzwald und darüber hinaus wünschen sich einen Nationalpark. Der Eindruck, dass der Schwarzwald den Nationalpark geschlossen ablehnt, ist falsch. Richtig ist: Es gibt Gegner, es gibt Befürworter und es gibt viele Unentschlossene. Wir laden alle drei Seiten ein, miteinander zu sprechen und Argumente auszutauschen. Info statt Panikmache – das schreiben wir uns auf die Fahnen.“
Da das Land derzeit ein grundlegendes Gutachten erstellen lässt, dessen Ergebnisse nicht vor Ende 2012 vorliegen werden, wirbt der Freundeskreis auch um mehr Gelassenheit in der Diskussion. „Es gibt keinen Zeitdruck. Die Entscheidung wird nicht vor 2013 fallen. Bis dahin haben wir alle Zeit, miteinander zu reden. Ich appelliere an alle Seiten, mit Toleranz und Offenheit in die Diskussion zu gehen und auch anderslautende Meinungen zuzulassen – eine Selbstverständlichkeit, die ich dennoch betonen möchte“, sagte Jochen Rothfuß.
Der Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald sucht ab sofort neben Unterstützern auf seinen Internetseiten auch Spender und Mitglieder, die den Verein stark machen. Mitglied kann jeder werden, der die Ziele des Vereins mitträgt. Eine Einzelmitgliedschaft kostet 12 Euro pro Jahr – also einen Euro pro Monat. Organisationen zahlen 25 Euro pro Jahr.
Mitgliedsanträge sowie die Satzung des Vereins sind in den nächsten Tagen unter www.pro-nationalpark-schwarzwald.de zu finden.
Spendenkonto:
Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald
BW-Bank
Konto-Nr. 43 07 620
BLZ 600 501 01
Betreff: Spende Freundeskreis
Geschäftsstelle des Freundeskreises Nationalpark Schwarzwald
Höferköpfleweg 2
72270 Baiersbronn
Tel. 074 42 / 18 09 120
info@pro-nationalpark-schwarzwald.de
www.pro-nationalpark-schwarzwald.de
Ansprechpartnerin: Christina Schneider
Öffnungszeiten: Di. und Do. 10.00 – 12.30 Uhr, Mi. 16.00 – 18.00 Uhr
Rückfragen an die Sprecher des Freundeskreises:
- Thomas Fritz, mobil: 0163 / 174 20 61
- Dr. Christian Köppel, mobil: 0162 / 2642408
- Jochen Rothfuß, mobil: 0170 / 53 88 889
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