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Hornissennest von Dieter Hiemer

Auf unserem FamilienTag stieß das Hornissennest auf großes Interesse bei Kindern, Eltern und Großeltern. Deshalb hier ein paar Bilder von Dieter Hiemers Hornissennest. 

Hornissennest der Familie Sell aus Oedheim

Das Hornissennest entstand im Sommer 2011 in einem Kinderspiel-Stelzenhaus in einem Garten in Oedheim. Die Familie hat sich entschieden es zu erhalten und nicht umzusiedeln oder zu beseitigen, obwohl die Kinder häufig im Garten spielen. Glücklicherweise hatten sie nur selten Probleme mit den Hornissen. Wenige Male verirrten sich nachts einige ins Haus, schmerzhafte Angriffe gab es nur zweimal.

 

Dieter Hiemer hat sich bereit erklärt das Nest nach dem Verschwinden der Tiere zu entfernen und es für Anschauungs- und Lehrzwecke zu konservieren.

 

Wir bedanken uns bei Familie Sell aus Oedheim, dass sie das Nest erhalten haben und uns zur Verfügung gestellt haben.

Unser Maschinen-Park

Was wären wir ohne unsere Maschinen bei der Landschaftspflege? Hier mal ein Einblick in unseren Maschinen-Park.

Erfolgreiche Landschaftspflege auf dem Michaelsberg

24 helfende Hände packten am letzten Samstag tatkräftig mit an um das Naturdenkmal "Steppenheide Michaelsberg" in Gundelsheim mit seiner artenreichen Flora und Fauna erfolgreich ins Jahr 2012 zu schicken. Es wurde gemäht, abgeräumt und entbuscht. Als sich die Nebel lichteten wurde auch der Blick auf Gundelsheim und das Neckartal zu einem besonderen Erlebnis.

 

Nach den zahlreichen ehrenamtlichen Einsätzen zur Erhaltung typischer Landschaftsstrukturen und –elemente in Bad Friedrichshall, Gundelsheim und Widdern möchte ich mich bei allen Helferinnen und Helfern herzlich bedanken. Auch 2012 gehen unsere Einsätze weiter, unser eingespieltes Team freut sich dann auf weiteren Zuwachs bei unseren Mitgliedern und Freunden.

 

Horst Schulz, 1. Vorsitzender

Landschaftspflege in Gundelsheim-Tiefenbach

Am Freitag, 11. November stand die Landschaftspflege in Gundelsheim-Tiefenbach an. Fünf Helfer und 20 Stunden ehrenamtlicher Einsatz erforderte in diesem Jahr der geschützte Feldheckenbereich mit Streuobst in den Seelbachäckern. Das Mähgut musste abgefahren werden, damit keine zusätzlichen Nährstoffe in den Boden eingetragen wurden. Dieses wurde auf den Grüngut-Kompostplatz der Firma Schäfer transportiert. Die Kosten für die Anlieferung übernahm dankenswerterweise die Stadt Gundelsheim.

Landschaftspflege in Widdern

Am 5. November trafen sich elf Helferinnen und Helfer vom NABU Bad Friedrichshall und Umgebung und Unteres Jagsttal zum Einsatz am Trockenhang mit Trockenmauer in Widdern. Unsere jährliche Pflege dort gilt der Erhaltung des Orchideenstandorts und bedeutete in diesem jahr 49 Stunden ehrenamtlicher Einsatz.

Landschaftspflegeeinsatz am Attisbach

Hier einige Bilder unseres Einsatzes im Oktober 2011 am Attichsbach in Bad Friedrichshall.

Landschaftspflegetag in Höchstberg

Am 21.10.2011 beteiligte sich die NABU-Ortsgruppe Bad Friedrichshall und Umgebung am Landschaftspflegetag in Gundelsheim-Höchstberg. Wir waren mit insgesamt sieben Helfern vor Ort.

 

Die Aktion fand unter der Leitung des Kreisökologen Uwe Genzwürker und dem Geschäftsführer des Landschaftserhaltungsverbandes Klaus Ogger statt. Weitere Helfer waren unter anderem die Gundelsheimer Bürgermeisterin Heike Schokatz, Schäfer Karl Belz, einige Ortschafts- und Stadträte, Mitarbeiter der Stadt Gundelsheim und Bürger aus Höchstberg.

 

Ziel der Aktion war es, eine alte Trockenmauer, die im Laufe der Jahre zugewuchert war, wieder freizulegen.

 

Nach dem Ende der Aktion gab es beim Schäfer Karl Belz noch für alle ein kräftiges Vesper.

Apfelernte am 1. Oktober auf der Streuobstwiese am Plattenwald

Naturkundlich – Geologische –Kulinarische Erlebnistour

40 TeilnehmerInnen, unter ihnen Frau Bürgermeisterin Heike Schokatz, trafen sich zur naturkundlichen Wanderung durch das Tiefenbachtal am 22. Mai mit dem 2. Vorsitzenden der NABU Gruppe Bad Friedrichshall Klaus Schön und dem bewährten Exkursionsleiter Wolf-Dieter Riexinger. Auftakt war die Geologie im Tiefenbachtal, wo der Obere Muschelkalk vor mehr als 200 Mio Jahren abgelagert wurde. Den Abschluss an der Hangkante bildet der Unterkeuper mit dem Lettenkeuper-Hauptsandstein, der kleinflächig für bodensaure Verhältnisse für die Pflanzenwelt sorgt. Vorherrschend sind im Tiefenbachtal allerdings kalkreiche Böden, die auf das Muschelkalk-Gestein bzw. die eiszeitlichen Lößablagerungen zurückzuführen sind. Rotbuchen-Wälder sind eigentlich unser „Urwald“ in Deutschland. Die Waldbewirtschaftung hat durch die Aufforstung von Fichten und Eichen auch hier die natürliche Baumartenzusammensetzung verändert.

 

Typische Pflanzenarten der Rotbuchenwälder im Tiefenbachtal sind Waldmeister, Vielblütige Weißwurz, Goldnessel, Wald-Flatterhirse und Wald-Segge. Am Tiefenbach tritt der feuchtigkeitsliebende Bärlauch großflächig auf. Besondere Erscheinungsformen im Tal sind auch die Klingen – enge Einschnitte im Gelände – die durch die Erosionskraft des Wassers entstanden sind. Hier wächst der wintergrüne Gelappte Schildfarn und der Wald-Geißbart. An die Stelle der Rotbuche treten auf den feuchten, nassen Standorten Eschen und Erlen. Der Bereich der Tuffbildung an kalkhaltigem Quellwasser ist der Standort für Winkel-Segge und Sumpfdotterblume. Das Tuffgestein wurde früher als Baumaterial für Lourdesgrotten verwendet, von denen auf Höchstberger Markung zwei vorhanden sind. In den Kalk-Quellbereichen entwickelt sich als Besonderheit die Quelljungfer. Wegen des kalten Wassers und der kärglichen Nahrungssituation dauert die Larvenphase dieser Libellenart bis zu fünf Jahre.

 

Der Tiefenbach ist Lebensraum einer besonderen Fischeart: Der streng geschützten Groppe. Die Groppe oder Mühlkoppe ist nachtaktiv und lebt am Gewässergrund. Als Art des Anhangs II der Flora-Fauna-Habitatrichtlinie der EU ist der Schutz und der Erhalt dieser Fischart von europäischem Interesse.

 

Am sonnenexponierten Hang unterhalb von Höchstberg, dem Ilgenberg, finden wir eine wärmeliebende, an Trockenheit angepasste Flora wie Blauroter Steinsame, Schwalbenwurz, Pfirschblättrige Glockenblume, Berg-Segge und die Orchideenarten Purpur-Knabenkraut, Weißes Waldvögelein und Nestwurz. Der hier vorherrschende Niederwald besteht aus Eichen, Hainbuchen, Feldahorne und einzelne Elsbeeren, dem Baum des Jahres 2011.

 

Nächster Halt war die Hangfläche auf dem Ilgenberg, wo W.D. Riexinger den seltenen Standort des Riesenschachtelhalmes präsentierte, dessen Triebe bis zu 1,80m groß werden Dieser Schachtelhalmsumpf ist eingetragenes Naturdenkmal. Zum Arteninventar gehören noch Blutweiderich, Mädesüß und Baldrian.

 

An der Höchstberger Bergscheuer empfing Karl Belz die Exkursionsteilnehmer. Der Kulturlandschaftspreisträger 2010 hatte ein zünftiges Vesper aus heimischer Produktion vorbereitet. Dazu gab es Most und Apfelsaft von Höchstberger Streuobstwiesen. Nach der Stärkung erläuerte K.Belz das Beweidungskonzept mit seinen Suffolk-Schafen. Ohne Schafbeweidung wären größere Bereiche im Landschaftsschutzgebiet bereits verbuscht. Den Teilnehmern wurde klar, dass die landschaftsprägenden Streuobstwiesen um Höchstberg mit ihrer hohen Bedeutung für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten nur durch Nutzung erhalten werden können (Der Vogel des Jahres 2011 – der Gartenrotschwanz – ist auch in Höchstberg ein typischer Streuobstwiesen-Bewohner). Zum Mähen und Abweiden gehört aber auch die Nutzung des Obstes, nach dem Motto: Landschaft geht durch den Magen! Deshalb sollte für uns alle die Verwendung von regionalen Produkten zum festen Bestandteil werden. Nur so lässt sich die heimatliche Kulturlandschaft mit ihrem unveräußerlichen Bestandteil Streuobstwiesen erhalten.

Unsere Exkursion "Frankenbacher Schotter"

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