Die Dohle ist Vogel des Jahres 2012

Geselliger Rabenvogel mit Köpfchen

Foto: NABU/Christian Falk Foto: NABU/Christian Falk

NABU und der LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern) küren seit 1971 jährlich einen „Vogel des Jahres“, um auf Lebensweise, Lebensraum, Gefährdungen und Hilfen hinzuweisen. 2012 wurde die gesellige Dohle aus der Familie der Rabenvögel gekürt, welche ihren Partner für das ganze Leben wählt und in Kolonien lebt. Der schwarz gefiederte Tonmeister ruft „kjak“, „schack“ oder „kjöck“, lernt aber im Laufe seines Lebens neue Töne, mit denen er andere Tierarten oder Artgenossen täuschen kann.

 

Das schwarze Gefieder schillert metallisch grün oder blau. Mit der grauen „Kapuze“ erinnert die Dohle an Mönche, weshalb sie den Beinamen „monedula“, das Mönchlein, erhielt.

 

Die Dohle lebt in Dörfern und Städten ganz nah in unserer Nachbarschaft. Als Höhlenbrüter nisten sie in Gebäudenischen und Mauerlöchern, Kirchtürmen, Dachstühlen, Schornsteinen, in Baumhöhlen des Schwarzspechtes, in alten Alleebäumen sowie in Felswänden von Steinbrüchen. Sowohl die Brutplätze als auch die Nahrungslebensräume sind dramatisch zurückgegangen, die Bestände haben sich in 25 Jahren um 80 Prozent verringert. Spezielle Nistkästen sind ebenso eine Hilfe als auch der Kirchturm. Während der bisherigen NABU-Aktion „Lebensraum Kirchturm“ wurden 496 Kirchen für ihr Engagement zugunsten von Dohlen, Schleiereulen und Turmfalken ausgezeichnet. Auch alte Trafostationen können so zum Lebensraum umfunktioniert werden. Infos unter www.lebensraum-kirchturm.de und www.vogel-des-jahres.de. 

 

Informationen zur Dohle

Der Gartenrotschwanz ist Vogel des Jahres 2011

Kleiner Vogel mit großen Ansprüchen

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben heute in Berlin den Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) zum „Vogel des Jahres 2011“ gekürt. Der früher weit verbreitete und recht häufige Singvogel mit dem namensgebenden ziegelroten Schwanz ist heute in vielen Regionen selten geworden. Besonders im Westen Deutschlands ist er aus zahlreichen Dörfern und Kleinstädten verschwunden. Immer weniger Gärten genügen heute noch seinen Ansprüchen.

 

„Im Jahr des Gartenrotschwanzes wollen wir auf die Gefährdung dieses farbenprächtigen Vogels aufmerksam machen und zeigen, dass oftmals schon mit einfachen Mitteln neue Lebensräume wie Streuobstwiesen geschaffen werden können", sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Gartenrotschwänze brauchen Nisthöhlen, wie sie vor allem in alten Obstbäumen zu finden sind. Streuobstwiesen zählen daher zu den typischen Lebensräumen. Mit ihren hochstämmigen Obstbäumen, die ein hohes Alter erreichen können, bieten sie sowohl geeignete Brutplätze als auch die notwendigen Sitzwarten, von denen die Vögel nach Insekten jagen.

 

Informationen zum Gartenrotschwanz

Vogel des Jahres 2010 - Der Kormoran

Der Meistertaucher wird oft zu Unrecht verfolgt

Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern haben den Kormoran zum „Vogel des Jahres 2010“ gewählt. Die beiden Verbände wollen sich damit offensiv für den Schutz des Kormorans einsetzen, der nach seiner Rückkehr an deutsche Seen, Flüsse und Küsten wieder zu Tausenden geschossen und vertrieben wird. So werden jedes Jahr in Deutschland rund 15.000 Kormorane getötet.

 

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