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Familienfest rund um das Waldheim im Kochwald

Anlässlich des 75jährigen Bestehens der Ortsgruppe fand im September 2011 der erste große Familientag statt und wurde zu einem festen Termin im Jahresprogramm. Am Sonntag, den 10.09., stand der Platz rund um das Waldheim in Jagstfeld wieder ganz unter dem Motto „Kinderspaß pur“. Klassische Kinderspiele wie Sackhüpfen oder Dosenwerfen, eine Fühlbox mit Naturmaterialien, Glücksrad oder die Bastelstation  luden zum Mitmachen ein.  Auf einer Slackline konnten die Kinder ihr Balanciergeschick testen. Auch dieses Jahr beteiligte sich der Waldkindergarten Duttenberg mit einem Stand und Märchenerzählerin Frau Karg trug zwei Geschichten vor. Großer Anziehungspunkt war der „Lernort Natur“-Anhänger der Jägervereinigung Heilbronn. Herr Hans-Peter Schmitt informierte die großen und kleinen Besucher über unsere heimischen Tiere. Hierfür ein herzliches Dankeschön. Ebenso möchten wir uns bei allen Kuchenspenderinnen, Helferinnen und Helfer für ihre tatkräftige Hilfe bedanken.

 

Aktion: „Lebensraum Kirchturm“

Der NABU hat die Aktion „Lebensraum Kirchturm“ 2007 mit dem Beratungsausschuss für das Deutsche Glockenwesen in‘s Leben gerufen. Ausgezeichnet werden Gotteshäuser, die ihren Turm für Falken, Fledermäuse, Mauersegler & Co. öffnen und so dringend benötigten Wohn- und Lebensraum für diese bedrohten Arten schaffen.

 

Jetzt konnte unser Artenschutzexperte Rudi Blasmann mit Unterstützung von Frau Pfarrerin Wildermuth eine erste Aktion auf dem Turm der ev. Kirche in Jagstfeld starten und dort einen Mehrfachbrutkasten für Mauersegler anbringen.

 

Wir hoffen nun, dass der „Vogel des Jahres 2003“ hier zukünftig seine Jungen aufzieht. Mauersegler gehören nicht zu den Schwalben. Sie jagen im rasanten Flug um hohe Gebäude und verbringen einen Großteil ihres Lebens in der Luft. Sie sind Langstreckenzieher, treffen bei uns Anfang Mai ein und verlassen ihr Brutgebiet bereits Anfang August wieder. Ihre Winterquartiere liegen im tropischen Afrika.

 

Botanische Exkursion bei Kaiserwetter auf dem Michalesberg

Eine sehr interessierte Teilnehmergruppe fand sich am Sonntagnachmittag, den 28. Mai, bei hochsommerlichen Temperaturen zu einer Botanischen Exkursion mit Horst Schulz durch die Kultur- und Naturlandschaft auf dem Michaelsberg in Gundelsheim ein.  Vom Treffpunkt an der Michaelskirche – eine der am frühsten genannten Kirchen Baden-Württembergs – ging es zum Naturdenkmal „Steppenheide Michaelsberg“. Diese ca. 1ha große Gebiet wird seit ca. 30 Jahren vom Landschaftspflegetrupp des NABU Bad Friedrichshall durch eine jährliche Mahd in ihrer Artenvielfalt erhalten. Das Mähgut wird von der Stadt Gundelsheim abgefahren, damit in den Steppenheidebereich keine zusätzlichen Nährstoffe eingetragen werden, welche die Flora nachhaltig verändern würde. Die übrigen Flächen zur Erhaltung der Kulturlandschaft auf den flachgründigen Muschelkalkböden  beweiden die Angusrinder des Bio-Betriebes der Familie Schäfer.  Die eingestreuten Wäldchen  zeigen als schützenswerten Hudewald die Beweidungsform, wie sie bereits im Mittelalter stattfand.

 

Die Charakterpflanze des Naturdenkmals und der angrenzenden Gebiete ist die Feldmannstreu Eryngium campestre). Man könnte sie wegen ihrer Blattdornen für eine Distel halten, sie gehört aber zu den Doldenblütlern. Sie blüht erst im Hochsommer und samt sehr spät aus, was den Zeitpunkt der Mahd bestimmt. Die Exkursionsteilnehmer konnten dagegen den Aufrechten Ziest, die Wiesen-Knautie, den Wirbel-Dost, die Zypressen-Wolfsmilch, die Bergminze, den Großen Ehrenpreis, und das Wiesenlabkraut im ND entdecken. Auf dem weiteren Weg entlang der Hangkante zum Neckar und auf dem Rundweg zurück zur Kirche waren die Schwalbenwurz, die Knotige Braunwurz, die Mehlige Königskerze und das orangefarbene Habichstkraut besondere Pflanzenarten. Am Wiesensalbei konnte der Klappmechanismus der Staubgefäße des Lippenblütlers sichtbar gemacht werden, welcher den Blütenbesucher Pollenpakete auflädt, damit es zur Bestäubung in der nächsten Blüte kommt.

 

Nach zwei schweißtreibenden aber informativen Stunden konnten die Teilnehmer die NABU-Streuobstapfelschorle genießen.

 

Wer mehr über die Kulturlandschaft des Michaelsberges erfahren möchte, dem sei der Bd. 28 der LUBW Baden-Württemberg „Der Michaelsberg bei Gundelsheim“ empfohlen, erschienen im verlag regionalkultur. Einer der Autoren ist übrigens Wolf-Dieter Riexinger welcher erheblich dazu beigetragen hat, dass im Jahr 2006 Familie Schäfer vom Bio-Betrieb und der NABU Bad Friedrichshall in Kooperation den Kulturlandschaftspreis des Schwäbischen Heimatbundes erhalten hat.

 

Morgendliches Frühlingskonzert am Muttertag

Am Muttertagmorgen erkundete eine kleine Gruppe Vogelliebhaber unter der Leitung des Ornithologen Paul Haag die heimische Vogelwelt entlang des Salinenkanals zwischen der Hübsch-Jörgen-Siedlung und dem Kocher-Wehr in Hagenbach. Begleitet von lautstarken Kuckucksrufen und dem abwechslungsreichen Gesang von Nachtigallen, Mönchs- und Klappergrasmücken führte der Weg durch die dichte Ufervegetation, in der sich weitere eifrige Sänger wie Pirol und Zilpzalp den Blicken entzogen.  

 

Insgesamt konnten die Teilnehmer der Exkursion 28 Vogelarten entdecken, darunter alltägliche Vögel wie beispielsweise Amsel, Star, Haussperling, Feldsperling, Kohlmeise, Blaumeise, Buchfink, Türkentaube, Elster und Rabenkrähe. Darüber hinaus ließen sich auch Hausrotschwanz, Bachstelze, Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke, Feldlerche und eine im Geäst eines Baumes singende Nachtigall beobachten.

 

Begleitet von am Himmel segelnden Greifvögeln konnten die Vogelliebhaber als „Highlight“ ihrer Exkursion einen Nachtreiher, in unserer Region ein eher recht seltener Gast, auf seinem Ansitz beobachten. Anschließend ließen sich im Auenwald entlang des Kochers noch Wacholderdrosseln, Ringeltauben sowie Bunt- und Grünspecht sehen.

Abgerundet wurde die Exkursion durch die Beobachtung von Feldwespen beim Anlegen ihrer Waben. nach etwa zweieinhalb Stunden endete die abwechslungsreiche vogelkundliche Führung. Horst Schulz bedankte sich im Namen der Teilnehmern beim Ornithologen Paul Haag.

Große Resonanz bei Aktion „Natur mit allen Sinnen“ im Kocherwald

Die Aktiven der NABU Gruppe Bad Friedrichshall hatten am 13. Mai zum Kinderaktionsnachmittag „Natur mit allen Sinnen erleben“ in den Kocherwald eingeladen. Bei 50 Kindern im Alter von 5-10 Jahren - von vielen Eltern begleitet – konnten wir die Freude an der Natur wecken bzw. vertiefen.

 

An 4 Stationen wurden vom NABU spielerisch Naturwissen vermittelt und Naturpädagogische Erfahrungsspiele zur Freude von allen Beteiligten durchgeführt. Im Mittelpunkt standen dabei die Bäume, Vögel und Kräuter des Waldes und die Amphibien. Daneben galt es Waldmaterialien zuzuordnen, Bäume über den Tastsinn zu erkennen und in die Rollen von Eichhörnchen und Maus zu schlüpfen.

 

Am Ende konnte noch ein Blick in die Greifvogelpflegestation zu Bussard, Turmfalke und Eulen geworfen werden, bevor vor der Station bei Gegrilltem und dem NABU Apfelsaft der gelungene Nachmittag ausklang. Selbst Petrus hatten wir an diesem Nachmittag auf unserer Seite.

 

Der neue NABU Landesvorsitzende Johannes Ennsle beglückwünschte uns zu dieser Natur-Erlebnis Aktion mit den Kindern und ließ sich die Arbeit in der Greifvogelpflegestation von Susanne und Werner Wacker erklären. Zum Abschluss besuchte er die Streuobstwiese am Plattenwald, welche die NABU Gruppe seit 1995 für die Stadt Bad Friedrichshall betreut und bewirtschaftet. Er sagte zu, bei der nächsten Obstbaumschnittaktion im Januar 2018 dabei zu sein.

 

Allen beteiligten Helfern bei den Aktiven aber auch auf Seiten der begleitenden Eltern sagen wir ein großes Dankeschön.

 

Der Biber lockte am 30. April                                 45 Exkursionsteilnehmer ins Jagsttal

Strahlend blauer Himmel, viele erwartungsfrohe Biberfreunde von 3-78 Jahren sowie Kreisökologe und Biberbeauftragter Uwe Genzwürker waren die beste Voraussetzung für eine spannende Exkursion entlang der Jagst mit dem Thema „Die Rückkehr des Bibers“. Start- und Ziel war dabei Siglingen. Flußaufwärts ging es bis Schloss Assumstadt und auf der anderen Flussseite nach Siglingen zurück.

 

U. Genzwürker informierte über die Wiederbesiedlung des Bibers seit dem Erstfund bei Gundelsheim Anfang der 90er Jahre im Nördlichen Landkreis Heilbronn. Allein dort starben inzwischen sieben Biber den Tod auf der B 27. Diese wandernden Biber sind oft zweijährig, weil sie die elterliche Familie verlassen müssen, um sich ein eigenes Revier zu suchen. Die Ausbreitung des Bibers erfolgte aus Bayern wo bereits in den 60er Jahren ein Wiederansiedlungsprogramm startete.

 

Unser größtes einheimisches Nagetier, ein reiner Vegetarier erreicht eine Körperlänge von 1m und ein Gewicht von bis zu 30 kg. Da er heimlich lebt und in der Dämmerung aktiv wird, blieb natürlich ein AHA-Erlebnis der direkten Begegnung aus. Allerdings hatte U. Genzwürker ein Fell des Bibers dabei. Die dichte weiche Behaarung zeigte anschaulich, den wasserabweisenden- sowie Kälteschutz. Die kleinen Vorderfüße zum Greifen, die großen Hinterfüße mit Schwimmhäuten und die Biberkelle -der breite flache Schwanz – machten die Anpassung ans Wasser deutlich. Eine junge Teilnehmerin hatte zudem zur Freude aller eine Biberhandpuppe dabei.

 

Unterwegs entdeckten wir dank des geschulten Auges von U. Genzwürker eine Anzahl Biberspuren: Angenagtes und gefälltes Weichholz, vor allem Jungbäume von Weide und Erle, „Biberrutschen“ einen eingebrochenen Biberbau und vermutlich einen Biberdamm. Der Exkursionsleiter machte an Hand von den großen Nagezähnen des Bibers die Kraft beim Schälen und Fällen deutlich. Während der warmen Jahreszeit ernährt sich der Biber allerdings vorwiegend von Wasser- und Uferpflanzen.  Die Biberrutsche ist ein immer wieder genutzter Aus- und Einstieg aus dem Fließgewässer in den Uferbereich. Der Eingang zum Biberbau, welcher sich im Uferbereich befindet, liegt immer unter Wasser.  Bei dem eingestürzten Bau war möglicherweise das Gewicht einer landwirtschaftlichen Maschine die Ursache. Um Konflikte mit der Landwirtschaft zu minimieren werden u.a. ab 2019 die Gewässerrandstreifen gesetzlich auf 10m Breite festgelegt, dies dient auch zur Abpufferung des Eintrags von Dünge- und Schadstoffen ins Gewässer. Zudem wird ein Bibermanagement aufgebaut, um Konfliktpotenziale zu entschärfen und die Wiederbesiedlung des Bibers zu lenken.

 

Der europäische Biber zählt zu den international bedrohten Tierarten und ist durch die Fauna-Flora-Habitat Richtlinie der EU, sowie nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt.

 

Für den NABU und die begeisterten Teilnehmer bedankte sich Horst Schulz bei Uwe Genzwürker für den erlebnisreichen Vormittag und die Einblicke ins Biberleben. Zum Abschluss kehrte die Gruppe auch zum Gedankenaustausch in die Pizzeria in Siglingen ein.

 

Verbundschule erhält eine Winterlinde

Am 5. April 2017 konnte die schon lange geplante Pflanzaktion der Winterlinde -Baum des Jahres 2016- im Außenbereich der Verbundschule Bad Friedrichshall umgesetzt werden. Geliefert wurde der Baum von der Baumschule Heckmann in Widdern, die Kosten übernahm die Stadt Bad Friedrichshall. Nach einigen einleitenden Worten von Herrn Bürgermeister Frey und NABU-Aktiven H. Schulz konnte die Pflanzung durch die städtischen Mitarbeiter beginnen. Tatkräftig unterstützt wurden sie vom stellvertr. Schulleiter Herrn Gaida, geschäftsführenden Schulleiter und Grundschulrektor Herrn Mosthaf und einigen NABU-Mitgliedern.

Mitgliederversammlung 24. März 2017

 

Das Naturdenkmal Steppenheide auf dem Michaelsberg in Gundelsheim ist regelmäßiger Einsatzort der aktiven Landschaftspfleger des NABU. Doch am 24. März trafen sich die Mitglieder zur diesjährigen Hauptversammlung im Schäfer´s Landrestaurant.

 

Zu Beginn der Versammlung gedachte Vors. Klaus Schön der verstorbenen Mitglieder des Vereins. Stellvertretend hob er besonders das Wirken von Frau Irene Würth hervor, welche dem NABU 1983 ein Grundstück für die Greifvogelpflegestation auf ihrem Firmengelände zur Verfügung gestellt hatte.

 

K. Schön berichtete danach über die erfolgreichen Aktivitäten des vergangenen Jahres. Umfangreiche Landschaftspflegeaktionen auf Grundstücken in Bad Friedrichshall, Degmarn, Tiefenbach, Gundelsheim und Widdern (insg. rd. 1.000 Arbeitsstunden) sowie mehrere Exkursionen oder die Teilnahme am Schachtseefest gehören wie die Besuche an Treffen der Naturschutzverbände zu den jährlichen Aufgaben der Aktiven. In der Greifvogelpflegestation waren für die Pflege der Tiere 3480 Arbeitsstunden nötig. Die Projektleiter gaben einen umfangreichen Einblick in die Bereiche Amphibienschutz, Schleiereule, Wasseramsel und Eisvogel sowie Jugendarbeit und Umweltbildung. Für Paul Haag war es der 41. und letzte Bericht über die Population der Wasseramsel an der Schefflenz. Aus Altersgründen beendet er nun die Betreuung dieser schützenswerten Vogelart. Gerade im letzten Kontrolljahr gab es durch das Maihochwasser einen erheblichen Verlust an Nistkästen und Bruten.

 

Horst Schulz gab nach mehr als 30 Jahren seinen letzten Bericht zu Stellungnahmen für den ehrenamtlichen Naturschutz bei Flächennutzungs- und Bebauungsplänen ab. Der Flächenverbrauch schreitet unaufhaltsam fort, während Natur- und Umweltschutz auf der Strecke bleibt.

 

Ein weiteres Thema war der Fortbestand der Ortsgruppe, da die Personaldecke seit Jahren geringer wird und Nachwuchs fehlt. Hier erhofft sich die NABU Gruppe mit dem neuen Jugendleiter Albrecht Roloff über die Naturschutzjugend einen erfolgreichen Schub.

 

Bei Kassiererin Susanne Messner waren auch 2016 die Finanzen in besten Händen. Ihr und allen anderen Vorstandsmitgliedern wurde einstimmig Entlastung erteilt.

 

Die zur Wahl stehenden Vorstands- und Ausschussmitglieder wurden einstimmig für weitere 2 Jahre bestätigt. Für den 1.Vors. Klaus Schön fand sich kein Nachfolger, so dass er noch ein weiteres Jahr mit einstimmiger Wiederwahl die NABU Gruppe führt.

 

Langjährige Mitglieder wurden für ihre Treue mit Urkunde, Nadel und einem Weinpräsent geehrt: Leopold Hessek (30 Jahre), Siegfried Keim und Helmut Weber (40 Jahre) sowie Paul Haag (50 Jahre). H. Weber und P. Haag erhielten für ihre ehrenamtliche jahrzehntelange Aktivität in der Greifvogelpflegestation und im Wasseramsel- und Eisvogelschutz besondere Buchpräsente. Ebenso wurde Vorstand Klaus Schön mit einem Buchpräsent für 5 arbeitsreiche Jahre gedankt.

 

Erhaltung der Streuobstbäume am Plattenwald und in Degmarn

Um auch in Zukunft Streuobst für den Steinkauz-Apfelsaft und Apfelschorle bei Fruchtsaft Beil in Neckarsulm abliefern zu können, waren an einigen Samstagen im Februar und März Helfer beim Baumschnitt auf der städtischen Obstwiese am Plattenwald und in Degmarn im Einsatz. Mit von der Partie waren wie im vergangenen Jahr bei zwei Einsätzen Gärtner des städtischen Bauhofs Bad Friedrichshall.

Der NABU wird durch die Förderung des Landes Baden-Württemberg bei der Erhaltung der alten Streuobstsorten unterstützt, hat aber im Gegenzug die angemeldeten Apfelbäume innerhalb von 5 Jahren zwei Mal zu schneiden.  Die durch Überalterung ausfallenden Bäume ersetzt die NABU Gruppe sukzessive mit Neupflanzungen alter Sorten.

Geschenk zum Partnerschafts-Jubiläum

Die NABU-Gruppe "Kleiner Odenwald und Umgebung e. v." pflanzte im Anschluss an eine Pflegemaßnahme auf der Streuobstwiese in Daudenzell einen Apfelbaum. Der Baum wurde anlässlich des 25-jährigen Partnerschafts-Jubiläum von der Ortsgruppe Bad Friedrichshall als Geschenk übergeben.

Einsatz in Widdern beendet arbeitsreiches Jahr

Zur jährlichen Mahd des aufgelassenen Weinbergs fanden sich dieses Mal am 26. November 13 ehrenamtliche Helfer aus Bad Friedrichshall und Möckmühl zusammen. Dabei stand weniger der lohnende Ausblick auf das Jagsttal als vielmehr der Erhalt der wertvollen Flora und Fauna im Mittelpunkt. 65 Einsatzstunden waren Voraussetzung für eine weitere gute Entwicklung für das kommende Jahr.

Der Erwerb des 28a großen Halbtrockenrasens geht auf eine Schenkung von Hans-Günther Freygang aus dem Jahr 1996 zurück. In den zurückliegenden 20 Jahren hat sich hier auf dem Oberen Muschelkalk ein 24a Biotop vor allem mit Orchideen (Breitblättrige Stendelwurz, Großes Zweiblatt, Knabenkräuter),Wiesensalbei, Zypressenwolfsmilch, Silberdistel, Oregano und Thymian also ein Eldorado für Insekten und Schmetterlinge entwickelt. Hinzu kommen an der Hangkante zu den einzelnen Terrassen Trockenmauern als Lebensraum für Eidechsen

Gemeinschaftsaktion von Gemeinde, Feuerwehr und NABU

„Baum des Jahres“ eine Winterlinde in Oedheim gepflanzt

Anlässlich des 150jährigen Feuerwehrjubiläums in Oedheim pflanzte Bürgermeister Schmitt zusammen mit Aktiven der Feuerwehr und des Naturschutzbundes Bad Friedrichshall u. Umgeb. e.V. eine Winterlinde (Tilia cordata), den „Baum des Jahres 2016“.

 

Für den bereits stattlichen Baum hatten die Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde das Pflanzloch  vorbereitet. Mit vereinten Kräften konnte die von der Baumschule Heckmann angelieferte Linde gesetzt und anschließend auf ihr gutes Gedeihen angestoßen werden. Der Ehrenkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Oedheim hatte für den nötigen „Geist aus der Flasche“ gesorgt.

 

Bürgermeister Schmitt dankte allen Akteuren für die Bereicherung des Baumbestandes am Hallenbad, wo bereits mehrere Bäume des Jahres in der Vergangenheit gepflanzt worden sind.

Mit der Linde verbinden sich Sagen und Mythen. Ob bei den Kelten, Germanen, Römern oder Christen, sie hatte immer eine besondere Beziehung zu den Menschen. Unter ihr wurden Rechtsstreitigkeiten ausgetragen und gelöst und vor allem im Mittelalter war Lindenholz -lignum sanctum – heiliges Holz, aus welchem berühmte Heiligenfiguren geschnitzt wurden. Der Lindenblütentee mit seiner Heilkraft gegen Erkältungskrankheiten hat bis heute überdauert und die Bienen werden vom süßlichen Geruch angelockt und schätzen den Nektar.

Jahresausflug Schilfsandtsteinbruch und Waldheide

Am 16. Oktober 2016 fand unser dieserjähriger Ausflug statt. Ganz nach dem  Motto "Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?" trafen sich die Teilnehmer zu einer Wanderung im Naturschutzgebiet Schilfsansteinbruch beim Jägerhaus in Heilbronn. Unter fachkunder Leitung von Wolf-Dieter Riexinger ging es durch den ehemals bedeutendsten Steinbruch Württembergs, welcher seit 1460 über ein halbes Jahrtausend wertvolles Baumaterial lieferte.

Der Rundweg führte die Naturliebhaber über die sonnige Waldheide zurück zum Ausgangspunkt, der Gaststätte Jägerhaus. Dort konnten sich die Wanderer nach der beeindruckende, fast 3-stündigen Tour, bei einem guten Essen stärken.

Streuobst in aller Munde

 

Ein Apfel am Tag, erspart manchmal den Weg zum Arzt. Frei übersetzt aus dem Englischen gilt das ganz besonders für die alten Streuobstsorten, welche in diesem Jahr dem NABU Bad Friedrichshall reichlich „in die Hände fielen“.

 

Von den Streuobstwiesen am Plattenwald in Tiefenbach und in Degmarn konnten Mitglieder und Freunde mehr als 13 Tonnen für den Steinkauz Apfelsaft und die Steinkauz Apfelschorle in den vergangenen Wochen ernten und bei der Fa. Fruchtsaft Beil in Neckarsulm abliefern. Unser zertifiziertes Streuobst wird in einer eigenen Pressung für das Steinkauz-Streuobstprojekt, bei dem der NABU Bad Friedrichshall beteiligt ist, zum hochwertigen Saft. Wir erhalten damit die alten  Hochstammapfelsorten wie Brettacher, Boskoop, Freiherr von Berlepsch, Goldparmänen, Gewürzluiken, Rheinischer Krummstiel, Öhringer Blutstreifling, Oberländer Himbeerapfel, Schweizer Glockenapfel, Zabergäurenette  u.a. aber auch alte Birnensorten wie Bayrische Weinbirne, Kirchensaller Mostbirne und Palmischbirne.

 

Die Schüler und Schülerinnen der Grundschule Plattenwald hatten inzwischen ebenfalls Freude an der Apfellese und werden die Äpfel in der Schule zu Saft, Kuchen und Apfelringe verarbeiten.

 

Die Obstwiese am Plattenwald hat der NABU 1995 zur Pflege übernommen, als das Städtische Obstgut seinen Betrieb einstellte. Die Flächen in Tiefenbach und Degmarn erhielten wir im Zuge der Flurneuordnung zum Eigentum übertragen.

 

Im vergangenen Jahr hat der NABU deshalb mit dem Erlös aus dem Apfelverkauf 45 neue Obstbäume auf den Streuobstwiesen am Plattenwald und in Oedheim-Degmarn  gepflanzt.  Auch für diesen Herbst ist noch eine Ergänzungspflanzung vorgesehen. Durch die Unterstützung der Gemeinden wurden wir in das Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg aufgenommen. Beim notwendigen Obstbaumschnitt und der Wiesenpflege werden wir vom Bauhof der Stadt Bad Friedrichshall tatkräftig unterstützt. In Tiefenbach übernimmt die Stadt Gundelsheim die Kosten für die Lagerung des Grasschnitts zur Kompostierung.

 

Die Streuobstwiesen sind allerdings kein Müll-bzw. Gartenabfallplatz. Wir mussten bereits mehrfach solche Materialien abfahren. Wir möchten deshalb die Spaziergänger am Plattenwald bitten, auf solche Vorgänge zu achten und die Stadt Bad Friedrichshall bzw. den NABU zu benachrichtigen.

 

Startschuss für die Apfelernte 2016

Streuobstwiese am Plattenwald am 24. September

Familientag im Kocherwald

Am Sonntag, den 18. September, stand wieder jede Menge Spaß auf dem Programm. Wie jedes Jahr im September veranstaltete der NABU seinen Familientag im Kocherwald. Die verschiedenen Attraktionen mussten wegen des regnerischen Wetters unter dem Dach des Waldheims aufgebaut werden. So konnten die Besucher auch bei Regen mit Naturmaterialien basteln, Nistkästen bauen oder Kräutersalz und Teebeutel herstellen. Am Stand der Wolfsbotschafter erfuhr man Interessantes rund um den Wolf. Eine kleine Ausstellung präsentierte verschiedene Bruthöhlen sowie Tierpräparate, die Volkshochschule informierte über ihr Angebot. Aber auch für Action war gesorgt: Die jüngeren Gäste konnten mit dem „Flying Fox“ von Baum zu Baum gleiten oder an einer anderen Station gut gesichert einen Baum hochklettern. Etwas ruhiger ging es bei der Märchenerzählerin zu. Eine fachkundige Führung durch den Wald rundete das Programm ab. Natürlich war auch wieder für das leibliche Wohl bestens gesorgt.

Wer arbeitet muss auch mal feiern!

Bei schönem Sommerwetter trafen sich Mitglieder und Helfer am 31. August zu einem Helferfest in Kochendorf. Vorstand Klaus Schön hat bei sommerlichen Temperaturen seinen Backofen angeheizt und die Besucher mit leckeren Fladen und Pizzen verköstigt.

Mähaktionen auf Streuobstwiesen in Degmarn und Tiefenbach im August

Babyalarm

Dieter Hiemer wurde Retter in der Not und so zur "Ersatzmutter" eines Fledermausbabys. Es handelt sich vermutlich um ein Graues Mausohr. Gefunden wurde das hilflose Tier von einer Anwohnerin der Steige in Oedheim. Der Versuch, das Tierkind seiner Mutter zurückzuführen, scheiterte. Mit einer stündlichen Gabe Katzenmilch, einer gut temperierten Wärmflasche und viel Liebe soll es nun so weit zu Kräften kommen, dass es wieder in die Freiheit entlassen werden kann.

Bau einer Trockenmauer im Schulgarten

Kooperation zwischen Friedrich von Alberti Gymnasium und NABU

Auf Anfrage von Biologielehrer Axel Schütz wurde bei einem Besprechungstermin vor Ort mit Peter Heidinger und Horst Schulz die Unterstützung des NABU beim Bau einer Trockenmauer vereinbart.

Die Schüler der Bio AG ,  zwei Lehrer, sowie Kurt Zöphel, Paul Haag und Horst Schulz legten am ersten Sommertag dieses Jahres fachmännisch Hand an, und ließen ringförmig die unteren Reihen der Trockenmauer entstehen. A. Schütz hatte die entsprechenden Muschelsteinquader, den feinen Schotter für den Unterbau und den groben Schotter als Füllmaterial aus dem Steinbruch in Gundelsheim anfahren lassen. In einer weiteren Aktion der Bio AG wird die Trockenmauer fertiggestellt und soll vor allem wärmeliebenden Tieren wie z.B. Eidechsen Unterschlupf bieten.

Kocherfluten vernichten wertvolle Naturdokumente

Das Hochwasser hat am 30.05.16 den Keller der Kochertalschule in Oedheim 1,80m hoch geflutet und wertvolle Naturdokumente, nämlich die Schaukästen mit den Unikaten, den eindrucksvollen Waben von Hornissen und Wespen unwiederbringlich zerstört.

Dieter Hiemer, Natur- und Vogelschützer aus Leidenschaft, steht fassungslos vor den Resten seiner Natursammlung und ehrenamtlichen Arbeit. Die Schulleitung der Kochertalschule  und Bürgermeister Schmitt hatten ihm dankenswerterweise im Keller der Schule einen Raum zur Lagerung der Materialien zur Verfügung gestellt.

Seine Sammlung setzte er immer wieder erfolgreich als Anschauungsmaterial in Kindergärten, Grundschulen, Pflegeheimen und bei NABU Veranstaltungen ein und konnte mit ihr Groß und Klein die Zusammenhänge in der Natur näherbringen.

Die örtliche Gruppe  wird ihren Aktiven Dieter Hiemer in dieser Situation nicht alleine lassen und nach Lösungen suchen, um wenigstens einen Teil des materiellen Schadens zu ersetzen. Der ideele Wert ist allerdings durch die Gewalt des Wassers verloren gegangen.

Sonntägliches Lerchenkonzert

Einen besonderen Naturspaziergang erlebten die Teilnehmer der Vogelkundlichen Exkursion unter der fachkundigen Leitung von Paul Haag am 29. Mai. Von der Wallfahrtskirche Höchstberg ging es durch die Feld- und Wiesenflur zum Ilgenberg. Nach dem nächtlichen Regen wurde es ein wunderschöner Frühlingsmorgen. Aus dem Jagsttal stiegen die Nebel auf und über den Feldern schraubten sich gleich 4 Lerchen in großen Kreisen jubilierend in den Himmel. Eine Grasmücke stimmte zusammen mit der Goldammer und dem Buchfink  in das Chorkonzert mit ein. Am Naturdenkmal Ilgenberg wurden wir vom Turmfalken und den Meisen beobachtet.

 

Auf dem Rückweg entlang der alten Obstwiesen kam das Gespräch auf den Wendehals, dem Verwandten der Spechte, den wir seit Jahren nicht mehr beobachten konnten. In diesem Moment meldete er sich mit seinem charakteristischen Ruf und wir konnten sogar zwei Exemplare anlocken, was für ein besonderes Erlebnis. Zum Abschluss überraschte uns noch ein Grünspecht Weibchen im Pfarrgarten der Kirche.

H. Schulz bedankte sich im Namen der Teilnehmer beim Ornithologen Paul Haag mit einem kleinen Präsent.

Es grünt, blüht ... und schmeckt auch gut!

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich am 22. Mai Naturfreunde bei der Fleckinger Mühle zwischen Bad Wimpfen und Hohenstadt. Auf Einladung des NABU leitete Ingrid Hagner, Heilkräuterexpertin  aus Obereisesheim, die Kräuterführung. Während des zweistündigen Spaziergangs entlang des Baches „Klinge“ beeindruckte Frau Hagner wie gewohnt die Teilnehmer mit ihrem großen Wissensschatz über die heimischen Heilpflanzen und ihre Anwendungsmöglichkeiten. So kann zum Beispiel das goldgelb blühende Fünffingerkraut wie auch der Storchschnabel u. a. bei Hautproblemen verwendet werden. Der Stinkende Storchschnabel ist auch als Ruprechtskraut bekannt. Als Heilkraut wirken Farne gegen Rheuma und Gicht, die Farnblätter wurden früher unter die Matratze gelegt. Der stark wuchernde Giersch ist nicht nur ein leckeres „Unkraut“, sondern auch gut gegen Gelenkschmerzen. Aus den gerösteten Samen des Klettenlabkrauts kann Kaffee-Ersatz gemahlen werden. Dies dürfte jedoch eine recht mühsame Alternative sein. Oft ist aber auch Vorsicht geboten. So ist die glatte Hundspetersilie giftig, die krause oder glatte Petersilie jedoch ein gesundes und beliebtes Küchenkraut. Im Allgemeinen gilt in der Pflanzenheilkunde der Leitsatz: Weniger ist mehr. Zum Abschluss saßen die Teilnehmer im Biergarten der Fleckinger Mühle zusammen und ließen den schönen Sonntagvormittag mit einem gemeinsamen Vesper ausklingen.

Apfelbäume in voller Blütenpracht

Obstbaumpflanzaktion mit Bürgermeister M. Schmitt

 

4 Obstbaumhochstämme (2 Birnen, 2 Äpfel) der Sorten Gellerts Butterbirne, Oberösterreichische Birne, Brettacher und Jakob Lebel wurden mit tatkräftiger Unterstützung von Bürgermeister M. Schmitt auf dem NABU Grundstück in Degmarn gepflanzt und von Frau Plückthun zur Veröffentlichung in der Heilbronner Stimme dokumentiert.

 

6 Aktive der NABU Gruppe: Paul Haag, Josef Hefele, Peter Heidinger, Dieter Hiemer, Horst Schulz und Kurt Zöphel freuten sich am 8. April über die tatkräftige Mithilfe von BM Schmitt und seine Wertschätzung für die Streuobstflächen. Im „Gepäck“ hatte der Bürgermeister noch einen Scheck der Gemeinde für die Greifvogelpflegestation.

 

Die Streuobstbäume im Gewann „Neugereuth“ wurden mit Unterstützung von Herrn Schmitt in das Streuobstförderprogramm des Landes Baden-Württemberg aufgenommen. Wir bedanken uns für die doppelte Hilfe beim Gemeindechef.

 

39 Hochstämme Birnen und Äpfel gepflanzt,           50 Obstbäume geschnitten

Streuobst-Pflanzplan Plattenwald 2016.pd
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Auf der Streuobstwiese am Plattenwald, dem ehemaligen Obstgut der Stadt Bad Friedrichshall haben die NABU Aktiven unterstützt von syrischen Helfern und einem Kleinbagger der Fa. Englert 39 Hochstämme von Birnen und Äpfeln alter Streuobstsorten gepflanzt. Darunter waren bei Kennern bekannte Apfelsorten wie Champagner Renette, Cox Orange, Finkenwerder Herbstprinz, Rheinischer Bohnapfel, Roter Berlepsch, Jakob Lebel, Kaiser Wilhelm, Roter Boskoop und Berner Rosenapfel. Birnensorten waren Pastorenbirne, Clapps Liebling, Winterdechant und Bosc’s Flaschenbirne. Damit konnten die inzwischen ausgefallenen alten Obstbäume ersetzt und der Lebensraum Streuobstwiese in Bad Friedrichshall ein Stück erneuert werden.

Vielleicht gelingt es langfristig die Sortenvielfalt bei Äpfeln und Birnen in den Verbrauchermärkten wieder zu erhöhen, wenn auch die Kundennachfrage nach den alten schmackhaften Sorten wächst.

Seit Jahren haben wir auch den Streuobst-Apfelsaft und die Streuobst-Apfelschorle im Angebot. Firma Beil in Neckarsulm stellt diese Köstlichkeit jeden Herbst in einer separaten Pressung her.

Gleichzeitig wurden auf der Obstwiese am Plattenwald  50 Obstbäume unter tatkräftiger Mithilfe der Mitarbeiter des städtischen Bauhofs geschnitten, wofür wir uns herzlich bedanken. Die NABU Gruppe Bad Friedrichshall ist mit Unterstützung der Stadtverwaltung in das Streuobstförderprogramm des Landes Baden-Württemberg aufgenommen worden. Das bedeutet, dass die gemeldete Anzahl der Streuobstbäume innerhalb von 5 Jahren 2x geschnitten werden müssen. Auf diese Weise gelingt es uns das Kulturgut Streuobst als besonders schützenswertes Merkmal des Landes Baden-Württemberg zu erhalten. Die Streuobstwiesen sind übrigens der UNESCO als Besonderes Kulturerbe vorgeschlagen worden.

Große Baumschnittaktion

NABU-Aktive und Bauhofmitarbeiter begannen am 19.02.16 auf der im Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg aufgenommenen Streuobstwiese am Plattenwald mit dem Baumschnitt.

Dieses Team der Bürgerinitiative Pro Natur Neckarsulm holte sich trotz ungemütlicher Wetterbedingungen unter der fachlichen Leitung von NABU-Mitglied Horst Schulz am 20.02. einen Grundkurs im Obstbaumschnitt.

Weitere Fotos unter

https://www.dropbox.com/sh/za415n2zxr67xat/AACkAnhunFUmAOO7g294y1Z_a?dl=0

 

Erfolgreicher Obstbaumschnittkurs auf der Streuobstwiese

20 Teilnehmer, darunter 4 Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt Bad Friedrichshall, vertieften am 30.01.16 in einem Schnittkurs auf der Streuobstwiese am Plattenwald ihre Kenntnisse im Obstbaumschnitt durch die professionelle Unterweisung vom Fachwart für Obst- und Gartenbau Raimund Walz und dem Vorstand des Streuobstvereins Steinkauz Walter Koch. An den mehr als 50jährigen Streuobstapfelbäumen konnte der Erhaltungsschnitt bestens demonstriert werden. Herr Schulz dankte den beiden Baumschnittspezialisten für ihren Einsatz mit einem Präsent. Ein Besenbesuch mit weiteren Fachgesprächen rundete den Einsatz ab.

Der NABU pflegt die Bäume des ehemaligen städtischen Obstgutes seit 1995. Seit diesem Jahr fördert das Land Baden-Württemberg die Erhaltung der Kulturlandschaft Streuobst. Die Streuobstwiese am Plattenwald wurde ins Förderprogramm aufgenommen. In  den nächsten 5 Jahren werden nun von den NABU Aktiven 120 Obstbäume einem zweimaligen Schnitt unterzogen, dabei werden wir von Mitarbeitern des städtischen Bauhofs unterstützt. Der Naturschutzbund trägt so zur Erhaltung der alten Obstsorten und der Vielfalt auf der Streuobstwiese bei. Gleichzeitig pflanzen wir in diesem Jahr 40 Jungbäume auf dieser Fläche.

Aus dem Obst (nicht gedüngt und nicht gespritzt) entsteht durch eine separate Pressung bei der Fruchtsaftfirma Beil in Neckarsulm unser Steinkauz-Apfelsaft (klar und naturtrüb) und die beliebte Steinkauz-Apfelsaftschorle. Wir danken an dieser Stelle dem Hotel Sonne in Jagstfeld, für das Angebot der Schorle auf der Getränkekarte.  Durch diese Unterstützung sind wir in der Lage, einen Teil der Pflegekosten und Neupflanzungen finanziell abzudecken.

Jährlicher Mäheinsatz auf Trockenwiese und ehemaligem Weinberg in Widdern am 5.12.15

Herbstputz im Naturdenkmal Steppenheide Michaelsberg Gundelsheim

12 fleißige Helfer waren am Samstag, 14 November, mit Balkenmäher, Freischneider, Rechen und Gabeln im Naturdenkmal  Steppenheide Michaelsberg beim ehrenamtlichen  Einsatz, damit auch 2016 die schützenswerte Flora mit der Charakterpflanze Feldmannstreu (Eryngium campestre)  in ihrer Einzigartigkeit erhalten bleibt. Mit unseren syrischen Freunden war der Einsatz fast ein Kinderspiel. Frau Müller, die Mitarbeiterin des Landschaftserhaltungsverbandes Heilbronn, dokumentierte begeistert unseren Pflegeeinsatz.

Im Anschluss lud uns Michael Schäfer zum Essen auf seinen Ferienhof ein, dafür herzlichen Dank. Der Stadt Gundelsheim danken wir wieder für die Entsorgung des Mähgutes.



Reicher Apfelsegen 2015

Der Apfelsegen 2015 auf der Streuobstwiese am Plattenwald konnte nur mit der Lesemaschine des Streuobstprojektes „Steinkauz“ bewältigt werden. Walter Koch, 2. Vorsitzender dieses vom Land Baden-Württemberg geförderten Projekts, wurde dabei von Mitgliedern des NABU Bad Friedrichshall und Unteres Kochertal an den letzten beiden Sammelterminen unterstützt. 7,5 t Streuobstäpfel in den Sorten Brettacher, Goldparmänen, Golden Delicius, Boskoop, Glockenapfel und Berlepsch waren dabei ein lohnendes Ergebnis. Insgesamt konnte der NABU für die Extrapressung des Steinkauzapfelsaftes und der Apfelsaftschorle ca. 15 t in diesem Jahr abliefern. Wir bedanken uns bei allen Helfern an 5 Terminen für die tatkräftige Unterstützung.

 

Äpfel .... und kein Ende in Sicht

Sammelaktion am 24.10.2015

Apfelernte geht in die nächste Runde

Nach einem schlechten Erntejahr 2014 müssen dieses Jahr einige Ernteeinsätze geplant werden:

Auch am Samstag, den 10. Oktober trafen sich wieder 10 Aktive auf der Streuobstwiese am Plattenwald. So konnten  erneute 2050 kg (6 Kisten) Äpfel bei der Mosterei Beil  abgegeben werden.

Apfelernte 2015 beginnt ......

Am Samstag, den 26.09.15, begann die Apfelernte auf der Streuobstwiese am Plattenwald. Auch Dank vieler syrischer Helferinnen und Helfer konnten wir an diesem sonnigen Tag 9 Kisten mit insg. 3000 Kilo Bioäpfel bei der Firma Beil in Neckarsulm abliefern. Dort werden sie zu leckerem, zertifiziertem "Steinkautz Apfelsaft" verarbeitet.

Waldtag im Kocherwald 20. September 2015

Naturschutzpraxis: Landschaftspflege auf der Obstwiese in Tiefenbach

Das Wetter lockte, die Helfer standen in den Startlöchern und die Stimmung war famos.

Der Landschaftspflegetrupp mit Adolf Bauer, Paul Haag, Peter Heidinger, Kurt Zöphel und Horst Schulz unterstützt von unseren syrischen Helfern Emad, Zoher und Amar rückte zum Mäheinsatz auf der NABU-Streuobswiese in Gundelsheim Tiefenbach aus. Viele Hände brauchen wenig Zeit und so konnte der ehrenamtliche Einsatz noch am Vormittag beendet werden. Zuvor gab es ein schmackhaftes Frühstück, vorbereitet durch Frau Schulz.

Wir bedanken uns bei den syrischen Mitarbeitern, welche inzwischen zu Freunden geworden sind, für ihren vorbildlichen Einsatz.

Die Mischung von alten und jungen Streuobstbäumen in bewährten  Sorten sichert uns auch für die Zukunft unseren vom Land zertifizierten  Streuobstapfelsaft durch den entsprechenden Ertrag. Demnächst liefern wir dazu unsere Streuobstäpfel auch von anderen Grundstücken wieder bei der Fa. Beil in Neckarsulm ab, wo die Qualität durch die gesonderte Pressung gesichert ist. Die Steinkau-Apfelschorle können Sie neben vielen anderen Köstlichkeiten auch beim Waldtag des NABU am Sonntag, 20.September im Kocherwald  am Sportplatz in Jagstfeld genießen. Die Kinder dürfen wieder den Apfelsaft selbst pressen.

Wenn Sie uns bei den Pflegeeinsätzen und der Obstsammelaktion unterstützen möchten genügt ein Anruf bei Horst Schulz Tel. 07136 / 7843.

Unsere nächsten Pflegeeinsätze sind auf den NABU Grundstücken in Widdern und im Naturdenkmal „Steppenheide Michaelsberg“ in Gundelsheim - Böttingen.

Spaziergang durch die Offenauer Neckaraue

Morgendliches Frühlingskonzert am Muttertag

Ornithologe Paul Haag hatte am 10.05.15 mit der Führung rund um den Attichsbach in Bad Friedrichshall-Kochendorf eine Landschaft mit vielfältigen Strukturen ausgewählt in welcher wir die unterschiedlichsten gefiederten Sänger antrafen. Besonders eindrucksvoll waren dabei die Reviergesänge von Nachtigall, Dorngrasmücke und Mönchsgrasmücke. Mit auf dem TING-Stift gespeicherten Stimmen gelang es Goldammer und Sumpfmeise anzulocken, welche uns als vermeintliche Reviereindringlinge ausmachten. Im Aufwind segelten Mäusebussarde und ein Turmfalke beäugte uns aus der Höhe. Im Baumbestand am Attichsbach ließen sich Buntspecht und er letztjährige „Vogel des Jahres“ der Grünspecht hören und sehen. Zilp-Zalp, Zaunkönig, Kleiber, Blau- und Kohlmeise stimmten ebenfalls in den Gesang mit ein. In der Feldflur ließ sich ein eher seltener Gast, eine Schafstelze beobachten. Im morgendlichen Wiesentau ließ sich ein nachtaktiver Schmetterling, der Braune Bär beobachten. Interessantes konnte außerdem zur Flora des Gebietes mit Aronstab, Großer Sternmiere, Bachnelkenwurz und Mädesüß berichtet werden. Auf dem Rückweg erläuterte Horst Schulz den jährlichen Landschaftspflegeeinsatz am Attichsbach, den der NABU im Auftrag des Landschaftserhaltungsverbandes Heilbronn (LEV) durchführt.


Liturgische Wanderung - Sonntagserlebnis für Körper, Seele und Geist