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Erfolgreiche 14.Stunde der Gartenvögel am Muttertag

Friedhof Jagstfeld:

Rückzugsgebiet  und Lebensraum vieler Vogelarten

 

16 Naturschutz- und Vogelfreunde beteiligten sich am Muttertag an der bundesweiten Zählaktion bei der morgendlichen Beobachtung auf dem Friedhof in Jagstfeld. Das vielfältige Angebot an Hecken, Sträuchern und Bäumen mit den entsprechenden Brutmöglichkeiten war die Grundlage für 17 verschiedene Vogelarten, welche sich im Brutkleid präsentierten und ihre Reviergesänge hören ließen. Exkursionsleiter Horst Schulz konnte mehrere Arten, wie den Zilp-Zalp (Weidenlaubsänger), den Buchfink, den Hausrotschwanz (welcher die Grabsteine als Sitzwarte benutzte), die Mönchsgrasmücke und die Elster anlocken, so dass diese aus nächster Nähe zu beobachten waren. Am häufigsten war der Haussperling, gefolgt von der Amsel und der Kohlmeise. Leider gelang uns keine Beobachtung von Mehl- und Rauchschwalbe, welche seit Jahren im Bestand abnehmen. Nun sind die Friedrichshaller Beobachter gespannt wie die Häufigkeit bundesweit ausgesehen hat.

"Meine wilde Heimat“ rund  um Bad Friedrichshall

Biber, Eisvogel & Co.

Der Biber wohnt wieder vor unserer Haustüre. Seit einiger Zeit beobachtet und dokumentiert Thomas Kemmel,  Natur- und Tierfilmer aus Untergriesheim, die großen Nagetiere mit seiner Kamera  am Kocher,  Jagst und Schefflenz.“ Die Tiere fühlen  sich an unseren  Gewässern sehr wohl“ , berichtet der Experte von seiner Fotopirsch. Als einen natürlichen Gewässer-Renaturierer sieht er den Biber. Hier kehrt eine Tierart zurück, welche die Lebensräume unserer Flüsse wieder positiv gestaltet,  und zugleich eine große Bereicherung unserer heimischen Natur und Tierwelt ist. Neben dem Biber sind die Wasseramsel und der prächtige Eisvogel für den Tierfilmer ein wichtiges Thema, mit großer Begeisterung und sehr viel Liebe & Leidenschaft zur heimischen Natur- und speziell zur Tierwelt rund um Bad Friedrichshall versucht er dabei die natürlichen Verhaltensweisen der Tiere mit der Kamera zu dokumentieren. So wie es  sein großen Vorbild Prof. Heinz Sielmann mit seinen „Expeditionen ins Tierreich“ schon vor vielen Jahren im TV unternommen hatte. Eine große Intention besteht auch darin, Kinder und Jugendliche wieder für unsere heimische Natur  zu begeistern. Das möchte Thomas Kemmel mit seinem spektakulären Bild- und Filmaufnahmen  an die Kinder u.a. in Kindergärten und Schulen herantragen. Es gibt vor unserer Haustüre viel Sehenswertes zu entdecken. „Wer sich die Zeit nimmt, mit offenen Augen durch die Natur zu gehen,  kann die kleinen Wunder selbst erleben,“ so Thomas Kemmel.

Thomas Kemmel hat übrigens die Arbeitsgruppe Wasseramsel- und Eisvogel in der NABU Gruppe Bad Friedrichshall u. Umgebung von Paul Haag übernommen, der nach 41 erfolgreichen Jahren und lückenloser Dokumentation den Stab an ihn übergeben konnte.

Neupflanzung alter Apfelsorten

Am 14.04.18 haben die Aktiven Peter Heidinger, Horst Schulz, Michael Weckbach, Rüdiger Wosnitza und Kurt Zöphel auf der Streuobstwiese am Plattenwald für alte, abgestorbene Bäume drei Apfelbäume nachgepflanzt: eine Gewürzluike, einen Winterrambur und einen Berlepsch. Durch Überalterung ausfallende Bäume werden regelmäßig durch Neupflanzung alter Sorten ersetzt. So kann auch in Zukunft Streuobst für den Steinkauz-Apfelsaft bei Fruchtsaft Beil in Neckarsulm abgeliefert werden.

Bilderbuchwetter zur Liturgisch/Naturkundlichen Wanderung in Offenau

25 Teilnehmerinnen u. -Teilnehmer trafen sich am 8. April zum traditionellen liturgischen Angebot  von ev. Gesamtkirchengemeinde und NABU zum morgendlichen Spaziergang am Tabakschuppen in Offenau. Frau Pfarrerin Wildermuth hatte mit ihren Mitarbeitern das entsprechende Liedgut u.a. „Morgenlicht leuchtet“ sowie die zur Natur passenden Texte ausgesucht. Horst Schulz vom NABU gab vielfältige Informationen zu Fauna und Flora am Wegesrand. Im Mittelpunkt standen zunächst die Brutmöglichkeiten für Turmfalke und Schleiereule im Tabakschuppen, wobei der Turmfalke über uns seine Kreise zog. Im kleinen Wäldchen nebenan zeigten sich die Frühblüher Scharbockskraut und Buschwindröschen. Durch den Baumlehrpfad mit  beispielgebenden Schautafeln der Gemeinde Offenau, ging es dann bei herrlichem Sonnenschein über die offene Feldflur zu den Feldhecken und Streuobstbeständen. Eine Blaumeise konnte beim Nestbau in einem Strommasten beobachtet  und ein Kleiber angelockt werden. Gartenrotschwanz und Mönchsgrasmücke stimmten in das morgendliche Konzert mit ein. Grundstückseigentümer der Streuobstwiesen trugen mit dem Angebot von Totholz für Insekten zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bei. Märzveilchen und Rote Taubnessel waren ein wichtiges Angebot für unsere Wildbienen und Hummeln. Die zweistündige Exkursion endete mit dem Lied „Dass die Sonne jeden Tag wieder neu am Himmel steht..“, an der Gitarre von Yvonne Weckbach begleitet und mit einem Gebet.

Jahreshauptversammlung 2017 am 22. März 2018

NABU Bad Friedrichshall auch 2017 im Einsatz für die Biologische Vielfalt

 

Vorsitzender Klaus Schön begrüßte die Teilnehmer der HV im Gasthaus „Sonne“ in Jagstfeld, darunter auch den Bad Friedrichshaller Bürgermeister Timo Frey. Nach dem Gedenken an die 2017 verstorbenen Mitglieder, stellvertretend nannte der Vorsitzende den jahrelang beim Projekt Wasseramsel und Eisvogel aktiven Harald Wacker, gab Klaus Schön einen Überblick über die Naturschutzaktivitäten im Berichtsjahr. Der Bogen spannte sich von den regelmäßigen Ausschusssitzungen, über Landschaftspflegaktionen, Obstbaumpflege, dem „Tag der offenen Tür“ in der Greifvogelpflegestation, der Teilnahme am Schachtseefest und dem Familientag im Kocherwald bis hin zu den jährlichen Exkursionen.  

Im Anschluss berichtete Horst Schulz von den verschiedenen Arbeitseinsätzen in der Landschaftspflege.  2017 konnte wegen des Kälteeinbruchs im April nur eine Tonne Äpfel abgeliefert werden, gegenüber 13 t in 2016 und 20 t in 2015. Weiterhin informierte er die Anwesenden, dass sich der NABU und weitere Naturschutzverbände an der BUGA Heilbronn beteiligen würden.

 

Susanne Ludwig berichtet von der Naturschutzjugend. Aufgrund der Erkrankung des Jugendleiters musste die Waldkindergruppe im Frühjahr 2017 eingestellt werden. Zum ersten Mal wurde ein Aktionsnachmittag im Kocherwald veranstaltet, an dem mehr als 50 Kinder teilnahmen. Ebenso erfreute sich der Kindernaturnachmittag rund ums Waldheim einer großen Teilnehmerzahl.

 

Anschließend informierte Rudi Blasmann, der im Rahmen der Aktion „Lebensraum Kirchturm“ einen Brutkasten für Mauersegler am Kirchturm der evangelischen Kirche in Jagstfeld angebracht hat, über die Amphibienaktion 2017 an der Müssigmühle (zwischen Tiefenbach und Höchstberg) sowie bei Amorbach.

 

Danach gab Vorstandsmitglied Werner Wacker den Bericht zur Greifvogelpflegestation ab.

Er bedankte sich besonders bei der Bundesfreiwilligen Isabell Bauer und seiner Frau Susanne Wacker, die zusammen circa 2570 Stunden für die Pflege der Vögel und Reinigung der Anlagen erbracht haben. Weitere Arbeitsstunden, z.B. am Wochenende, durch zusätzliche Freiwillige kamen hinzu. Im Jahr 2017 wurden durch Auszubildende des Berufes Zimmerer im Rahmen eines Schulprojektes der Johann-Jakob-Widmann-Schule Volieren im Außenbereich renoviert und instandgesetzt. Dieses Jahr sollen die Arbeiten fortgesetzt werden. Das Baumaterial wurde zum Großteil von der Stadt Bad Friedrichshall zu Verfügung gestellt.

 

Helmut Weber trug den Jahresbericht der Pflegefälle in der Greifvogelpflegestation vor, deren Einzugsbereich sich von Stuttgart bis Tauberbischofsheim erstreckte. 2017 hatte die Station 598 gefiederte Patienten. Davon konnten 486 Vögel (rd.78%) geheilt entlassen werden. Besonders zu erwähnen sind 9 Rote Milane, 7 Wanderfalken, 14 Steinkäuze zwei Eisvögel und ein Nachtreiher.

Auch für die Projektgruppe „Schleiereule“ war H.Weber verantwortlich. Der milde Winter 2016/17 brachte einen leichten Aufschwung im Bruterfolg. Von 29 Brutpaaren flogen 119 Jungeulen aus.

 

Bei der Projektgruppe „Wasseramsel und Eisvogel“ gibt es 2018 einen Wechsel. Thomas Kemmel, der in seiner Freizeit Vögel, insbesondere Wasseramsel und Eisvogel an Jagst und Schefflenz filmt, übernimmt die Leitung von dem langjährigen Leiter Paul Haag, der auf 41 Jahre erfolgreiche Tätigkeit zurückblicken konnte.

 

Dieter Hiemer hat wie in den Vorjahren auf der Gemarkung Oedheim mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde die Nistkastenbetreuung und -kontrolle durchgeführt. In den 183 Nistkästen brüteten überwiegend Blau- und Kohlmeisen.

Die Kassenprüfer Peter Heidinger und Michael Weckbach bescheinigten der Kassiererin Susanne Messner eine  korrekte und nachprüfbare Kassenführung und bedankten sich bei ihr für ihre Tätigkeit.

 

Im Punkt Diskussion und Aussprache gab Klaus Schön bekannt, dass Mitglied Werner Lindl die Vorgänge um die Biogasanlage Kochendorf ansprechen wolle. Der Vorsitzende betonte, dass die Aufgabe der NABU-Gruppe der praktische Natur- und Umweltschutz sei und deshalb die Hauptversammlung nicht der Ort, um über mögliche Fehlentscheidungen der Genehmigungs- und Überwachungsbehörden zu diskutieren.

 

W. Lindl verwies in seiner Ausführung auf auf das Positionspapier des NABU zur Biogaserzeugung von 2011 und auf mehrere Artikel der Stuttgarter Nachrichten, welche die Illegalität des Genehmigungsverfahrens bestätigen würden. Anschließend las er einige Passagen aus einem Schreiben des Landesverbandes zur Biogasanlage Kochendorf vor. Ein schriftlicher Antrag zur Abstimmung lag nicht vor.

 

Danach ging der bisherige Vorsitzende auf die personelle Situation der NABU-Gruppe ein. Trotz intensiver Suche konnten für die beiden ausscheidenden Vorstände Klaus Schön und Katrin Neumann keine Nachfolger gefunden werden. Zur Wahl als Vorstand stellte sich der bisherige Vorstand Werner Wacker, der wie die Kassiererin Susanne Messner, Schriftführer Michael Weckbach und Gerätewart Adolf Bauer für weitere zwei Jahre gewählt wurde.

 

Die drei Aktiven des NABU Bad Friedrichshall und Umgebung e.V. Rudi Blasmann, Peter Heidinger und Kurt Zöphel wurden von der Stadt Bad Friedrichshall 2017  für ihre langjährige Tätigkeit im Ehrenamt geehrt. Ebenso wurde der NABU Aktive Dieter Hiemer von der Gemeinde Oedheim geehrt. 

 

Die Ehrung der Vereinsmitglieder, die dem NABU seit vielen Jahren die Treue halten, übernahmen Horst und Christa Schulz. Geehrt mit einem Weinpräsent bzw. Blumenstrauß wurden die Anwesenden

 

für 30 Jahre Mitgliedschaft:               Elisabeth Gebhardt, Heinrich Gebhardt, Ralf Pfauser

für 40 Jahre Mitgliedschaft:              Christine Fröhlich-Wilhelm, Johannes Kern

für 50 Jahre Mitgliedschaft:              Horst Schulz   

 

Nach den Ehrungen bedankte sich Horst Schulz bei dem ausscheidenden Vorstandsmitglied Klaus Schön für seinen siebenjährigen Einsatz in der NABU Gruppe und würdigte seine Tätigkeit. Klaus Schön übernahm das Ruder des NABU am 16. März 2012 in schwierigen Zeiten. Als Vorstand schuf er eine neue Organisationsstruktur. Durch regelmäßige Vorstands- und Ausschusssitzungen erfolgte eine zeitnahe Information der Aktiven und eine Absprache über die anstehenden Aktivitäten. Durch die Einbindung von Asylbewerbern in die Naturschutzaktivitäten vergrößerte sich vorübergehend der Mitarbeiterstamm bei der Pflege der Obstwiesen und bei der Apfelernte. Die jährlichen Helferfeste auf seinem Areal förderten den Gemeinschaftsgedanken sowie den Gedankenaustausch innerhalb der Gruppe. Die NABU-Gruppe bedauert seinen Rückzug aus dem Amt des Vorsitzenden. Seine Bereitschaft, sich auch weiterhin aktiv einzubringen, nimmt die NABU-Gruppe gerne an.
Horst Schulz überreichte Klaus Schön im Namen der NABU Gruppe einen Gutschein.

 

Anschließend verabschiedete Horst Schulz das bisherige Vorstandsmitglied im Bereich Öffentlichkeitsarbeit Katrin Neumann mit einem Blumenstrauß. Im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit stand vor allem die Organisation der Familientage im Kocherwald und das 75-jährige Jubiläum der NABU-Gruppe im Jahr 2011, sowie die Unterrichtung der Medien über die Angebote und Veranstaltungen unserer Gruppe, bevor dies Susanne Ludwig übernahm.

 

 Im Anschluss dankte Bürgermeister Frey allen Aktiven des NABU für ihr vielfältiges Engagement im Rahmen von Fachvorträgen, Exkursionen, weiteren  Veranstaltungen sowie für die jahrelange Teilnahme am Schachtseefest.

                                                                      

Klaus Schön beendete  die Hauptversammlung und wünschte den Teilnehmern  einige beschauliche Minuten bei den Film- und Dia-Aufnahmen über Eisvogel, Wasseramsel und andere Tierarten, aufgenommen und präsentiert von dem NABU-Neumitglied Thomas Kemmel. 

Einsätze auf der Streuobstwiese am Plattenwald

Baumschnitt im Februar und März 2018

Hausputz für die Schwalben

In einer konzertierten Aktion am 26. Februar haben die Freiwillige Feuerwehr und der NABU im Stadtteil Hagenbach Schwalbennester und Kotbretter gereinigt. So können die Glücksbringer untern Dach – unsere Mehlschwalben – nach ihrer Rückkehr aus dem Süden die frisch geputzten Kunstnester wieder beziehen.

 

Gleichzeitig wurde das Gebäude in der Landhausstraße 5 mit einer Plakette als „Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet. Frau Verena Adamek hatte nach Rücksprache mit den weiteren Hausbewohnern vor 3 Jahren durch die Anbringung der Kunstnester, ebenfalls durch die Freiwillige Feuerwehr und des NABU, den Schwalben „Asyl“ gewährt, welches diese gerne annahmen.

`Hausbesetzer` im Aspenloch/Oedheim

Bei der Nistkastenkotrolle im Oedheimer Wald, Distrikt Aspenloch konnte Dieter Hiemer eine ganz besondere Beobachtung machen.

Der Waldkauz hat in diesem Fall durch den Kleiber als „Hausbesetzer“ das Nachsehen.

Er machte als Maurermeister seinem Namen als „Kleber“ eine besondere Ehre. Keine Maurerkelle war hier am Werk, sondern der kleine Schnabel eines flinken Vogels. Wie oft er wohl anfliegen und das Material verarbeiten musste, bis seine Kleiber-Frau die Bruthöhle beziehen konnte?

 

Das Einschlupfloch lässt nur noch Familie Kleiber hinein, eine grandiose Leistung! Das Material auf der Innenseite des Deckels ist hart wie Beton.

Obstbaumschnittkurs am Plattenwald durch LOGL-Fachwart für Obst und Garten Hans Frank mit Unterstützung des Landschaftserhaltungsverbandes Heilbronn (LEV) am Samstag, den 27.01.18

Ehrenamtspreis der Stadt Bad Friedrichshall 2017

Ihm Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt Bad Friedrichshall am 12. Januar 2018 wurde drei aktiven Mitgliedern unserer Ortsgruppe der Ehrenamtspreis verliehen:

Rudi Blasmann

Peter Heidinger

Kurt Zöphel

18.11.2017: Baumfällaktion am Attichsbach

 

Beobachter haben sich vielleicht gefragt

„Warum fällt der NABU Bäume?“

Die NABU Gruppe Bad Friedrichshall pflegt seit einigen Jahren ein Teil der Fläche des Regenüberlaufbeckens am Attichsbach in Bad Friedrichshall-Kochendorf im Auftrag des Landschaftserhaltungsverbandes Heilbronn (LEV). Zu den jährlichen Mäharbeiten ist in diesem Jahr auch der Auftrag erteilt worden, einige Bäume – vor allem Erlen zu entfernen – um die Beschattung des renaturierten Teiches in dieser Fläche zu verhindern. Dies kommt sowohl der Flora als auch der Fauna an diesem Standort zugute. Die Entfernung der Bäume war also eine notwendige Maßnahme für einen  nachhaltige Entwicklung am Attichsbach.

Vortrag über das Naturerbe der Württembergischen Weinbaulandschaft

 

"Das Naturerbe der Württembergischen Weinbaulandschaft" so lautete ein excellenter Power Point Vortrag von Wolf-Dieter Riexinger, bei dem Auge, Ohr und Gaumen gleichermaßen am Genuss beteiligt waren. Herr Joachim Beil, vom Fruchtsaft und Weinhaus Beil in Neckarsulm, hatte in seinen Probierraum zur Weinverkostung und Vesper eingeladen, woraus sich eine wunderbare Kombination mit den vielfältigen Facetten des Vortrags entwickelte.

 

W.D. Riexinger schlug den Bogen von den Anfängen des Weinbaus durch die Römer über die mittelalterliche Bewirtschaftung bis in die heutige Zeit. Wobei er die Veränderung der Landschaft durch den Weinbau schwerpunktmäßig mit Bildern, Zitaten und Gedichten   von Dr.h.c Otto Linck dem bekannten Förster, Naturschützer und Landschaftspfleger aus Güglingen belegte und diese eigene Fotos aus derselben Perspektive gegenüberstellte.

 

Der Referent „wanderte„ dabei mit den Teilnehmern vom Michaelsberg in Gundelsheim durch die Weinbaulandschaften den Neckar aufwärts  und mit Abstechern auch ins Jagst- und Enztal.

 

In kurzen Pausen kredenzte Herr Beil fünf Weinsorten vom Kerner über den Riesling und Chardonnay bis hin zu zwei Rotweinsorten. So wie Otto Linck betrachtete W. D. Riexinger den Weinbau nicht isoliert, sondern eingebettet in die jeweilige Landschaft mit Muschelkalk, Keuper- und Sandsteinböden und deren typische Flora und Fauna. Auf den schützenswerten Trockenrasen, den Felsbändern, in den Steinriegeln und Trockenmauern und an exponierten Stellen hat sich eine Vielfalt an Leben erhalten welche die Württembergische Weinbaulandschaft zu einem wertvollen Naturerbe macht. Hierzu gehören Schlingnatter, Zaun- und Mauereidechse, Weinhähnchen, Schachbrettfalter, Sechsfleck-Widderchen, Wollbiene, Bergzikade, Furchenbiene und bei den Pflanzen u.a. Karthäuser Nelke, Prachtnelke, Aufrechter Ziest, Deutscher Ziest, Feldmannstreu, Weinrose und Pfaffenhütchen.

 

Dort, wo der Weinbau auf dem Rückzug ist, können wieder, wie es bereits O. Linck dokumentierte, Speierling (Sperbelbaum), Pfirsiche, Mandeln und andere Obstgehölze die Landschaft bereichern. Dies wäre auch eine Option für den Oberen Scheuerberg in Neckarsulm. Die Entwicklung könnte im Zuge des Klimawandels sukzessive voranschreiten.

 

Der Dichter Friedrich Hölderlin hatte bereits die passenden Verse für die das Weinland am Neckar:

 

„Seliges Land! Kein Hügel in Dir wächst ohne den Weinstock. Nieder ins schwellende Gras regnet im Herbst das Obst. Fröhlich baden im Strome den Fuß die glühenden Berge, Kränze von Zweigen und Moos kühlen ihr sonniges Haupt.“

 

In der anschließenden Gesprächsrunde klang eine gelungene Veranstaltung aus, welche bei den Teilnehmern den Wunsch nach weiteren Events dieser Art auslöste. Mit einem Quitten- und einem Zwetschenbrand konnte ein besonderer Geschmack auf den Heimweg mitgenommen werden.

Mähaktion auf Streuobstwiese in Tiefenbach, 4.11.17

Abendspaziergang „Neuer Wald & Streuobstwiese“

In Kooperation mit dem Wald-Netzwerk lud der NABU am 6.10.17 zu einer Führung mit Förster Ulrich Zobel und Horst Schulz im Stadtwald Bad Friedrichshall, Distrikt Plattenwald und auf der städtischen Streuobstwiese, welche von der NABU-Gruppe Bad Friedrichshall seit 1995 gepflegt wird, damit die alten Obstsorten weiterhin erhalten bleiben.

Familienfest rund um das Waldheim im Kochwald

Anlässlich des 75jährigen Bestehens der Ortsgruppe fand im September 2011 der erste große Familientag statt und wurde zu einem festen Termin im Jahresprogramm. Am Sonntag, den 10.09., stand der Platz rund um das Waldheim in Jagstfeld wieder ganz unter dem Motto „Kinderspaß pur“. Klassische Kinderspiele wie Sackhüpfen oder Dosenwerfen, eine Fühlbox mit Naturmaterialien, Glücksrad oder die Bastelstation  luden zum Mitmachen ein.  Auf einer Slackline konnten die Kinder ihr Balanciergeschick testen. Auch dieses Jahr beteiligte sich der Waldkindergarten Duttenberg mit einem Stand und Märchenerzählerin Frau Karg trug zwei Geschichten vor. Großer Anziehungspunkt war der „Lernort Natur“-Anhänger der Jägervereinigung Heilbronn. Herr Hans-Peter Schmitt informierte die großen und kleinen Besucher über unsere heimischen Tiere. Hierfür ein herzliches Dankeschön. Ebenso möchten wir uns bei allen Kuchenspenderinnen, Helferinnen und Helfer für ihre tatkräftige Hilfe bedanken.

 

Aktion: „Lebensraum Kirchturm“

Der NABU hat die Aktion „Lebensraum Kirchturm“ 2007 mit dem Beratungsausschuss für das Deutsche Glockenwesen in‘s Leben gerufen. Ausgezeichnet werden Gotteshäuser, die ihren Turm für Falken, Fledermäuse, Mauersegler & Co. öffnen und so dringend benötigten Wohn- und Lebensraum für diese bedrohten Arten schaffen.

 

Jetzt konnte unser Artenschutzexperte Rudi Blasmann mit Unterstützung von Frau Pfarrerin Wildermuth eine erste Aktion auf dem Turm der ev. Kirche in Jagstfeld starten und dort einen Mehrfachbrutkasten für Mauersegler anbringen.

 

Wir hoffen nun, dass der „Vogel des Jahres 2003“ hier zukünftig seine Jungen aufzieht. Mauersegler gehören nicht zu den Schwalben. Sie jagen im rasanten Flug um hohe Gebäude und verbringen einen Großteil ihres Lebens in der Luft. Sie sind Langstreckenzieher, treffen bei uns Anfang Mai ein und verlassen ihr Brutgebiet bereits Anfang August wieder. Ihre Winterquartiere liegen im tropischen Afrika.

 

Botanische Exkursion bei Kaiserwetter auf dem Michalesberg

Eine sehr interessierte Teilnehmergruppe fand sich am Sonntagnachmittag, den 28. Mai, bei hochsommerlichen Temperaturen zu einer Botanischen Exkursion mit Horst Schulz durch die Kultur- und Naturlandschaft auf dem Michaelsberg in Gundelsheim ein.  Vom Treffpunkt an der Michaelskirche – eine der am frühsten genannten Kirchen Baden-Württembergs – ging es zum Naturdenkmal „Steppenheide Michaelsberg“. Diese ca. 1ha große Gebiet wird seit ca. 30 Jahren vom Landschaftspflegetrupp des NABU Bad Friedrichshall durch eine jährliche Mahd in ihrer Artenvielfalt erhalten. Das Mähgut wird von der Stadt Gundelsheim abgefahren, damit in den Steppenheidebereich keine zusätzlichen Nährstoffe eingetragen werden, welche die Flora nachhaltig verändern würde. Die übrigen Flächen zur Erhaltung der Kulturlandschaft auf den flachgründigen Muschelkalkböden  beweiden die Angusrinder des Bio-Betriebes der Familie Schäfer.  Die eingestreuten Wäldchen  zeigen als schützenswerten Hudewald die Beweidungsform, wie sie bereits im Mittelalter stattfand.

 

Die Charakterpflanze des Naturdenkmals und der angrenzenden Gebiete ist die Feldmannstreu Eryngium campestre). Man könnte sie wegen ihrer Blattdornen für eine Distel halten, sie gehört aber zu den Doldenblütlern. Sie blüht erst im Hochsommer und samt sehr spät aus, was den Zeitpunkt der Mahd bestimmt. Die Exkursionsteilnehmer konnten dagegen den Aufrechten Ziest, die Wiesen-Knautie, den Wirbel-Dost, die Zypressen-Wolfsmilch, die Bergminze, den Großen Ehrenpreis, und das Wiesenlabkraut im ND entdecken. Auf dem weiteren Weg entlang der Hangkante zum Neckar und auf dem Rundweg zurück zur Kirche waren die Schwalbenwurz, die Knotige Braunwurz, die Mehlige Königskerze und das orangefarbene Habichstkraut besondere Pflanzenarten. Am Wiesensalbei konnte der Klappmechanismus der Staubgefäße des Lippenblütlers sichtbar gemacht werden, welcher den Blütenbesucher Pollenpakete auflädt, damit es zur Bestäubung in der nächsten Blüte kommt.

 

Nach zwei schweißtreibenden aber informativen Stunden konnten die Teilnehmer die NABU-Streuobstapfelschorle genießen.

 

Wer mehr über die Kulturlandschaft des Michaelsberges erfahren möchte, dem sei der Bd. 28 der LUBW Baden-Württemberg „Der Michaelsberg bei Gundelsheim“ empfohlen, erschienen im verlag regionalkultur. Einer der Autoren ist übrigens Wolf-Dieter Riexinger welcher erheblich dazu beigetragen hat, dass im Jahr 2006 Familie Schäfer vom Bio-Betrieb und der NABU Bad Friedrichshall in Kooperation den Kulturlandschaftspreis des Schwäbischen Heimatbundes erhalten hat.

 

Morgendliches Frühlingskonzert am Muttertag

Am Muttertagmorgen erkundete eine kleine Gruppe Vogelliebhaber unter der Leitung des Ornithologen Paul Haag die heimische Vogelwelt entlang des Salinenkanals zwischen der Hübsch-Jörgen-Siedlung und dem Kocher-Wehr in Hagenbach. Begleitet von lautstarken Kuckucksrufen und dem abwechslungsreichen Gesang von Nachtigallen, Mönchs- und Klappergrasmücken führte der Weg durch die dichte Ufervegetation, in der sich weitere eifrige Sänger wie Pirol und Zilpzalp den Blicken entzogen.  

 

Insgesamt konnten die Teilnehmer der Exkursion 28 Vogelarten entdecken, darunter alltägliche Vögel wie beispielsweise Amsel, Star, Haussperling, Feldsperling, Kohlmeise, Blaumeise, Buchfink, Türkentaube, Elster und Rabenkrähe. Darüber hinaus ließen sich auch Hausrotschwanz, Bachstelze, Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke, Feldlerche und eine im Geäst eines Baumes singende Nachtigall beobachten.

 

Begleitet von am Himmel segelnden Greifvögeln konnten die Vogelliebhaber als „Highlight“ ihrer Exkursion einen Nachtreiher, in unserer Region ein eher recht seltener Gast, auf seinem Ansitz beobachten. Anschließend ließen sich im Auenwald entlang des Kochers noch Wacholderdrosseln, Ringeltauben sowie Bunt- und Grünspecht sehen.

Abgerundet wurde die Exkursion durch die Beobachtung von Feldwespen beim Anlegen ihrer Waben. nach etwa zweieinhalb Stunden endete die abwechslungsreiche vogelkundliche Führung. Horst Schulz bedankte sich im Namen der Teilnehmern beim Ornithologen Paul Haag.

Große Resonanz bei Aktion „Natur mit allen Sinnen“ im Kocherwald

Die Aktiven der NABU Gruppe Bad Friedrichshall hatten am 13. Mai zum Kinderaktionsnachmittag „Natur mit allen Sinnen erleben“ in den Kocherwald eingeladen. Bei 50 Kindern im Alter von 5-10 Jahren - von vielen Eltern begleitet – konnten wir die Freude an der Natur wecken bzw. vertiefen.

 

An 4 Stationen wurden vom NABU spielerisch Naturwissen vermittelt und Naturpädagogische Erfahrungsspiele zur Freude von allen Beteiligten durchgeführt. Im Mittelpunkt standen dabei die Bäume, Vögel und Kräuter des Waldes und die Amphibien. Daneben galt es Waldmaterialien zuzuordnen, Bäume über den Tastsinn zu erkennen und in die Rollen von Eichhörnchen und Maus zu schlüpfen.

 

Am Ende konnte noch ein Blick in die Greifvogelpflegestation zu Bussard, Turmfalke und Eulen geworfen werden, bevor vor der Station bei Gegrilltem und dem NABU Apfelsaft der gelungene Nachmittag ausklang. Selbst Petrus hatten wir an diesem Nachmittag auf unserer Seite.

 

Der neue NABU Landesvorsitzende Johannes Ennsle beglückwünschte uns zu dieser Natur-Erlebnis Aktion mit den Kindern und ließ sich die Arbeit in der Greifvogelpflegestation von Susanne und Werner Wacker erklären. Zum Abschluss besuchte er die Streuobstwiese am Plattenwald, welche die NABU Gruppe seit 1995 für die Stadt Bad Friedrichshall betreut und bewirtschaftet. Er sagte zu, bei der nächsten Obstbaumschnittaktion im Januar 2018 dabei zu sein.

 

Allen beteiligten Helfern bei den Aktiven aber auch auf Seiten der begleitenden Eltern sagen wir ein großes Dankeschön.

 

Der Biber lockte am 30. April                                 45 Exkursionsteilnehmer ins Jagsttal

Strahlend blauer Himmel, viele erwartungsfrohe Biberfreunde von 3-78 Jahren sowie Kreisökologe und Biberbeauftragter Uwe Genzwürker waren die beste Voraussetzung für eine spannende Exkursion entlang der Jagst mit dem Thema „Die Rückkehr des Bibers“. Start- und Ziel war dabei Siglingen. Flußaufwärts ging es bis Schloss Assumstadt und auf der anderen Flussseite nach Siglingen zurück.

 

U. Genzwürker informierte über die Wiederbesiedlung des Bibers seit dem Erstfund bei Gundelsheim Anfang der 90er Jahre im Nördlichen Landkreis Heilbronn. Allein dort starben inzwischen sieben Biber den Tod auf der B 27. Diese wandernden Biber sind oft zweijährig, weil sie die elterliche Familie verlassen müssen, um sich ein eigenes Revier zu suchen. Die Ausbreitung des Bibers erfolgte aus Bayern wo bereits in den 60er Jahren ein Wiederansiedlungsprogramm startete.

 

Unser größtes einheimisches Nagetier, ein reiner Vegetarier erreicht eine Körperlänge von 1m und ein Gewicht von bis zu 30 kg. Da er heimlich lebt und in der Dämmerung aktiv wird, blieb natürlich ein AHA-Erlebnis der direkten Begegnung aus. Allerdings hatte U. Genzwürker ein Fell des Bibers dabei. Die dichte weiche Behaarung zeigte anschaulich, den wasserabweisenden- sowie Kälteschutz. Die kleinen Vorderfüße zum Greifen, die großen Hinterfüße mit Schwimmhäuten und die Biberkelle -der breite flache Schwanz – machten die Anpassung ans Wasser deutlich. Eine junge Teilnehmerin hatte zudem zur Freude aller eine Biberhandpuppe dabei.

 

Unterwegs entdeckten wir dank des geschulten Auges von U. Genzwürker eine Anzahl Biberspuren: Angenagtes und gefälltes Weichholz, vor allem Jungbäume von Weide und Erle, „Biberrutschen“ einen eingebrochenen Biberbau und vermutlich einen Biberdamm. Der Exkursionsleiter machte an Hand von den großen Nagezähnen des Bibers die Kraft beim Schälen und Fällen deutlich. Während der warmen Jahreszeit ernährt sich der Biber allerdings vorwiegend von Wasser- und Uferpflanzen.  Die Biberrutsche ist ein immer wieder genutzter Aus- und Einstieg aus dem Fließgewässer in den Uferbereich. Der Eingang zum Biberbau, welcher sich im Uferbereich befindet, liegt immer unter Wasser.  Bei dem eingestürzten Bau war möglicherweise das Gewicht einer landwirtschaftlichen Maschine die Ursache. Um Konflikte mit der Landwirtschaft zu minimieren werden u.a. ab 2019 die Gewässerrandstreifen gesetzlich auf 10m Breite festgelegt, dies dient auch zur Abpufferung des Eintrags von Dünge- und Schadstoffen ins Gewässer. Zudem wird ein Bibermanagement aufgebaut, um Konfliktpotenziale zu entschärfen und die Wiederbesiedlung des Bibers zu lenken.

 

Der europäische Biber zählt zu den international bedrohten Tierarten und ist durch die Fauna-Flora-Habitat Richtlinie der EU, sowie nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt.

 

Für den NABU und die begeisterten Teilnehmer bedankte sich Horst Schulz bei Uwe Genzwürker für den erlebnisreichen Vormittag und die Einblicke ins Biberleben. Zum Abschluss kehrte die Gruppe auch zum Gedankenaustausch in die Pizzeria in Siglingen ein.

 

Verbundschule erhält eine Winterlinde

Am 5. April 2017 konnte die schon lange geplante Pflanzaktion der Winterlinde -Baum des Jahres 2016- im Außenbereich der Verbundschule Bad Friedrichshall umgesetzt werden. Geliefert wurde der Baum von der Baumschule Heckmann in Widdern, die Kosten übernahm die Stadt Bad Friedrichshall. Nach einigen einleitenden Worten von Herrn Bürgermeister Frey und NABU-Aktiven H. Schulz konnte die Pflanzung durch die städtischen Mitarbeiter beginnen. Tatkräftig unterstützt wurden sie vom stellvertr. Schulleiter Herrn Gaida, geschäftsführenden Schulleiter und Grundschulrektor Herrn Mosthaf und einigen NABU-Mitgliedern.

Mitgliederversammlung 24. März 2017

 

Das Naturdenkmal Steppenheide auf dem Michaelsberg in Gundelsheim ist regelmäßiger Einsatzort der aktiven Landschaftspfleger des NABU. Doch am 24. März trafen sich die Mitglieder zur diesjährigen Hauptversammlung im Schäfer´s Landrestaurant.

 

Zu Beginn der Versammlung gedachte Vors. Klaus Schön der verstorbenen Mitglieder des Vereins. Stellvertretend hob er besonders das Wirken von Frau Irene Würth hervor, welche dem NABU 1983 ein Grundstück für die Greifvogelpflegestation auf ihrem Firmengelände zur Verfügung gestellt hatte.

 

K. Schön berichtete danach über die erfolgreichen Aktivitäten des vergangenen Jahres. Umfangreiche Landschaftspflegeaktionen auf Grundstücken in Bad Friedrichshall, Degmarn, Tiefenbach, Gundelsheim und Widdern (insg. rd. 1.000 Arbeitsstunden) sowie mehrere Exkursionen oder die Teilnahme am Schachtseefest gehören wie die Besuche an Treffen der Naturschutzverbände zu den jährlichen Aufgaben der Aktiven. In der Greifvogelpflegestation waren für die Pflege der Tiere 3480 Arbeitsstunden nötig. Die Projektleiter gaben einen umfangreichen Einblick in die Bereiche Amphibienschutz, Schleiereule, Wasseramsel und Eisvogel sowie Jugendarbeit und Umweltbildung. Für Paul Haag war es der 41. und letzte Bericht über die Population der Wasseramsel an der Schefflenz. Aus Altersgründen beendet er nun die Betreuung dieser schützenswerten Vogelart. Gerade im letzten Kontrolljahr gab es durch das Maihochwasser einen erheblichen Verlust an Nistkästen und Bruten.

 

Horst Schulz gab nach mehr als 30 Jahren seinen letzten Bericht zu Stellungnahmen für den ehrenamtlichen Naturschutz bei Flächennutzungs- und Bebauungsplänen ab. Der Flächenverbrauch schreitet unaufhaltsam fort, während Natur- und Umweltschutz auf der Strecke bleibt.

 

Ein weiteres Thema war der Fortbestand der Ortsgruppe, da die Personaldecke seit Jahren geringer wird und Nachwuchs fehlt. Hier erhofft sich die NABU Gruppe mit dem neuen Jugendleiter Albrecht Roloff über die Naturschutzjugend einen erfolgreichen Schub.

 

Bei Kassiererin Susanne Messner waren auch 2016 die Finanzen in besten Händen. Ihr und allen anderen Vorstandsmitgliedern wurde einstimmig Entlastung erteilt.

 

Die zur Wahl stehenden Vorstands- und Ausschussmitglieder wurden einstimmig für weitere 2 Jahre bestätigt. Für den 1.Vors. Klaus Schön fand sich kein Nachfolger, so dass er noch ein weiteres Jahr mit einstimmiger Wiederwahl die NABU Gruppe führt.

 

Langjährige Mitglieder wurden für ihre Treue mit Urkunde, Nadel und einem Weinpräsent geehrt: Leopold Hessek (30 Jahre), Siegfried Keim und Helmut Weber (40 Jahre) sowie Paul Haag (50 Jahre). H. Weber und P. Haag erhielten für ihre ehrenamtliche jahrzehntelange Aktivität in der Greifvogelpflegestation und im Wasseramsel- und Eisvogelschutz besondere Buchpräsente. Ebenso wurde Vorstand Klaus Schön mit einem Buchpräsent für 5 arbeitsreiche Jahre gedankt.

 

Erhaltung der Streuobstbäume am Plattenwald und in Degmarn

Um auch in Zukunft Streuobst für den Steinkauz-Apfelsaft und Apfelschorle bei Fruchtsaft Beil in Neckarsulm abliefern zu können, waren an einigen Samstagen im Februar und März Helfer beim Baumschnitt auf der städtischen Obstwiese am Plattenwald und in Degmarn im Einsatz. Mit von der Partie waren wie im vergangenen Jahr bei zwei Einsätzen Gärtner des städtischen Bauhofs Bad Friedrichshall.

Der NABU wird durch die Förderung des Landes Baden-Württemberg bei der Erhaltung der alten Streuobstsorten unterstützt, hat aber im Gegenzug die angemeldeten Apfelbäume innerhalb von 5 Jahren zwei Mal zu schneiden.  Die durch Überalterung ausfallenden Bäume ersetzt die NABU Gruppe sukzessive mit Neupflanzungen alter Sorten.

Geschenk zum Partnerschafts-Jubiläum

Die NABU-Gruppe "Kleiner Odenwald und Umgebung e. v." pflanzte im Anschluss an eine Pflegemaßnahme auf der Streuobstwiese in Daudenzell einen Apfelbaum. Der Baum wurde anlässlich des 25-jährigen Partnerschafts-Jubiläum von der Ortsgruppe Bad Friedrichshall als Geschenk übergeben.

Einsatz in Widdern beendet arbeitsreiches Jahr

Zur jährlichen Mahd des aufgelassenen Weinbergs fanden sich dieses Mal am 26. November 13 ehrenamtliche Helfer aus Bad Friedrichshall und Möckmühl zusammen. Dabei stand weniger der lohnende Ausblick auf das Jagsttal als vielmehr der Erhalt der wertvollen Flora und Fauna im Mittelpunkt. 65 Einsatzstunden waren Voraussetzung für eine weitere gute Entwicklung für das kommende Jahr.

Der Erwerb des 28a großen Halbtrockenrasens geht auf eine Schenkung von Hans-Günther Freygang aus dem Jahr 1996 zurück. In den zurückliegenden 20 Jahren hat sich hier auf dem Oberen Muschelkalk ein 24a Biotop vor allem mit Orchideen (Breitblättrige Stendelwurz, Großes Zweiblatt, Knabenkräuter),Wiesensalbei, Zypressenwolfsmilch, Silberdistel, Oregano und Thymian also ein Eldorado für Insekten und Schmetterlinge entwickelt. Hinzu kommen an der Hangkante zu den einzelnen Terrassen Trockenmauern als Lebensraum für Eidechsen

Gemeinschaftsaktion von Gemeinde, Feuerwehr und NABU

„Baum des Jahres“ eine Winterlinde in Oedheim gepflanzt

Anlässlich des 150jährigen Feuerwehrjubiläums in Oedheim pflanzte Bürgermeister Schmitt zusammen mit Aktiven der Feuerwehr und des Naturschutzbundes Bad Friedrichshall u. Umgeb. e.V. eine Winterlinde (Tilia cordata), den „Baum des Jahres 2016“.

 

Für den bereits stattlichen Baum hatten die Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde das Pflanzloch  vorbereitet. Mit vereinten Kräften konnte die von der Baumschule Heckmann angelieferte Linde gesetzt und anschließend auf ihr gutes Gedeihen angestoßen werden. Der Ehrenkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Oedheim hatte für den nötigen „Geist aus der Flasche“ gesorgt.

 

Bürgermeister Schmitt dankte allen Akteuren für die Bereicherung des Baumbestandes am Hallenbad, wo bereits mehrere Bäume des Jahres in der Vergangenheit gepflanzt worden sind.

Mit der Linde verbinden sich Sagen und Mythen. Ob bei den Kelten, Germanen, Römern oder Christen, sie hatte immer eine besondere Beziehung zu den Menschen. Unter ihr wurden Rechtsstreitigkeiten ausgetragen und gelöst und vor allem im Mittelalter war Lindenholz -lignum sanctum – heiliges Holz, aus welchem berühmte Heiligenfiguren geschnitzt wurden. Der Lindenblütentee mit seiner Heilkraft gegen Erkältungskrankheiten hat bis heute überdauert und die Bienen werden vom süßlichen Geruch angelockt und schätzen den Nektar.

Jahresausflug Schilfsandtsteinbruch und Waldheide

Am 16. Oktober 2016 fand unser dieserjähriger Ausflug statt. Ganz nach dem  Motto "Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?" trafen sich die Teilnehmer zu einer Wanderung im Naturschutzgebiet Schilfsansteinbruch beim Jägerhaus in Heilbronn. Unter fachkunder Leitung von Wolf-Dieter Riexinger ging es durch den ehemals bedeutendsten Steinbruch Württembergs, welcher seit 1460 über ein halbes Jahrtausend wertvolles Baumaterial lieferte.

Der Rundweg führte die Naturliebhaber über die sonnige Waldheide zurück zum Ausgangspunkt, der Gaststätte Jägerhaus. Dort konnten sich die Wanderer nach der beeindruckende, fast 3-stündigen Tour, bei einem guten Essen stärken.

Streuobst in aller Munde

 

Ein Apfel am Tag, erspart manchmal den Weg zum Arzt. Frei übersetzt aus dem Englischen gilt das ganz besonders für die alten Streuobstsorten, welche in diesem Jahr dem NABU Bad Friedrichshall reichlich „in die Hände fielen“.

 

Von den Streuobstwiesen am Plattenwald in Tiefenbach und in Degmarn konnten Mitglieder und Freunde mehr als 13 Tonnen für den Steinkauz Apfelsaft und die Steinkauz Apfelschorle in den vergangenen Wochen ernten und bei der Fa. Fruchtsaft Beil in Neckarsulm abliefern. Unser zertifiziertes Streuobst wird in einer eigenen Pressung für das Steinkauz-Streuobstprojekt, bei dem der NABU Bad Friedrichshall beteiligt ist, zum hochwertigen Saft. Wir erhalten damit die alten  Hochstammapfelsorten wie Brettacher, Boskoop, Freiherr von Berlepsch, Goldparmänen, Gewürzluiken, Rheinischer Krummstiel, Öhringer Blutstreifling, Oberländer Himbeerapfel, Schweizer Glockenapfel, Zabergäurenette  u.a. aber auch alte Birnensorten wie Bayrische Weinbirne, Kirchensaller Mostbirne und Palmischbirne.

 

Die Schüler und Schülerinnen der Grundschule Plattenwald hatten inzwischen ebenfalls Freude an der Apfellese und werden die Äpfel in der Schule zu Saft, Kuchen und Apfelringe verarbeiten.

 

Die Obstwiese am Plattenwald hat der NABU 1995 zur Pflege übernommen, als das Städtische Obstgut seinen Betrieb einstellte. Die Flächen in Tiefenbach und Degmarn erhielten wir im Zuge der Flurneuordnung zum Eigentum übertragen.

 

Im vergangenen Jahr hat der NABU deshalb mit dem Erlös aus dem Apfelverkauf 45 neue Obstbäume auf den Streuobstwiesen am Plattenwald und in Oedheim-Degmarn  gepflanzt.  Auch für diesen Herbst ist noch eine Ergänzungspflanzung vorgesehen. Durch die Unterstützung der Gemeinden wurden wir in das Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg aufgenommen. Beim notwendigen Obstbaumschnitt und der Wiesenpflege werden wir vom Bauhof der Stadt Bad Friedrichshall tatkräftig unterstützt. In Tiefenbach übernimmt die Stadt Gundelsheim die Kosten für die Lagerung des Grasschnitts zur Kompostierung.

 

Die Streuobstwiesen sind allerdings kein Müll-bzw. Gartenabfallplatz. Wir mussten bereits mehrfach solche Materialien abfahren. Wir möchten deshalb die Spaziergänger am Plattenwald bitten, auf solche Vorgänge zu achten und die Stadt Bad Friedrichshall bzw. den NABU zu benachrichtigen.

 

Startschuss für die Apfelernte 2016

Streuobstwiese am Plattenwald am 24. September

Familientag im Kocherwald

Am Sonntag, den 18. September, stand wieder jede Menge Spaß auf dem Programm. Wie jedes Jahr im September veranstaltete der NABU seinen Familientag im Kocherwald. Die verschiedenen Attraktionen mussten wegen des regnerischen Wetters unter dem Dach des Waldheims aufgebaut werden. So konnten die Besucher auch bei Regen mit Naturmaterialien basteln, Nistkästen bauen oder Kräutersalz und Teebeutel herstellen. Am Stand der Wolfsbotschafter erfuhr man Interessantes rund um den Wolf. Eine kleine Ausstellung präsentierte verschiedene Bruthöhlen sowie Tierpräparate, die Volkshochschule informierte über ihr Angebot. Aber auch für Action war gesorgt: Die jüngeren Gäste konnten mit dem „Flying Fox“ von Baum zu Baum gleiten oder an einer anderen Station gut gesichert einen Baum hochklettern. Etwas ruhiger ging es bei der Märchenerzählerin zu. Eine fachkundige Führung durch den Wald rundete das Programm ab. Natürlich war auch wieder für das leibliche Wohl bestens gesorgt.

Wer arbeitet muss auch mal feiern!

Bei schönem Sommerwetter trafen sich Mitglieder und Helfer am 31. August zu einem Helferfest in Kochendorf. Vorstand Klaus Schön hat bei sommerlichen Temperaturen seinen Backofen angeheizt und die Besucher mit leckeren Fladen und Pizzen verköstigt.

Mähaktionen auf Streuobstwiesen in Degmarn und Tiefenbach im August

Babyalarm

Dieter Hiemer wurde Retter in der Not und so zur "Ersatzmutter" eines Fledermausbabys. Es handelt sich vermutlich um ein Graues Mausohr. Gefunden wurde das hilflose Tier von einer Anwohnerin der Steige in Oedheim. Der Versuch, das Tierkind seiner Mutter zurückzuführen, scheiterte. Mit einer stündlichen Gabe Katzenmilch, einer gut temperierten Wärmflasche und viel Liebe soll es nun so weit zu Kräften kommen, dass es wieder in die Freiheit entlassen werden kann.

Bau einer Trockenmauer im Schulgarten

Kooperation zwischen Friedrich von Alberti Gymnasium und NABU

Auf Anfrage von Biologielehrer Axel Schütz wurde bei einem Besprechungstermin vor Ort mit Peter Heidinger und Horst Schulz die Unterstützung des NABU beim Bau einer Trockenmauer vereinbart.

Die Schüler der Bio AG ,  zwei Lehrer, sowie Kurt Zöphel, Paul Haag und Horst Schulz legten am ersten Sommertag dieses Jahres fachmännisch Hand an, und ließen ringförmig die unteren Reihen der Trockenmauer entstehen. A. Schütz hatte die entsprechenden Muschelsteinquader, den feinen Schotter für den Unterbau und den groben Schotter als Füllmaterial aus dem Steinbruch in Gundelsheim anfahren lassen. In einer weiteren Aktion der Bio AG wird die Trockenmauer fertiggestellt und soll vor allem wärmeliebenden Tieren wie z.B. Eidechsen Unterschlupf bieten.

Kocherfluten vernichten wertvolle Naturdokumente

Das Hochwasser hat am 30.05.16 den Keller der Kochertalschule in Oedheim 1,80m hoch geflutet und wertvolle Naturdokumente, nämlich die Schaukästen mit den Unikaten, den eindrucksvollen Waben von Hornissen und Wespen unwiederbringlich zerstört.

Dieter Hiemer, Natur- und Vogelschützer aus Leidenschaft, steht fassungslos vor den Resten seiner Natursammlung und ehrenamtlichen Arbeit. Die Schulleitung der Kochertalschule  und Bürgermeister Schmitt hatten ihm dankenswerterweise im Keller der Schule einen Raum zur Lagerung der Materialien zur Verfügung gestellt.

Seine Sammlung setzte er immer wieder erfolgreich als Anschauungsmaterial in Kindergärten, Grundschulen, Pflegeheimen und bei NABU Veranstaltungen ein und konnte mit ihr Groß und Klein die Zusammenhänge in der Natur näherbringen.

Die örtliche Gruppe  wird ihren Aktiven Dieter Hiemer in dieser Situation nicht alleine lassen und nach Lösungen suchen, um wenigstens einen Teil des materiellen Schadens zu ersetzen. Der ideele Wert ist allerdings durch die Gewalt des Wassers verloren gegangen.

Sonntägliches Lerchenkonzert

Einen besonderen Naturspaziergang erlebten die Teilnehmer der Vogelkundlichen Exkursion unter der fachkundigen Leitung von Paul Haag am 29. Mai. Von der Wallfahrtskirche Höchstberg ging es durch die Feld- und Wiesenflur zum Ilgenberg. Nach dem nächtlichen Regen wurde es ein wunderschöner Frühlingsmorgen. Aus dem Jagsttal stiegen die Nebel auf und über den Feldern schraubten sich gleich 4 Lerchen in großen Kreisen jubilierend in den Himmel. Eine Grasmücke stimmte zusammen mit der Goldammer und dem Buchfink  in das Chorkonzert mit ein. Am Naturdenkmal Ilgenberg wurden wir vom Turmfalken und den Meisen beobachtet.

 

Auf dem Rückweg entlang der alten Obstwiesen kam das Gespräch auf den Wendehals, dem Verwandten der Spechte, den wir seit Jahren nicht mehr beobachten konnten. In diesem Moment meldete er sich mit seinem charakteristischen Ruf und wir konnten sogar zwei Exemplare anlocken, was für ein besonderes Erlebnis. Zum Abschluss überraschte uns noch ein Grünspecht Weibchen im Pfarrgarten der Kirche.

H. Schulz bedankte sich im Namen der Teilnehmer beim Ornithologen Paul Haag mit einem kleinen Präsent.

Es grünt, blüht ... und schmeckt auch gut!

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich am 22. Mai Naturfreunde bei der Fleckinger Mühle zwischen Bad Wimpfen und Hohenstadt. Auf Einladung des NABU leitete Ingrid Hagner, Heilkräuterexpertin  aus Obereisesheim, die Kräuterführung. Während des zweistündigen Spaziergangs entlang des Baches „Klinge“ beeindruckte Frau Hagner wie gewohnt die Teilnehmer mit ihrem großen Wissensschatz über die heimischen Heilpflanzen und ihre Anwendungsmöglichkeiten. So kann zum Beispiel das goldgelb blühende Fünffingerkraut wie auch der Storchschnabel u. a. bei Hautproblemen verwendet werden. Der Stinkende Storchschnabel ist auch als Ruprechtskraut bekannt. Als Heilkraut wirken Farne gegen Rheuma und Gicht, die Farnblätter wurden früher unter die Matratze gelegt. Der stark wuchernde Giersch ist nicht nur ein leckeres „Unkraut“, sondern auch gut gegen Gelenkschmerzen. Aus den gerösteten Samen des Klettenlabkrauts kann Kaffee-Ersatz gemahlen werden. Dies dürfte jedoch eine recht mühsame Alternative sein. Oft ist aber auch Vorsicht geboten. So ist die glatte Hundspetersilie giftig, die krause oder glatte Petersilie jedoch ein gesundes und beliebtes Küchenkraut. Im Allgemeinen gilt in der Pflanzenheilkunde der Leitsatz: Weniger ist mehr. Zum Abschluss saßen die Teilnehmer im Biergarten der Fleckinger Mühle zusammen und ließen den schönen Sonntagvormittag mit einem gemeinsamen Vesper ausklingen.

Apfelbäume in voller Blütenpracht

Obstbaumpflanzaktion mit Bürgermeister M. Schmitt

 

4 Obstbaumhochstämme (2 Birnen, 2 Äpfel) der Sorten Gellerts Butterbirne, Oberösterreichische Birne, Brettacher und Jakob Lebel wurden mit tatkräftiger Unterstützung von Bürgermeister M. Schmitt auf dem NABU Grundstück in Degmarn gepflanzt und von Frau Plückthun zur Veröffentlichung in der Heilbronner Stimme dokumentiert.

 

6 Aktive der NABU Gruppe: Paul Haag, Josef Hefele, Peter Heidinger, Dieter Hiemer, Horst Schulz und Kurt Zöphel freuten sich am 8. April über die tatkräftige Mithilfe von BM Schmitt und seine Wertschätzung für die Streuobstflächen. Im „Gepäck“ hatte der Bürgermeister noch einen Scheck der Gemeinde für die Greifvogelpflegestation.

 

Die Streuobstbäume im Gewann „Neugereuth“ wurden mit Unterstützung von Herrn Schmitt in das Streuobstförderprogramm des Landes Baden-Württemberg aufgenommen. Wir bedanken uns für die doppelte Hilfe beim Gemeindechef.

 

39 Hochstämme Birnen und Äpfel gepflanzt,           50 Obstbäume geschnitten

Streuobst-Pflanzplan Plattenwald 2016.pd
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Auf der Streuobstwiese am Plattenwald, dem ehemaligen Obstgut der Stadt Bad Friedrichshall haben die NABU Aktiven unterstützt von syrischen Helfern und einem Kleinbagger der Fa. Englert 39 Hochstämme von Birnen und Äpfeln alter Streuobstsorten gepflanzt. Darunter waren bei Kennern bekannte Apfelsorten wie Champagner Renette, Cox Orange, Finkenwerder Herbstprinz, Rheinischer Bohnapfel, Roter Berlepsch, Jakob Lebel, Kaiser Wilhelm, Roter Boskoop und Berner Rosenapfel. Birnensorten waren Pastorenbirne, Clapps Liebling, Winterdechant und Bosc’s Flaschenbirne. Damit konnten die inzwischen ausgefallenen alten Obstbäume ersetzt und der Lebensraum Streuobstwiese in Bad Friedrichshall ein Stück erneuert werden.

Vielleicht gelingt es langfristig die Sortenvielfalt bei Äpfeln und Birnen in den Verbrauchermärkten wieder zu erhöhen, wenn auch die Kundennachfrage nach den alten schmackhaften Sorten wächst.

Seit Jahren haben wir auch den Streuobst-Apfelsaft und die Streuobst-Apfelschorle im Angebot. Firma Beil in Neckarsulm stellt diese Köstlichkeit jeden Herbst in einer separaten Pressung her.

Gleichzeitig wurden auf der Obstwiese am Plattenwald  50 Obstbäume unter tatkräftiger Mithilfe der Mitarbeiter des städtischen Bauhofs geschnitten, wofür wir uns herzlich bedanken. Die NABU Gruppe Bad Friedrichshall ist mit Unterstützung der Stadtverwaltung in das Streuobstförderprogramm des Landes Baden-Württemberg aufgenommen worden. Das bedeutet, dass die gemeldete Anzahl der Streuobstbäume innerhalb von 5 Jahren 2x geschnitten werden müssen. Auf diese Weise gelingt es uns das Kulturgut Streuobst als besonders schützenswertes Merkmal des Landes Baden-Württemberg zu erhalten. Die Streuobstwiesen sind übrigens der UNESCO als Besonderes Kulturerbe vorgeschlagen worden.