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Sensationelle Beobachtungen der Kornweihen in Bad Friedrichshall-Untergriesheim durch Thomas Kemmel

Thomas Kemmel von der NABU Gruppe hat in den letzten Wochen wiederholt Kornweihen auf dem Durchzug in Untergriesheim auf den Kleeäckern von Ortsvorsteher Michael Mandel bei der Mäusejagd beobachtet und dokumentiert. Herr Mandel hat deshalb die Flächen als Jagdgebiet für die auf der Roten Liste stehenden und vom Aussterben bedrohte Art nicht umgebrochen und wird seine Fruchtfolge umstellen. Die Kornweihe gehört zu den habichtartigen schlanken Greifvögeln, der runde Kopf des Weibchens hat ein eulenartiges Gesicht. Kornweihen sind Überraschungsjäger. Im niedrigen Suchflug erbeuten sie Mäuse, vor allem Wühlmäuse, andere Kleinsäuger, Vögel, Kaninchen und Eidechsen. Diese seltene Brutvogelart hat ihre letzten Refugien als Charakterart der Dünenlandschaften mit weniger als 25 Brutpaaren vor allem auf den Inseln im niederländisch-deutschen Wattenmeer. 1994 wurden noch 152 Brutpaare gezählt, seit den 2000er Jahren ist der Bestand massiv eingebrochen. Nachdem die Bruten nach wie vor erfolgreich sind, liegen die Ursachen außerhalb der Brutzeit auf den Zugwegen. Es ist deshalb eine intensivere internationale Forschung auf den Zugrouten nach Afrika und in der Folge ein koordiniertes Schutzprogramm über Ländergrenzen hinweg in den Rast- und Überwinterungsgebieten notwendig. Ein solches Rastgebiet scheint sich nun im zweiten Jahr, dank der Unterstützung des Ortsvorstehers und Landwirts Michael Mandel in Untergriesheim zu etablieren. Hier garantiert das Kulturland die Nahrung für den Weiterflug in den Süden bzw. im Frühjahr auch in den Norden. Ursachen für den Rückgang und möglichen Verlust dieser imposanten Vogelart sind neben der Zerstörung des Lebensraums, Pestizide, Monokulturen und tierische Feinde.

Alte Apfelsorten ein Genuss!

Die NABU Mannschaft unter den ausladenden Ästen eines Brettachers

Auf den Streuobstwiesen hat die Apfellese begonnen und der NABU Bad Friedrichshall hat Dank 21 Helferinnen und Helfer beim ersten Einsatz auf dem städtischen Grundstück am Plattenwald 4,8 Tonnen geerntet. Bei herrlichem Wetter und einem stärkenden Vesper waren fleißige Hände von 8 -80 im Einsatz.

Die Palette der Sorten reichte vom Brettacher, über Freiherr von Berlepsch, dem Glockenapfel, der Goldparmäne , dem Öhringer Blutstreifling bis zum Rheinischen Krummstiel. Die Vielfalt der Sorten gibt dem Steinkauz Apfelsaft, welcher bei Fruchtsaft Beil in Neckarsulm gepresst wird, einen unverwechselbaren Geschmack. Schon Martin Luther wusste die alten Apfelsorten zu schätzen: „Wenn ich wüsste dass morgen die Welt unterginge, pflanzte ich doch heute noch einen Baum“. Die Welt ist zwar erhalten geblieben, aber die alten Sorten finden wir im Supermarkt kaum noch, deshalb hat der NABU am Plattenwald in den letzten Jahren 50 neue Streuobstbäume gepflanzt und setzt diese Aktion auch im kommenden Winterhalbjahr fort. Wir machen dies nicht aus Erwerbsgründen, sondern zur Erhaltung alter Sorten.

 

Wir würden uns freuen, wenn viele Bürgerinnen und Bürger von Bad Friedrichshall diesem Beispiel folgen. Pflanzen Sie Ihren Baum, unsere Nachkommen werden es Ihnen danken.

Auch am folgenden Wochenende trafen sich erneut viele fleißige Helferinnen und Helfer und füllten mehrfach die Apfelkisten.

Junger Eisvogel auf Abwegen                         Erfolgreiche Rettung durch Thomas Kemmel

Die Schulsekretärin der Otto-Klenert-Realschule Frau Pitsch reagierte spontan, als ein junger, erschöpfter Eisvogel auf dem Schulhof gelandet war. Hier konnte nur noch der NABU „Eisvogelmann“ Thomas Kemmel helfen. Er ist seither nach Rücksprache mit Herrn Genzwürker von der Unteren Naturschutzbehörde  - Eisvögel stehen unter Naturschutz - Ersatzelternteil für den kleinen Fischfresser.  Da er auch als Fischereiberechtigter mit kleinen Lauben aus dem Kocher für die passende Nahrung sorgen kann, ist der kleine Kerl bestens versorgt. 4-5 Fische am Tag haben ihn wieder ins Leben zurück gebracht. Dabei muss man wissen, dass die Fütterung mit Fischen mit dem Kopf voraus erfolgt, damit sie auch gut hinunterrutschen.

 

Nach etwa weiteren 10 Tagen in der Pflege kann er an Jagst, Kocher oder Schefflenz in seinen natürliche Lebensraum wieder entlassen werden.

 

Thomas Kemmel ist für den NABU auch Projektleiter für die Wasseramsel und den Eisvogel sowie Biberbeauftragter des LRA Heilbronn.

 

Mähroboter sind eine leise Gefahr für Gartentiere

NABU empfiehlt mehr blühende Wildnis statt grüner Monotonie
Pressemitteilung vom 02.07.2020.pdf
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Gesellige Weinprobe mit Vepser in der Weinstube Politschek am 7. März

Engagement des NABU Bad Friedrichshall für die Streuobstwiesen

Wie in jedem Jahr war die Projektgruppe „Landschaftspflege / Streuobst“ der NABU Gruppe beim Obstbaumschnitt an drei Samstagen auf der städtischen Obstwiese am Plattenwald im Einsatz. Es wurde bei rd. 80 Apfel- und Birnbäumen ein Erhaltungsschnitt durchgeführt, damit auch in diesem Jahr durch die Obsternte der Streuobstapfelsaft erzeugt werden kann.

 

Die 3 Bilder zeigen den Schnittfortschritt bei einem Birnbaum der Sorte „Gräfin von Paris“.

 

Ein gutes Vesper war die Grundlage für jeden erfolgreichen ehrenamtlichen Einsatz.

 

„Fliegende Wölfe und Miniaturlöwen“ erlebten große Resonanz

Mit einer eindrucksvollen Power Point Präsentation über Spezialisten im Insektenreich faszinierte Referent Wolf-Dieter Riexinger bei der Kooperationsveranstaltung von NABU und Gemeinde Offenau im Kulturforum Saline mehr als 50 Besucher.
H. Schulz vom NABU Bad Friedrichshall u. Umgeb. e.V. konnte auch Bürgermeister Folk begrüßen und ging  auf den Vorbildcharakter der Gemeinde Offenau durch die Auszeichnung des Landes Baden-Württemberg und des NABU bei der Aktion „Natur nah dran“ ein. Denn Offenau hat passend zum Referententhema ein Stück Biologische Vielfalt für Insekten wieder zurückgeholt.
Im Mittelpunkt des Vortrags  standen der Bienenwolf (Fliegender Wolf) und der Ameisenlöwe (Miniaturlöwe) Beide sind auf der Jagd vor unserer Haustüre. Es bedarf allerdings des geschulten Auges und der Kenntnis über den erforderlichen Lebensraum, um diese Arten aufzuspüren.  Die Palette der Bilddokumente  mit phantastischen Nahaufnahmen begeisterte die Besucher.
Bienenwölfe sind Vegetarier und ernähren sich von Blütenektar. Die Weibchen erbeuten Honigbienen  und werden dabei vom Nektargeruch angelockt. Sie lähmen die Beutetiere mit einem Stich und tragen sie in ihre bis zu 1m lange Brutröhre ein, welche mehrere Kammern enthält. Dort dienen die Beutetiere als Nahrung für die Bienenwolflarven. Bienenwölfe gehören zu den Grabwespen und machen ihrem Namen alle Ehre. Sie graben ihre Neströhren in sandige kiesige, lockere Erde. Um die Brut vor Pilzen zu schützen, kultivieren sie Bakterien.
Der Ameisenlöwe ist das Larvenstadium der Gefleckten Ameisenjungfer. Die Larvenentwicklung dauert bis zu 2 Jahre. Der Ameisenlöwe legt im Boden an trockenen, geschützten Stellen kleine Fangtrichter an. Am Grunde lauernd, wirft er  mit seinem Kopf und den Kiefernzangen Sand auf die Beutetiere, vorwiegend Ameisen, wodurch diese in den Trichter rutschen. Sinnesborsten an seinem Körper registrieren die sich nähernde Beute, welche mit Gift aus den Zangen  getötet und zur Nahrungsaufnahme vorbereitet wird. Die Flugzeit der nachtaktiven  Ameisenjungfer, welche zu den Netzflüglern gehört, ist von Juni bis September.
Neben der sehr seltenen Schmetterlingshaft mit den charakteristischen Unterscheidungsmerkmalen der Geschlechter, bestachen auch die Porträts von Sand- und Goldwespen. Eine Anzahl Aufnahmen stammten aus dem eigenen Naturgarten des Referenten.
Bürgermeister Folk bedankte sich bei W. D. Riexinger für die stete naturschutzfachliche Beratung. H. Schulz verwies auf die Nachhaltigkeit bei der Erhaltung der Biologischen Vielfalt hin, denn ohne Insekten  und ihre notwendige Blütenbestäubung wird auch der Gesang der Vögel verstummen. Er dankte  Frau Herwerth-Gajer von der Verwaltung und dem Bauhof unter der Leitung von Herrn Beer für die begleitende Unterstützung zur Veranstaltung mit einem kleinen Präsent.
 

Baumpflanzanktion auf der Streuobstwiese am Plattenwald mit Unterstützung von Schülern der Amorbachschule am 29. November

 

Bericht einer Schülerin zur Baumpflanzaktion:

Lerngang auf die Streuobstwiese

Am Freitagmorgen, den 29. November 2019 gingen wir – die Klasse 6 a der Amorbachschule – in zwei Gruppen zur Streuobstwiese im Plattenwald. Als wir ankamen, warteten die Männer von der Nabu auf uns und hatten schon alles vorbereitet: junge Bäume, die auf dem Boden lagen, ausgegrabene Löcher, das Gitter und die Schaufeln. Zuerst gingen wir zu den gegrabenen Löchern und schaufelten ein bisschen Erde hinein, danach das Gitter und dann wieder ein bisschen Erde. Der junge Baum wurde in das Gitter gesetzt, festgemacht und die Erde aufgeschüttet. Anschließend durfte jeder einmal auf die Leiter und musste mit dem Hammer auf den Pflock hämmern. Alle beeindruckte die Vielfalt an Werkzeugen. Kurz bevor wir gingen, bekam jeder eine Brezel und Apfelsaft. Der Arbeitseinsatz bereitete vielen sehr viel Spaß und das, obwohl es nass war und teilweise viel regnete. Die Aktion fand statt, weil in diesem Jahr keine Apfelernte möglich war. Wir werden in Zukunft im Rahmen der Aktion „Alles Heilbronner Äpfel“ weiter Apfelsaft von Streuobstwiesen verkaufen. (L.B)

 

Jährlicher Landschaftspflegeeinsatz im Natur-denkmal Steppenheide Michaelsberg in Gundelsheim

Zum vorletzten Landschaftspflegeeinsatz in diesem Jahr trafen sich einige Aktive des NABU zum jährlichen Arbeitseinsatz auf dem Michaelsberg in Gundelsheim. Durch eine jährliche Mahd wird so die Artenvielfalt des Naturdenkmals Steppenheide erhalten. Hier ist vor allem der Feld-Mannstreu zu erwähnen, welcher oft fälschlicherweise für eine Distel gehalten wird. Das angefallene Mähgut wird von der Stadt Gundelsheim abgefahren, damit in den Steppenheidebereich keine zusätzlichen Nährstoffe eingetragen werden. Unterstützt wurde die Ortsgruppe von einigen Helfern aus Bad Rappenau. Nach getaner Arbeit lud Familie Schäfer in ihr Landrestaurant zu einem leckeren Essen. Hierfür nochmals ein herzliches Dankeschön. So fand der Arbeitseinsatz einen schönen Ausklang.

 

Herzlichen Glückwunsch Paul Haag

Schon seit fast 40 Jahren wird der größte Feld-Mannstreu-Bestand des Landkreises Heilbronn auf der Steppenheide Michaelsberg in Gundelsheim vom NABU Bad Friedrichshall gepflegt. Tatkräftiger Helfer der ersten Stunde war Mitglied Paul Haag. Aus Anlass seines 80. Geburtstags lud der NABU am 16. Oktober zu einem Bildervortrag in den Schulungsraum des FSV in Jagstfeld ein. Wolf-Dieter Riexinger erläuterte anhand seines vielfältigen Bildmaterials u. a. die Bedeutung des Feld-Mannstreu als attraktive Nahrungsquelle für viele einheimische Insekten, Erscheinungsbild, seine nacheiszeitliche Einwanderungsgeschichte sowie das heutige Verbreitungsgebiet.

Vorstand Werner Wacker dankte Paul Haag für seine langjährige ehrenamtliche Vereinsarbeit und gratulierte im Namen der Ortsgruppe zum runden Ehrenfest.

"Bäume, Blätter und Früchte"

NABU-Angebot im Bunten Klassenzimmer der BUGA

Baumwanderung durch den Kocherwald mit Horst Schulz am Sonntag, den 15. September

Projekt Kinder & Natur: Die Wildblumenwiese

Die Wildblumenwiese ist wohl der bunteste Lebensraum für Tiere und Pflanzen unserer Heimat. Leider ist dieser Lebensraum auch einer der gefährdetste, ganze 2 % der ursprünglichen Wiesenvorkommen sind uns geblieben. Im vergangenen Frühjahr reifte bei NABU-Mitglied Thomas Kemmel die Idee, eine Wildblumenwiese in Untergriesheim anzulegen. Mit dem Traktor vorbereitet wurde die Fläche von Ortsvorsteher Michael Mandel, der ebenso wie Friedhelm Haas das Projekt tatkräftig unterstützt. Die Fläche ist Forscherwiese für Grundschule und Kindergarten. Ebenso möchte der NABU mit dieser kleinen, blühenden Insel Bürger und Landwirte für die Gestaltung solcher Flächen gewinnen. Dass die Aktion bei der Bevölkerung gut ankommt, zeigen Thomas Kemmel die vielen positiven Rückmeldungen.

 

Einblick ins Reich der Kräuter

Einheimische Kräuter sind eine Wissenschaft für sich. Allerdings wusste Kräuterpädagogin Ingrid Hagner bei einem Spaziergang am 27. Juli im Salinenpark Bad Rappenau die Teilnehmer spielerisch in die Geheimnisse  der Powerpflanzen einzuführen.

 

Der Bogen spannte sich von Wegerich (der Pflanzensaft wirkt auf der Haut bei Insektenstichen, die Blätter können als Salat verwendet werden), über die  Kamille (Tee), Wiesenlabkraut (aus den Wurzeln  kann ein roter Farbstoff gewonnen werden), Brennessel (zweihäusige Futterpflanze für Schmetterlinge), Bärenklau (Pflanzenflüssigkeit kann wie bei der Herkulesstaude zu Hautverbrennungen führen), Wilde Möhre (Heilpflanze, hoher Gehalt an ätherischen Ölen) Tüpfeljohanniskraut (Öldrüsen geben rötliche Flüssigkeit wie Blutstropfen ab, weshalb im Mittelalter als Zauberpflanze und bis heute als Heilpflanze bekannt), Nelkenwurz (Wurzeln wurden bis zur Einfuhr des Nelkengewürzes verwendet), Gundermann (alte Heilpflanze als Husten- und Wurmmittel), Kriechender Günsel, Natternkopf (Nektarpflanze), Gemeine Schafgarbe (Tee), Gemeine Wegwarte (getrocknete Wurzeln liefern den Kaffee-Ersatz = Zichorie) bis hin zum Weißen Steinklee (Bienenweide) und der rasenbildenden Kleinen Braunelle.

 

Auf der Wiese am Gradierwerk hat die Stadt Bad Rappenau Blühstreifen angelegt, welche für Wildbienen und vor allem für Schmetterlinge und besonders für den Distelfalter ein echtes Eldorado ist.

 

Nach zwei informativen, mit Anekdoten gewürzten Seminarstunden, erfrischte Frau Hagner die Teilnehmer mit einem herrlich kühlen Kräutergetränk und selbstgemachten Marmeladen aus Blutpflaume und Mirabelle.

 

H. Schulz bedankte sich im Namen der Teilnehmer für dieses ganz besondere Erlebnis im Jahresprogramm der NABU Gruppe.

 

Bundestagsabgeordneter Harald Ebner,        BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu Besuch beim NABU

In Verbindung mit der Kreisversammlung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN besuchte Harald Ebner MdB, den NABU Bad Friedrichshall  und ließ sich über die erfolgreiche Arbeit in der Greifvogelpflegestation durch Vors. Werner Wacker informieren. Er erfuhr, dass die Station auf dem Gelände der Fa. Eisenwerk Würth seit 1983 mit großem Erfolg die Pflege der Greife unter der Leitung von Helmut Weber durchführt. Jährlich waren dies bis zu 800 Pflegefälle von denen im Schnitt mehr als 80% wieder in die Freiheit entlassen werden konnten. H. Ebner zollte dieser Leistung des Ehepaares Wacker, H. Weber, der Bundesfreiwilligen und weiterer Helfer große Anerkennung.

 

Im Anschluss ließ sich der Bundestagsabgeordnete vor Ort auf der Oberen Fundel über das Bauvorhaben des Lidl Campus informieren. 16 ha offene  Landschaftsfläche werden dort für IT Arbeitsplätze bereitgestellt, aber gleichzeitig sind wichtige Biotopstrukturen für die Artenvielfalt verloren gegangen. Ersatzbiotope, besonders für die Zauneidechse, können immer nur 2. Wahl sein. Hinzu kommt der Verlust des Schutzgutes Boden und des Klimaausgleichs. Letzterer ist im Zeichen der Klimaveränderung besonders bedenklich. Der Ausbau der verkehrlichen  Anbindung mit der Zunahme des Verkehrslärms und weiteren Schadstoffbelastung in der Luft. Übrigens steigt der tägliche Flächenverbrauch in Baden-Württemberg wieder an, 2017 lag er bei 7,9 ha.  Das 30 ha Ziel der Bundesregierung  für das Jahr 2020 wird mit z. Zt. mehr als 60 ha um das Doppelte überschritten.

 

Harald Ebner aus dem Wahlkreis Schwäbisch Hall ist Sprecher seiner Bundestagsfraktion bei der Waldpolitik, Gentechnik und Bioökonomie sowie Obmann im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft.

 

Sein Credo: „ Raus aus strukturverarmten Landschaften ohne Baum und Strauch, rein in strukturreiche, blütenreiche , vielfältige Kulturlandschaften, die unsere Lebensgrundlagen erhalten.“

 

NABU beteiligt sich beim "Bunten Klassenzimmer" der BUGA in Heilbronn:

"Greifvögel und Eulen und ihre Lebensweise"

15. Stunde der Gartenvögel im Wohngebiet Eichäcker in Jagstfeld am 12. Mai

Der NABU Bad Friedrichshall beteiligte sich am Programm der Kultur Region Heilbronner Land. Aus Anlass der 15.Stunde der Gartenvögel boten wir einen Spaziergang durch den Wohnbereich Eichäcker in Jagstfeld in Kombination mit der Einbeziehung naturnaher, blühender Vorgärten für Wildbiene, Meise & Co. an. Das dramatische Insektensterben und in der Folge der Artenrückgang bei unseren heimischen Vogelarten ist Anlass genug, über unsere Verantwortung für die Schöpfung nachzudenken und zu handeln.  Mit der Vielzahl der Vorgärten und Grünanlagen haben wir es in der Hand, es auch in der Zukunft Brummen, Summen und Zwitschern zu lassen. Die bundesweite  Vogelartenzählung gibt dabei Aufschluss über deren Bestand und Entwicklungstendenzen.

1. Mai auf der grünen Wiese

NABU Aktive trafen sich am sonnigen 1.Mai unter den Streuobstbäumen auf der Obstwiese am Plattenwald. Bei guten Gesprächen, Kaffee und Selbstgebackenem sowie dem Flugbetrieb der Stare konnten wir die Seele so richtig baumeln lassen.

Liturgische Wanderung – ein besonderes Erlebnis

 

Unter der Leitung von Pfarrer Volker  Gemmrich und den NABU Aktiven Paul Haag und Horst Schulz erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besondere Stunden mit Gesang und Gitarrenbegleitung,  Gottes Wort in unserer heimischen Natur. Die Lieder „Danke für diesen guten Morgen…“ und „Geh aus mein Herz und suche Freud…“ waren ein Auftakt nach Maß, denn die besungenen Vogelarten Lerche, Taube (Ringeltaube) und Nachtigall stellten sich mit ihrem Gesang und ihren Rufen entlang des Salinekanals und der angrenzenden Feldflur ein. Auch der Psalm 8 gehörte dazu, benennt er doch die Tiere u.a. „die Vögel unter dem Himmel..“

Der Wettergott begleitetet uns wohlwollend  bei der Entdeckung bekannter und unbekannter Vogel- und Pflanzenarten und deren Besonderheiten. Besonders beeindruckend war der alte Baumbestand auf dem Salinenkanal mit Ahorn, Roßkastanie, Platane und Linde. An einem Baumstamm konnten wir eingeklemmte Zapfen, also eine sogenannte Spechtschmiede entdecken und der Gesang von Meisen, Grasmücken, Buchfinken und Rotkehlchen begleitete uns ebenso, wie das Rufen (Lachen) des Grünspechts. Paul Haag hatte Wissenswertes zum Vogel des Jahres „Die Feldlerche“ beizutragen. Mit der Anlage von „Lerchenfenstern“ in Getreidefeldern soll ihrem  starken Bestandsrückgang von 75% entgegen gewirkt werden.

 Die Flora am Wegesrand war durch Bärlauch, Aronstab (mit seiner Kesselfliegenfalle), Wiesensalbei, Wiesenlabkraut, Kleiner Wiesenknopf , den letzten Blüten des Frühblühers Scharbockskraut, der besonders geschützten Feldmannstreu u. vielen anderen vertreten. Nach 2 ½ Stunden endete ein informativer, erlebnisreicher Spaziergang durch die Natur vor unserer Haustüre.

Mitgliederversammlung

Zur diesjährigen Mitgliederversammlung am 1. April durfte der NABU Bad Friedrichshall 35 Mitglieder sowie 5 Gäste im Restaurant Saline in Offenau begrüßen. Der erste Vorsitzende Werner Wacker bedankte sich in seinem Rückblick bei allen Aktiven und Helfern für die erfolgreiche Arbeit sowie bei allen Spendern. Neben den regelmäßigen Landschaftspflegeaktionen auf verschiedenen Grundstücken bot die Ortsgruppe wie gewohnt allen Interessierten Exkursionen in der näheren Umgebung an. Leider blickt die Ortgruppe auf eine negative Entwicklung der Mitgliederzahlen. Um dem stetigen altershalben Mitgliederverlust entgegenzuwirken, wird sich die NABU-Gruppe an der vom Landesverband initiierten Mitgliederwerbung beteiligen. Im Januar 2019 hat die NABU-Bezirksgeschäftsführerin Annette da Luz Correia ihr Büro in Heilbronn bezogen. Sie beschrieb ihre Arbeitsschwerpunkte wie z. B. die Betreuung der einzelnen Gruppen. Im Anschluss erfolgten die Berichte der Kassiererin sowie der einzelnen Projektleiter. Neu angelaufen ist das Umweltbildungsprojekt „Kinder und Natur“ von Thomas Kemmel in Untergriesheim. Nach Diskussion und Aussprache standen die Wahlen an. Einstimmig wurde Ana Adriana Hociota als weiteres Vorstandsmitglied gewählt. Peter Heidinger trat die Nachfolge von Adolf Bauer als Gerätewart an. Zum Kassenprüfer wurden Michael und Martin Weckbach gewählt sowie Irmgard Heidinger und Barbara Nitschke als Ausschussmitglieder ohne Funktion. Zum Abschluss erfolgte die Ehrung der Vereinsmitglieder, die dem NABU seit 20, 30 sowie 40 Jahren die Treue halten. Unter den Anwesenden wurde Peter Heidinger und Andrea Olpp (30 Jahre) sowie Hans Hofmann (40 Jahre) mit einem Weinpräsent bzw. Blumenstrauß geehrt. Eine Dokumentation über unsere heimischen Amphibien von Rudi Blasmann beendete die Mitgliederversammlung.

 

v. l. Adriana Hociota, Werner Wacker, Susanne Messner sowie Annette da Luz Correia

v. l. Peter Heidinger und  Andrea Olpp (30 Jahre), Hans Hofmann (40 Jahre) sowie Vorstand Werner Wacker

Eine Ära geht zu Ende: Adolf Bauer 35 Jahre aktiver Landschaftspfleger

Der jährliche Landschaftspflegeeinsatz im Naturdenkmal Steppenheide Michaelsberg in Gundelsheim, war in diesem Jahr bedauerlicherweise der letzte für das NABU-Urgestein Adolf Bauer. Seit 1983 ist er unentbehrlicher, ehrenamtlicher Aktiver auf den NABU-Pflegegrundstücken und den Streuobstwiesen.

Als „Maschinenmeister“ ist A. Bauer die Verlässlichkeit in Person. Dank seiner Kenntnis und seines Könnens laufen unsere Balkenmäher, Motorsensen und auch unser NABU-Fahrzeug wie am Schnürchen! Mit ihm zusammen machte jeder Einsatz Freude. Seine 79 Jahre sieht man ihm bis heute nicht an, offenbar motiviert die Team-Arbeit beim NABU und hält gesund.

 

Auf dem Michaelsberg kündigte A. Bauer jetzt seinen Abschied vom „Außendienst“ an. Wir lassen ihn natürlich ungern gehen, aber haben auch Verständnis, dass er mit 80 den Balkenmäher aus der Hand geben will. Wir werden ihn vermissen und nicht ersetzen können, wünschen ihm und uns aber, dass er das nächste Lebensjahrzehnt bei bester Gesundheit erleben darf.

Landschaftspflege für Orchideen, bedrohte Vogel- und Schmetterlingsarten

Der NABU Bad Friedrichshall pflegt in Kooperation mit dem NABU Unteres Jagsttal seit 22 Jahren einen ehemaligen Weinberg in Widdern. Dazu gehört neben der Erhaltung der alten Weinbergmauern eine jährliche Mahd, um vor allem den Standort der Helmorchidee, aber auch der Golddistel, der Weinrose, der Akelei und der Bergflockenblume zu erhalten. Auf dem Sonnenstandort hoch über Jagst hat sich zudem ein Schmetterlingsbiotop entwickelt  und Neuntöter, Dorngrasmücke sowie Wendehals haben sich eingestellt.

Der Einsatz auf unserem vereinseigenen Grundstück bringt die Aktiven inzwischen allerdings an ihre körperlichen Grenzen. Deshalb haben wir um Unterstützung beim Amt für Umwelt und beim Landschaftserhaltungsverband im Landratsamt Heilbronn nachgefragt.

Wir würden uns natürlich bei unseren zahlreichen ehrenamtlichen Einsätzen in der Landschaftspflege und auf unseren Streuobstwiesen über weitere Helferinnen und Helfer aus der Bevölkerung freuen, denen die Erhaltung unserer noch vielfältigen Natur am Herzen liegt.

 

Einsatz im Regenüberlaufbecken am Attichsbach

Unterwegs auf den Spuren der Wildkatze

Das Naturparkzentrum in Zaberfeld war Ziel des diesjährigen Ausflugs unserer Ortsgruppe. Am 15. September 2018 führte uns Naturparkführer Herr Wennes durch die Dauerausstellung "Wildkatzenwelt Stromberg". Die Teilnehmer erhielten Informationen zur Ökologie, zum Körperbau , zu den Sinnesleistungen und zur Lebensweise der Wildkatze. Abgerundet wurde die Führung durch einen Spaziergang auf dem Hirschkäferweg. Bei Kaffee und Kuchen saßen wir noch in gemütlicher Runde im Wirtshaus am See mit schöner Aussicht auf die Ehmetsklinge.  

 

Start der Apfelernte 2018

Bereits am Samstag, den 25. August, startete der NABU mit der diesjährigen Apfelernte auf der Streuobstwiese am Plattenwald. Bedingt durch die Trockenheit fanden die Aktiven viele kleine Äpfel vor. Dank der fleißigen Helfer konnten bei der ersten Sammelaktion 5 große Holzkisten gefüllt werden und bei Firma Beil abgeliefert werden. 

Eisvogel am Kocher bei Neuenstadt

In den vergangenen Wochen beobachtete NABU-Mitglied Kurt Zöphel ein Eisvogelpaar am Kocher bei Neuenstadt, wo sich auch die Nisthöhle im Steilufer befindet. Der bunt schillernde Eisvogel war Vogel des Jahres 1973 und 2009.

Kinderferienprogramm "Wir bauen ein Insektenhotel"

Im Rahmen des Bad Friedrichshaller Ferienprogramms lud der NABU am 31. Juli in seine Greifvogelpflegestation. 13 junge Naturfreundinnen und -freunde befüllten Insektennisthilfen, die im heimischen Garten aufgehängt werden können. Nach getaner Arbeit konnten die Kinder die Greifvogelpflegestation besichtigen und zum Abschlus ein kleines Vesper mit Getränk genießen.

Bundesverdienstkreuz für das Nabu-Urgestein    Horst Schulz

Bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am 13.07.2018 in der Aula der Otto-Klenert-Schule charakterisierte Bürgermeister Timo Frey Horst Schulz als einen Menschen, der sich sein ganzes Leben lang in unterschiedlichsten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens engagiert und bleibende Verdienste erworben habe. So war der „Tausendsassa“ in Sachen Ehrenamt in seiner Jugend in Duisburg als Schülerlotse und Gruppenleiter der Pfadfinder aktiv, danach in seiner neuen Heimat Bad Friedrichshall beim Roten Kreuz, den Freien Wählern Bad Friedrichshall, verschiedenen Bürgerinitiativen und schwerpunktmäßig beim Naturschutzbund NABU.

 

 

 

Überreicht wurde das Bundesverdienstkreuz am Bande durch Dr. Andre Baumann vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. In seiner Laudatio skizzierte er den Berufsweg von Horst Schulz von dessen Ausbildung zum Gärtner über Bundeswehr und Studium zum Grund- und Hauptschullehrer bis hin zum Konrektor.

 

 

 

Als ehemaliger NABU-Landesvorsitzender stellte Dr. Baumann insbesondere die Verdienste von Horst Schulz für den Umwelt- und Naturschutz hervor. Seit Jahrzehnten ist Horst Schulz an vorderster Front für den NABU tätig, als Vorsitzender der Ortsgruppe von 1976 bis 1989 und danach erneut von 2005 bis 2012, als Organisator und Mitstreiter bei Naturführungen, Baumpflanzaktionen und der Pflege von Streuobstwiesen, bei der Abgabe von Stellungnahmen für die Naturschutzverbände, als Vorsitzender des Nabu-Kreisverbands Heilbronn von 1992 bis 2004, als Mitglied im Vorstand des NABU-Landesverbandes von 2002 bis 2009 sowie viele Jahre im Förderverein der Greifvogelpflegestation.

 

 

 

Weiterhin engagiert sich Horst Schulz mit seinem enormen Fachwissen bei einer Vielzahl von Bürgerinitiativen, wie beispielsweise bei der BI Nahversorgung Jagstfeld, der BI zur Erhaltung des Aspenlochs, der BI Frankenbahn oder der Neckarsulmer BI Pro Natur- Contra Flächenverbrauch.

 

 

 

Neben seinem Engagement für den Umwelt- und Naturschutz war Horst Schulz ab 1989 für die Freien Wähler 22 Jahre als Gemeinderat zum Wohle der Stadt Bad Friedrichshall tätig, davon 10 Jahre als Fraktionsvorsitzender. In dieser Zeit hat er sich auch als Gründungsmitglied der Jule und in der Jugendhilfe eingebracht.

 

Weitere Grußworte überbrachten für den NABU dessen Landesvorsitzender Johannes Enssle, für den Gemeinderat Werner Wally und für den NABU Bad Friedrichshall und Umgebung e. V. Peter Heidinger, der die Ehrung als längst überfällig bezeichnete: "Wenn einer die Ehrung verdinet hat, dann Horst Schulz", der mit seinem enormen Engagement für den Natur- und Umweltschutz, mit seiner offenen und ehrlichen Art, seinem fairen und konstruktiven Einsatz und mit seinem uneigennützigen Pflichtbewusstsein über Jahrzehnte viele Menschen geprägt hat.

 

Erlebnis Natur an der Fischkinderstube in Untergriesheim

Trotz hochsommerlichen Wetters hatten sich eine Anzahl Gewässerfreunde am schwäbischen samstäglichen Schaffenstag zum Spaziergang an die Fischkinderstube an der Jagst in Untergriesheim eingefunden.

Hans Frank vom Fischereiverein Neckarsulm und Mitinitiator dieser Ausgleichsmaßnahme an den Fließgewässern Jagst und Kocher auf Friedrichshaller Gemarkung informierte über die Entstehung und Entwicklung dieser Biotope aus 2. Hand von der Idee über die Diskussionen in den zuständigen Gremien bis zur derzeitigen Lebensraumentwicklung.

Entscheidend war die finanzielle Beteiligung der Deutschen Bahn, welche hier Ausgleichsmaßnahmen für die Elsenztalbahn verwirklichte und das „Grüne Licht“ von Verwaltung und Gemeinderat Bad Friedrichshall sowie der umfangreiche ehrenamtliche Einsatz des Sportangelvereins unter Federführung von Herrn Frank.

Die Biotopgestaltung mit der Bildung eines Seitenarmes der Jagst mit Flachwasserzonen, tieferen Wasserbereichen und der Schaffung einer Eisvogelwand ließ neue Lebensräume für Fische, Amphibien und Vögel entstehen. In den flachen Bereichen wärmt sich das Wasser schneller auf und bietet dadurch den Jungfischen beste Entwicklungsmöglichkeiten. In einem abgegrenzten Becken sammelt sich kaltes Bachwasser zur Erwärmung, bevor es ebenfalls in den Fließwasserbereich abfließt.

Inzwischen verdeckt nach rd. 6 Jahren der Uferbewuchs den damaligen maschinellen Eingriff in die Böschungen vollkommen und auch die Eisvogelwand wird bereits wieder überwachsen. Um die Besonnung des Gewässerbiotops und die Funktion der Eisvogelwand zu erhalten, wäre im kommenden Winterhalbjahr ein Pflegeeinsatz auch zur Beseitigung von Verlandungsstellen notwendig.

An die Exkursion schloss sich eine Power-Point Präsentation im kath. Josefsheim in Untergriesheim an, welches wir dankenswerterweise nutzen durften. Herr Frank ließ in Wort und Bild die Entwicklung der Fischkinderstube Revue passieren und ging auch auf die Fauna des Gewässers von den Libellen, über die Köcherfliegenlarven, den Wasserskorpion bis hin zu den Fischarten ein. Die Teilnehmer waren erstaunt, als er berichtete, dass die Schwarzmeer-Grundel über den Schiffsverkehr auf der Donau und den Rhein-Main-Donau Kanal bereits bei uns in der Jagst aufgetaucht ist und die einheimischen Fischarten bedroht.

 

Horst Schulz dankte im Namen der NABU Gruppe und den Teilnehmern - wobei eine Teilnehmerin sogar mit dem Fahrrad aus Untereisesheim gekommen war -  Hans Frank für die eindrucksvollen Einblicke am und im Gewässer. Er freute sich insbesondere über die gute Kooperation und den fruchtbaren Gedankenaustausch.

Botanisch-Naturkundliche Führung durchs Aspenloch

Bei Kaiserwetter fanden sicham 27. Mai zahlreiche Naturfreunde von 4-78 Jahren zu einem Waldspaziergang am Aspenloch in Oedheim ein. Unter Leitung von Horst Schulz erlebten sie die Vielfalt im Pflanzenreich von den Kräutern bis zu den Bäumen und lauschten dem besonderen Gesang des Pirols.

Zunächst informierte der Exkursionsleiter über den Einsatz der BI „Zur Erhaltung des Aspenlochs und die erfolgreiche Verhinderung eines Regionalflugplatzes an dieser Stelle mit Unterstützung der Gemeinde Oedheim und der Städte Bad Friedrichshall und Neckarsulm. Nach 12 jähriger Tätigkeit konnte sich die Bürgerinitiative 2008 auflösen und übergab der Gemeinde dabei einen namhaften Geldbetrag zur Erhaltung und Weiterentwicklung dieses Erholungswaldes und FFH-Gebietes mit dem Vorkommen des Hirschkäfers und der Bechsteinfledermaus. 

Bei der sonntäglichen Erkundung erfuhren die Teilnehmer Wissenswertes über die Besonderheiten der Pflanzen u.a. ihre Bestäubungsmechanismen, Verbreitung,  Standortansprüche, Ihre Heilkräfte, Verwendung in der Küche  und ihre an die Jahreszeit angepassten Blütezeiten. Durch die diesjährige Frühjahrswärme waren einige Arten bereits verblüht, andere blühten bereits bis zu 4 Wochen früher.

Die verpönte Brennnessel entpuppte sich als wichtige Nahrungspflanze verschiedener Schmetterlingsraupen, wobei der Kleine Fuchs besonders auf sie angewiesen ist. Es wäre beim starken Rückgang der Schmetterlingsarten wünschenswert, wenn in unseren Gärten deshalb der Brennnessel ein Platz eingeräumt würde, die Gaukler der Lüfte danken es uns mit ihrer Farben- und Formenvielfalt.

Die Gespinstmotte hatte an den Pfaffenhütchen ganze Arbeit geleistet und sämtliche Blätter vertilgt, allerdings treiben die Sträucher bis zum Sommer wieder aus.

Bei der Esche setzte sich das Triebsterben- ausgelöst durch einen Pilz – weiter fort, so dass wir wohl auf Dauer diese Baumart verlieren werden. Die Teilnehmer erfuhren auch, dass die Hain- oder Weißbuche nicht zu den Buchen, sondern zu den Birkengewächsen gehört und sich am Blatt, am Stamm und Wuchs stark von der Rotbuche unterscheidet. Der Klimaveränderung ist wohl auch die Pflanzung der Esskastanie am Waldrand und im Wald geschuldet.

Der Name Aspenloch stammt von der Espe oder Zitterpappel, im Mittelhochdeutsch auch Aspe. Ein Schild am Waldlehrpfad weist darauf hin und beim Blick in den Baumwipfel konnten wir das Zittern der Blätter mit den langen Stielen im leichten Wind beobachten, sie zitterten wie der Volksmund es ausdrückt wie Espenlaub.

NABU Vors. Werner Wacker dankte abschließend dem Referenten H. Schulz unter dem Beifall der Teilnehmer für die vielfältigen Informationen.

Erfolgreiche 14.Stunde der Gartenvögel am Muttertag

Friedhof Jagstfeld:

Rückzugsgebiet  und Lebensraum vieler Vogelarten

 

16 Naturschutz- und Vogelfreunde beteiligten sich am Muttertag an der bundesweiten Zählaktion bei der morgendlichen Beobachtung auf dem Friedhof in Jagstfeld. Das vielfältige Angebot an Hecken, Sträuchern und Bäumen mit den entsprechenden Brutmöglichkeiten war die Grundlage für 17 verschiedene Vogelarten, welche sich im Brutkleid präsentierten und ihre Reviergesänge hören ließen. Exkursionsleiter Horst Schulz konnte mehrere Arten, wie den Zilp-Zalp (Weidenlaubsänger), den Buchfink, den Hausrotschwanz (welcher die Grabsteine als Sitzwarte benutzte), die Mönchsgrasmücke und die Elster anlocken, so dass diese aus nächster Nähe zu beobachten waren. Am häufigsten war der Haussperling, gefolgt von der Amsel und der Kohlmeise. Leider gelang uns keine Beobachtung von Mehl- und Rauchschwalbe, welche seit Jahren im Bestand abnehmen. Nun sind die Friedrichshaller Beobachter gespannt wie die Häufigkeit bundesweit ausgesehen hat.

"Meine wilde Heimat“ rund  um Bad Friedrichshall

Biber, Eisvogel & Co.

Der Biber wohnt wieder vor unserer Haustüre. Seit einiger Zeit beobachtet und dokumentiert Thomas Kemmel,  Natur- und Tierfilmer aus Untergriesheim, die großen Nagetiere mit seiner Kamera  am Kocher,  Jagst und Schefflenz.“ Die Tiere fühlen  sich an unseren  Gewässern sehr wohl“ , berichtet der Experte von seiner Fotopirsch. Als einen natürlichen Gewässer-Renaturierer sieht er den Biber. Hier kehrt eine Tierart zurück, welche die Lebensräume unserer Flüsse wieder positiv gestaltet,  und zugleich eine große Bereicherung unserer heimischen Natur und Tierwelt ist. Neben dem Biber sind die Wasseramsel und der prächtige Eisvogel für den Tierfilmer ein wichtiges Thema, mit großer Begeisterung und sehr viel Liebe & Leidenschaft zur heimischen Natur- und speziell zur Tierwelt rund um Bad Friedrichshall versucht er dabei die natürlichen Verhaltensweisen der Tiere mit der Kamera zu dokumentieren. So wie es  sein großen Vorbild Prof. Heinz Sielmann mit seinen „Expeditionen ins Tierreich“ schon vor vielen Jahren im TV unternommen hatte. Eine große Intention besteht auch darin, Kinder und Jugendliche wieder für unsere heimische Natur  zu begeistern. Das möchte Thomas Kemmel mit seinem spektakulären Bild- und Filmaufnahmen  an die Kinder u.a. in Kindergärten und Schulen herantragen. Es gibt vor unserer Haustüre viel Sehenswertes zu entdecken. „Wer sich die Zeit nimmt, mit offenen Augen durch die Natur zu gehen,  kann die kleinen Wunder selbst erleben,“ so Thomas Kemmel.

Thomas Kemmel hat übrigens die Arbeitsgruppe Wasseramsel- und Eisvogel in der NABU Gruppe Bad Friedrichshall u. Umgebung von Paul Haag übernommen, der nach 41 erfolgreichen Jahren und lückenloser Dokumentation den Stab an ihn übergeben konnte.

Neupflanzung alter Apfelsorten

Am 14.04.18 haben die Aktiven Peter Heidinger, Horst Schulz, Michael Weckbach, Rüdiger Wosnitza und Kurt Zöphel auf der Streuobstwiese am Plattenwald für alte, abgestorbene Bäume drei Apfelbäume nachgepflanzt: eine Gewürzluike, einen Winterrambur und einen Berlepsch. Durch Überalterung ausfallende Bäume werden regelmäßig durch Neupflanzung alter Sorten ersetzt. So kann auch in Zukunft Streuobst für den Steinkauz-Apfelsaft bei Fruchtsaft Beil in Neckarsulm abgeliefert werden.

Bilderbuchwetter zur Liturgisch/Naturkundlichen Wanderung in Offenau

25 Teilnehmerinnen u. -Teilnehmer trafen sich am 8. April zum traditionellen liturgischen Angebot  von ev. Gesamtkirchengemeinde und NABU zum morgendlichen Spaziergang am Tabakschuppen in Offenau. Frau Pfarrerin Wildermuth hatte mit ihren Mitarbeitern das entsprechende Liedgut u.a. „Morgenlicht leuchtet“ sowie die zur Natur passenden Texte ausgesucht. Horst Schulz vom NABU gab vielfältige Informationen zu Fauna und Flora am Wegesrand. Im Mittelpunkt standen zunächst die Brutmöglichkeiten für Turmfalke und Schleiereule im Tabakschuppen, wobei der Turmfalke über uns seine Kreise zog. Im kleinen Wäldchen nebenan zeigten sich die Frühblüher Scharbockskraut und Buschwindröschen. Durch den Baumlehrpfad mit  beispielgebenden Schautafeln der Gemeinde Offenau, ging es dann bei herrlichem Sonnenschein über die offene Feldflur zu den Feldhecken und Streuobstbeständen. Eine Blaumeise konnte beim Nestbau in einem Strommasten beobachtet  und ein Kleiber angelockt werden. Gartenrotschwanz und Mönchsgrasmücke stimmten in das morgendliche Konzert mit ein. Grundstückseigentümer der Streuobstwiesen trugen mit dem Angebot von Totholz für Insekten zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bei. Märzveilchen und Rote Taubnessel waren ein wichtiges Angebot für unsere Wildbienen und Hummeln. Die zweistündige Exkursion endete mit dem Lied „Dass die Sonne jeden Tag wieder neu am Himmel steht..“, an der Gitarre von Yvonne Weckbach begleitet und mit einem Gebet.

Jahreshauptversammlung 2017 am 22. März 2018

NABU Bad Friedrichshall auch 2017 im Einsatz für die Biologische Vielfalt

 

Vorsitzender Klaus Schön begrüßte die Teilnehmer der HV im Gasthaus „Sonne“ in Jagstfeld, darunter auch den Bad Friedrichshaller Bürgermeister Timo Frey. Nach dem Gedenken an die 2017 verstorbenen Mitglieder, stellvertretend nannte der Vorsitzende den jahrelang beim Projekt Wasseramsel und Eisvogel aktiven Harald Wacker, gab Klaus Schön einen Überblick über die Naturschutzaktivitäten im Berichtsjahr. Der Bogen spannte sich von den regelmäßigen Ausschusssitzungen, über Landschaftspflegaktionen, Obstbaumpflege, dem „Tag der offenen Tür“ in der Greifvogelpflegestation, der Teilnahme am Schachtseefest und dem Familientag im Kocherwald bis hin zu den jährlichen Exkursionen.  

Im Anschluss berichtete Horst Schulz von den verschiedenen Arbeitseinsätzen in der Landschaftspflege.  2017 konnte wegen des Kälteeinbruchs im April nur eine Tonne Äpfel abgeliefert werden, gegenüber 13 t in 2016 und 20 t in 2015. Weiterhin informierte er die Anwesenden, dass sich der NABU und weitere Naturschutzverbände an der BUGA Heilbronn beteiligen würden.

 

Susanne Ludwig berichtet von der Naturschutzjugend. Aufgrund der Erkrankung des Jugendleiters musste die Waldkindergruppe im Frühjahr 2017 eingestellt werden. Zum ersten Mal wurde ein Aktionsnachmittag im Kocherwald veranstaltet, an dem mehr als 50 Kinder teilnahmen. Ebenso erfreute sich der Kindernaturnachmittag rund ums Waldheim einer großen Teilnehmerzahl.

 

Anschließend informierte Rudi Blasmann, der im Rahmen der Aktion „Lebensraum Kirchturm“ einen Brutkasten für Mauersegler am Kirchturm der evangelischen Kirche in Jagstfeld angebracht hat, über die Amphibienaktion 2017 an der Müssigmühle (zwischen Tiefenbach und Höchstberg) sowie bei Amorbach.

 

Danach gab Vorstandsmitglied Werner Wacker den Bericht zur Greifvogelpflegestation ab.

Er bedankte sich besonders bei der Bundesfreiwilligen Isabell Bauer und seiner Frau Susanne Wacker, die zusammen circa 2570 Stunden für die Pflege der Vögel und Reinigung der Anlagen erbracht haben. Weitere Arbeitsstunden, z.B. am Wochenende, durch zusätzliche Freiwillige kamen hinzu. Im Jahr 2017 wurden durch Auszubildende des Berufes Zimmerer im Rahmen eines Schulprojektes der Johann-Jakob-Widmann-Schule Volieren im Außenbereich renoviert und instandgesetzt. Dieses Jahr sollen die Arbeiten fortgesetzt werden. Das Baumaterial wurde zum Großteil von der Stadt Bad Friedrichshall zu Verfügung gestellt.

 

Helmut Weber trug den Jahresbericht der Pflegefälle in der Greifvogelpflegestation vor, deren Einzugsbereich sich von Stuttgart bis Tauberbischofsheim erstreckte. 2017 hatte die Station 598 gefiederte Patienten. Davon konnten 486 Vögel (rd.78%) geheilt entlassen werden. Besonders zu erwähnen sind 9 Rote Milane, 7 Wanderfalken, 14 Steinkäuze zwei Eisvögel und ein Nachtreiher.

Auch für die Projektgruppe „Schleiereule“ war H.Weber verantwortlich. Der milde Winter 2016/17 brachte einen leichten Aufschwung im Bruterfolg. Von 29 Brutpaaren flogen 119 Jungeulen aus.

 

Bei der Projektgruppe „Wasseramsel und Eisvogel“ gibt es 2018 einen Wechsel. Thomas Kemmel, der in seiner Freizeit Vögel, insbesondere Wasseramsel und Eisvogel an Jagst und Schefflenz filmt, übernimmt die Leitung von dem langjährigen Leiter Paul Haag, der auf 41 Jahre erfolgreiche Tätigkeit zurückblicken konnte.

 

Dieter Hiemer hat wie in den Vorjahren auf der Gemarkung Oedheim mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde die Nistkastenbetreuung und -kontrolle durchgeführt. In den 183 Nistkästen brüteten überwiegend Blau- und Kohlmeisen.

Die Kassenprüfer Peter Heidinger und Michael Weckbach bescheinigten der Kassiererin Susanne Messner eine  korrekte und nachprüfbare Kassenführung und bedankten sich bei ihr für ihre Tätigkeit.

 

Im Punkt Diskussion und Aussprache gab Klaus Schön bekannt, dass Mitglied Werner Lindl die Vorgänge um die Biogasanlage Kochendorf ansprechen wolle. Der Vorsitzende betonte, dass die Aufgabe der NABU-Gruppe der praktische Natur- und Umweltschutz sei und deshalb die Hauptversammlung nicht der Ort, um über mögliche Fehlentscheidungen der Genehmigungs- und Überwachungsbehörden zu diskutieren.

 

W. Lindl verwies in seiner Ausführung auf auf das Positionspapier des NABU zur Biogaserzeugung von 2011 und auf mehrere Artikel der Stuttgarter Nachrichten, welche die Illegalität des Genehmigungsverfahrens bestätigen würden. Anschließend las er einige Passagen aus einem Schreiben des Landesverbandes zur Biogasanlage Kochendorf vor. Ein schriftlicher Antrag zur Abstimmung lag nicht vor.

 

Danach ging der bisherige Vorsitzende auf die personelle Situation der NABU-Gruppe ein. Trotz intensiver Suche konnten für die beiden ausscheidenden Vorstände Klaus Schön und Katrin Neumann keine Nachfolger gefunden werden. Zur Wahl als Vorstand stellte sich der bisherige Vorstand Werner Wacker, der wie die Kassiererin Susanne Messner, Schriftführer Michael Weckbach und Gerätewart Adolf Bauer für weitere zwei Jahre gewählt wurde.

 

Die drei Aktiven des NABU Bad Friedrichshall und Umgebung e.V. Rudi Blasmann, Peter Heidinger und Kurt Zöphel wurden von der Stadt Bad Friedrichshall 2017  für ihre langjährige Tätigkeit im Ehrenamt geehrt. Ebenso wurde der NABU Aktive Dieter Hiemer von der Gemeinde Oedheim geehrt. 

 

Die Ehrung der Vereinsmitglieder, die dem NABU seit vielen Jahren die Treue halten, übernahmen Horst und Christa Schulz. Geehrt mit einem Weinpräsent bzw. Blumenstrauß wurden die Anwesenden

 

für 30 Jahre Mitgliedschaft:               Elisabeth Gebhardt, Heinrich Gebhardt, Ralf Pfauser

für 40 Jahre Mitgliedschaft:              Christine Fröhlich-Wilhelm, Johannes Kern

für 50 Jahre Mitgliedschaft:              Horst Schulz   

 

Nach den Ehrungen bedankte sich Horst Schulz bei dem ausscheidenden Vorstandsmitglied Klaus Schön für seinen siebenjährigen Einsatz in der NABU Gruppe und würdigte seine Tätigkeit. Klaus Schön übernahm das Ruder des NABU am 16. März 2012 in schwierigen Zeiten. Als Vorstand schuf er eine neue Organisationsstruktur. Durch regelmäßige Vorstands- und Ausschusssitzungen erfolgte eine zeitnahe Information der Aktiven und eine Absprache über die anstehenden Aktivitäten. Durch die Einbindung von Asylbewerbern in die Naturschutzaktivitäten vergrößerte sich vorübergehend der Mitarbeiterstamm bei der Pflege der Obstwiesen und bei der Apfelernte. Die jährlichen Helferfeste auf seinem Areal förderten den Gemeinschaftsgedanken sowie den Gedankenaustausch innerhalb der Gruppe. Die NABU-Gruppe bedauert seinen Rückzug aus dem Amt des Vorsitzenden. Seine Bereitschaft, sich auch weiterhin aktiv einzubringen, nimmt die NABU-Gruppe gerne an.
Horst Schulz überreichte Klaus Schön im Namen der NABU Gruppe einen Gutschein.

 

Anschließend verabschiedete Horst Schulz das bisherige Vorstandsmitglied im Bereich Öffentlichkeitsarbeit Katrin Neumann mit einem Blumenstrauß. Im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit stand vor allem die Organisation der Familientage im Kocherwald und das 75-jährige Jubiläum der NABU-Gruppe im Jahr 2011, sowie die Unterrichtung der Medien über die Angebote und Veranstaltungen unserer Gruppe, bevor dies Susanne Ludwig übernahm.

 

 Im Anschluss dankte Bürgermeister Frey allen Aktiven des NABU für ihr vielfältiges Engagement im Rahmen von Fachvorträgen, Exkursionen, weiteren  Veranstaltungen sowie für die jahrelange Teilnahme am Schachtseefest.

                                                                      

Klaus Schön beendete  die Hauptversammlung und wünschte den Teilnehmern  einige beschauliche Minuten bei den Film- und Dia-Aufnahmen über Eisvogel, Wasseramsel und andere Tierarten, aufgenommen und präsentiert von dem NABU-Neumitglied Thomas Kemmel. 

Einsätze auf der Streuobstwiese am Plattenwald

Baumschnitt im Februar und März 2018

Hausputz für die Schwalben

In einer konzertierten Aktion am 26. Februar haben die Freiwillige Feuerwehr und der NABU im Stadtteil Hagenbach Schwalbennester und Kotbretter gereinigt. So können die Glücksbringer untern Dach – unsere Mehlschwalben – nach ihrer Rückkehr aus dem Süden die frisch geputzten Kunstnester wieder beziehen.

 

Gleichzeitig wurde das Gebäude in der Landhausstraße 5 mit einer Plakette als „Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet. Frau Verena Adamek hatte nach Rücksprache mit den weiteren Hausbewohnern vor 3 Jahren durch die Anbringung der Kunstnester, ebenfalls durch die Freiwillige Feuerwehr und des NABU, den Schwalben „Asyl“ gewährt, welches diese gerne annahmen.

`Hausbesetzer` im Aspenloch/Oedheim

Bei der Nistkastenkotrolle im Oedheimer Wald, Distrikt Aspenloch konnte Dieter Hiemer eine ganz besondere Beobachtung machen.

Der Waldkauz hat in diesem Fall durch den Kleiber als „Hausbesetzer“ das Nachsehen.

Er machte als Maurermeister seinem Namen als „Kleber“ eine besondere Ehre. Keine Maurerkelle war hier am Werk, sondern der kleine Schnabel eines flinken Vogels. Wie oft er wohl anfliegen und das Material verarbeiten musste, bis seine Kleiber-Frau die Bruthöhle beziehen konnte?

 

Das Einschlupfloch lässt nur noch Familie Kleiber hinein, eine grandiose Leistung! Das Material auf der Innenseite des Deckels ist hart wie Beton.

Obstbaumschnittkurs am Plattenwald durch LOGL-Fachwart für Obst und Garten Hans Frank mit Unterstützung des Landschaftserhaltungsverbandes Heilbronn (LEV) am Samstag, den 27.01.18

Ehrenamtspreis der Stadt Bad Friedrichshall 2017

Ihm Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt Bad Friedrichshall am 12. Januar 2018 wurde drei aktiven Mitgliedern unserer Ortsgruppe der Ehrenamtspreis verliehen:

Rudi Blasmann

Peter Heidinger

Kurt Zöphel

18.11.2017: Baumfällaktion am Attichsbach

 

Beobachter haben sich vielleicht gefragt

„Warum fällt der NABU Bäume?“

Die NABU Gruppe Bad Friedrichshall pflegt seit einigen Jahren ein Teil der Fläche des Regenüberlaufbeckens am Attichsbach in Bad Friedrichshall-Kochendorf im Auftrag des Landschaftserhaltungsverbandes Heilbronn (LEV). Zu den jährlichen Mäharbeiten ist in diesem Jahr auch der Auftrag erteilt worden, einige Bäume – vor allem Erlen zu entfernen – um die Beschattung des renaturierten Teiches in dieser Fläche zu verhindern. Dies kommt sowohl der Flora als auch der Fauna an diesem Standort zugute. Die Entfernung der Bäume war also eine notwendige Maßnahme für einen  nachhaltige Entwicklung am Attichsbach.

Vortrag über das Naturerbe der Württembergischen Weinbaulandschaft

 

"Das Naturerbe der Württembergischen Weinbaulandschaft" so lautete ein excellenter Power Point Vortrag von Wolf-Dieter Riexinger, bei dem Auge, Ohr und Gaumen gleichermaßen am Genuss beteiligt waren. Herr Joachim Beil, vom Fruchtsaft und Weinhaus Beil in Neckarsulm, hatte in seinen Probierraum zur Weinverkostung und Vesper eingeladen, woraus sich eine wunderbare Kombination mit den vielfältigen Facetten des Vortrags entwickelte.

 

W.D. Riexinger schlug den Bogen von den Anfängen des Weinbaus durch die Römer über die mittelalterliche Bewirtschaftung bis in die heutige Zeit. Wobei er die Veränderung der Landschaft durch den Weinbau schwerpunktmäßig mit Bildern, Zitaten und Gedichten   von Dr.h.c Otto Linck dem bekannten Förster, Naturschützer und Landschaftspfleger aus Güglingen belegte und diese eigene Fotos aus derselben Perspektive gegenüberstellte.

 

Der Referent „wanderte„ dabei mit den Teilnehmern vom Michaelsberg in Gundelsheim durch die Weinbaulandschaften den Neckar aufwärts  und mit Abstechern auch ins Jagst- und Enztal.

 

In kurzen Pausen kredenzte Herr Beil fünf Weinsorten vom Kerner über den Riesling und Chardonnay bis hin zu zwei Rotweinsorten. So wie Otto Linck betrachtete W. D. Riexinger den Weinbau nicht isoliert, sondern eingebettet in die jeweilige Landschaft mit Muschelkalk, Keuper- und Sandsteinböden und deren typische Flora und Fauna. Auf den schützenswerten Trockenrasen, den Felsbändern, in den Steinriegeln und Trockenmauern und an exponierten Stellen hat sich eine Vielfalt an Leben erhalten welche die Württembergische Weinbaulandschaft zu einem wertvollen Naturerbe macht. Hierzu gehören Schlingnatter, Zaun- und Mauereidechse, Weinhähnchen, Schachbrettfalter, Sechsfleck-Widderchen, Wollbiene, Bergzikade, Furchenbiene und bei den Pflanzen u.a. Karthäuser Nelke, Prachtnelke, Aufrechter Ziest, Deutscher Ziest, Feldmannstreu, Weinrose und Pfaffenhütchen.

 

Dort, wo der Weinbau auf dem Rückzug ist, können wieder, wie es bereits O. Linck dokumentierte, Speierling (Sperbelbaum), Pfirsiche, Mandeln und andere Obstgehölze die Landschaft bereichern. Dies wäre auch eine Option für den Oberen Scheuerberg in Neckarsulm. Die Entwicklung könnte im Zuge des Klimawandels sukzessive voranschreiten.

 

Der Dichter Friedrich Hölderlin hatte bereits die passenden Verse für die das Weinland am Neckar:

 

„Seliges Land! Kein Hügel in Dir wächst ohne den Weinstock. Nieder ins schwellende Gras regnet im Herbst das Obst. Fröhlich baden im Strome den Fuß die glühenden Berge, Kränze von Zweigen und Moos kühlen ihr sonniges Haupt.“

 

In der anschließenden Gesprächsrunde klang eine gelungene Veranstaltung aus, welche bei den Teilnehmern den Wunsch nach weiteren Events dieser Art auslöste. Mit einem Quitten- und einem Zwetschenbrand konnte ein besonderer Geschmack auf den Heimweg mitgenommen werden.

Mähaktion auf Streuobstwiese in Tiefenbach, 4.11.17

Abendspaziergang „Neuer Wald & Streuobstwiese“

In Kooperation mit dem Wald-Netzwerk lud der NABU am 6.10.17 zu einer Führung mit Förster Ulrich Zobel und Horst Schulz im Stadtwald Bad Friedrichshall, Distrikt Plattenwald und auf der städtischen Streuobstwiese, welche von der NABU-Gruppe Bad Friedrichshall seit 1995 gepflegt wird, damit die alten Obstsorten weiterhin erhalten bleiben.

Jahresprogramm 2020

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