Naturschutz ohne Grenzen

Partnerschaft mit Italien

Partnerschaft als Brückenschlag über die Alpen auf der Vogelzuglinie von Baden-Württemberg nach Italien

Seit 1990 besteht eine Partnerschaft zwischen der Ortsgruppe Unteres Jagsttal und unserer Ortsgruppe zu der Lega Italiana Protezione Uccelli (LIPU) aus Latina in Italien. Internationale Zusammenarbeit, globales Denken und lokales Handels über Grenzen hinaus steht für die Partnerschaft und ist auch heute noch ein aktuelles Thema.

1989 knüpfte der DBV Ortsgruppe „Kleiner Odenwald“ Kontakte mit dem Verbandsorgan der LIPU mit dem Wunsch nach einer Verbindung über Grenzen hinweg. Geburtshelferin war somit die 1. Vorsitzende der Ortsgruppe Gertrud Hoffmann. Es funkte bei drei LIPU Gruppen: Verona, Padua und Latina. Ein Seminar „Partnerschaftsfindungen“ im April/Mai 1990 in Aglasterhausen legte den Grundstein für die Zusammenarbeit. Der erste Schritt zur Partnerschaft erfolgte noch als DBV, bevor die Umbenennung in Naturschutzbund – NABU – kam.

 

Die Ortsgruppe „Kleiner Odenwald“ suchte daraufhin Partner unter ihren befreundeten Gruppen und fand sie in Mosbach, Haßmersheim, Limbach, Unteres Jagsttal und Bad Friedrichshall. Am 5. Oktober 1991 fand dann beim 10-jährigen Vereinsjubiläum der Gruppe „Kleiner Odenwald“ die feierliche Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden in deutscher und italienischer Sprache statt.

 

In der Sektion Latina liegt der Nationalpark Monte Circeo und der Nationalpark der Abbruzzen. Der Nationalpark Monte Circeo lädt zum Vögel beobachten ein und in den Abbruzzen kommt der Wolf und der Bär noch vor. Seither besucht man sich gegenseitig regelmäßig, tauscht sich über Probleme, Erfahrungen und Erfolge aus und profitiert so in hohem Maße. Im Sommer 1993 verbrachte unser italienischer Freund Maurizio Scarpa eine Zeit in Bad Friedrichshall und schaute Helmut Weber beim Pflegen der Greifvögel über die Schulter, um in Latina in dieser Richtung tätig zu werden

Freundschaft über Grenzen mit Südfrankreich

In den 80er Jahren entstand der Wunsch das Mekka der Naturschützer – die Camargue - in Südfrankreich zu besuchen. Die Camargue, das Mündungsgebiet der Rhone, entstand aus dem Zusammentreffen von Fluss und Mittelmeer. Die Rhone bildete durch Ablagerungen Schwemmlandstreifen. Das Meer hat mehrere Mündungen geformt unmd damit schmale Küstenstreifen geschaffen, hinter denen sich Lagunen bildeten. Dieser natürliche, ökologische vielfältige Lebensraum wird in der Zugzeit von mehr als 300 Vogelarten aufgesucht. Markenzeichen der Camargue sind die Flamingos und die weißen Pferde.

 

Naturfreund und Frankreichkenner Albert Riebold aus Oedheim organisierte die erste Fahrt und in Le Calair begrüßte uns unser heutiger Freund Bernard Liedot als Exkursionsleiter für die Natur und Kultur Südfrankreichs.

Unsere Pfingstreise 2009 nach Sète, Südfrankreich. Hier bei einem Ausflug auf den Place de la Comédie in Montpellier.

Inzwischen haben wir diese Freundschaft mit Bernard und seiner Frau Gisele auf sieben Reisen ans Mittelmeer immer weiter vertiefen können. Wir lernten neben der Camargue mit seinen vielen Schutzreservaten, die Crau (Steinwüste mit Taranteln und Triel ), die Provence mit ihrem besonderen Licht und dem Duft des Lavendel und den Canal du Midi mit seinen historischen -wie Kaskaden aussehenden Staustufen - kennen und lieben. Wir tauchten ein in mittelalterliche Städte, in denen die Zeit scheinbar stehen geblieben ist, wie Carcasonne, Narbonne, St.es Maries de-La-Mer, Aigues Mortes mit dem vor der Verlandung ehemals mittelalterlichem Hafen aus dem die Kreuzritter ins Heilige Land aufgebrochen sind, Orange mit seinem imposanten römischen Eingangstor und dem Amphitheater, Avignon mit Papstpalast und Nimes. Dort endet noch heute die römische Wasserleitung welche über den dreistöckigen Pont de Gard führt. In St.es Maries de-La-Mer erlebten wir die unvergessliche Zigeunerwallfahrt und im Land der Katharer wurde in dem Felsenort Minerve die mittelaterliche Geschichte mit der Verfolgung Andersdenkender lebendig Unser Freund Bernard hatte für jede Reise vor Ort ein wunderbares Programm zusammengestellt bei der auch die Geselligkeit und der Gesang nicht zu kurz kamen. Ausgangspunkte waren entweder seine Heimatstadt Montpellier mit dem Flair des Südens oder die Hafenstadt Sete, wo wir mehrmals in Le Lazaret in einem Familienhotel am Mittelmeer unter der Leitung seines Schwiegersohnes unser Quartier bezogen. Zuletzt überraschten wir ihn mit einer kleinen Abordnung am 2.Mai 2010 zu seinem 80.Geburtstag. Inzwischen war Bernard bereits mehrfach bei uns im Ländle. Das Wiedersehen war stets ein besonderes Erlebnis. Auch in diesem Jahr hat er schon seinen Besuch angekündigt und wie ich ihn kenne, schmiedet er bereits Pläne für unsere nächste Reise zu Pfingsten 2012.

 

Wie gut es den Mitreisenden tatsächlich gefallen hat, drücken die nachfolgenden Zeilen von Winfried Engelhard unserem excellenten Insektenkundler aus:

 

Montpellier, 30.05.1999

„Was für ein Land, was für eine Gegend, was für eine Geschichte, was für eine Kultur, was für ein Licht, was für Menschen, was für ein Wasser, was für eine Natur: Segelfalter, Laubfrosch, Binsenlilie, Affodil, Tafelente, Wiedehopf, Flamingo, Ortolan und viel, viel mehr an guten Gesprächen, Ansichten und Wissen, an Freude und Gedanken, an Spaß und Humor und den Gesang der Nachtigall im Ohr – der Duft von Thymian, Weinraute, Fenchel, Gamander und insgesamt ein friedvolles Miteinander.“

 

Trotz bestehender Sprachschwierigkeiten gibt es eine breite Basis der Verständigung im Natur- und Umweltschutzbereich und ganz besonders auf der persönlichen Ebene. Der persönliche Gewinn aller Teilnehmer macht uns Mut für den weiteren Ausbau der internationalen Beziehungen.

Jahresprogramm 2017

Termine Sept.-Nov.
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