Was tut sich in unserer NABU-Gruppe

Unsere Naturschutzbund-Gruppe setzt sich auf vielfältige Weise für die Natur ein. Zu unserer Arbeit gehören praktische Maßnahmen der Landschaftspflege genauso, wie die Einladung zu Vorträgen oder auf gemeinsamen Exkursionen die Natur näher kennenzulernen. In unserer Arbeit haben wir uns Aufgaben gestellt und Ziele gesetzt: Biotoppflege von Bad Friedrichshall bis Widdern, Erhaltung der Streuobstwiesen, Schutz der heimischen Fauna und Flora, Betreuung für Schleiereulen, Turmfalken, Wasseramsel, Eisvogel und Amphibien, Pflege von verletzten Vögeln in der NABU-Greifvogelpflegestation, Naturpädagogische Jugendarbeit, Mitarbeit im NABU Kreisverband Heilbronn und im NABU-Bundesfachausschuss Siedlungsentwicklung.

 

Besonders wichtig ist uns, in der Bevölkerung Interesse für die Belange des Natur- und Umweltschutzes zu wecken uns sie zur Mitarbeit zu gewinnen.

Ehrenamtliche Arbeit

Bei vielen Aktionen haben wir uns mit ehrenamtlichem Engagement eingebracht und sind dort nach wie vor aktiv. Die wichtigsten sind nachstehend stichwortartig aufgeführt.

Gemeinsam Natur beobachten und schützen
Gemeinsam Natur beobachten und schützen

Was tut sich im Einzelnen?

Projektgruppe Landschaftspflege

• Alte Kläranlage Kochendorf - Gestaltung zum Biotop aus zweiter Hand. Aus ehemals

  toten Klärbecken sind neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen entstanden

• Landschaftspflegetage mit dem Landschaftserhaltungsverband Heilbronn in Bad

  Friedrichshall, Offenau, Gundelsheim

• Naturdenkmal Steppenheide Michaelsberg im Auftrag des Regierungspräsidiums

  Stuttgart zur Erhaltung der typischen Artenvielfalt, insbesondere der Feldmannstreu

  (Eryngium campestre)

• Trockenrasen /Orchideenstandort auf aufgelassenem Weinberg in Widdern

• Erhaltung der Trockenmauern auf einem NABU Grundstück in Gundelsheim-

  Höchstberg

• Heckenpflege in Gundelsheim-Tiefenbach und in Oedheim

• Erhaltung der Streuobstwiesen in Bad Friedrichshall, Oedheim, Gundelsheim-

  Tiefenbach durch Obstbaumschnitt, Neupflanzung in alten Sorten und Mähen.

  Verkauf des vom Land Baden-Württemberg zertifizierten Streuobstapfelsaftes

Projektgruppe Wasseramsel und Eisvogel

Projektleiter Paul Haag

Die Wasseramsel (Cinclus cinclus)

Bereits vor mehr als 25 Jahren wurden an der Schefflenz gelegentlich Wasseramseln beobachtet. Im Frühjahr 1976 stellten wir einen Brutverdacht (Nest ohne Brut) fest. 1977 installierten wir in den Wintermonaten sieben Bruthöhlen an geeigneten Stellen. Im Laufe des Frühjahrs wurden bei vorsichtigen Kontrollen vier erfolgreiche Bruten mit 14 Jungvögeln gefunden.

 

Auch nach der Brutzeit kann die Wasseramsel an der Schefflenz immer wieder beobachtet werden, ein Beweis für die gute Wasserqualität des Fließgewässers.

Die Projektgruppe wurde 1977 von der damaligen DBV Gruppe Bad Friedrichshall gegründet, im Jahr 2009 kam Harald Wacker aus Neckarsulm-Obereisesheim als neuer Mitarbeiter hinzu.

 

Unsere künstlichen Nisthilfen ergänzen das mangelnde Angebot an natürlichen Brutplätzen und haben entscheidend zum gestiegenen Bruterfolg vor allem auch bei den Zweitbruten beigetragen. Das daraus entstandene Diagramm –„Bruten und Jungvögel“ – von 1976 bis 2010 dokumentiert, dass die Schutzmaßnahmen für die Wasseramsel ein voller Erfolg sind.

Der Eisvogel (Alcedo atthis)

Unser „fliegender Edelstein“ ist in seiner Farbenpracht auch im pfeilschnellen Flug besonders auffällig. Der leuchtend türkisblaue Rückenstreifen, die rotbraunen Oberdecken, scharf abgegrenzte weiße Halsseitenflecken und ein blaugrüner Bartstreif machen ihn unverwechselbar. Bis auf die weiße Kehle ist die gesamte Unterseite beim erwachsenen Vogel rostrot bis kastanienbraun.

 

In Katastrophenwintern, also solche mit langen Frost- und Schneeperioden bricht ihr Bestand stark ein, da sie kaum Beute – kleine Fische – erreichen können. Ihr Geheimnis ist die erstaunliche Fortpflanzungsrate. Ein Eisvogelpaar kann bis zu viermal im Jahr brüten. Das gelingt mit Schachtelbruten, dabei füttert das Männchen in der einen Bruthöhle im Steilufer des Flusses noch den Nachwuchs, während das Weibchen in der nächsten bereits wieder auf den Eiern sitzt und brütet.

 

Für den Eisvogel waren unsere Fluss- und Bachbereiche an Neckar, Kocher, Jagst und Schefflenz 1981, 1987 -1993 und 1995 – 2005 erfolgreiche Jahre. In dieser Zeit waren alle von uns kontrollierten Bruthöhlen besetzt.

Projektgruppe Schleiereule

Projektleiter Helmut Weber

Im Jahr 2010 hatte die Projektgruppe Schleiereulen ihr 25 jähriges Bestehen.

 

Durch das gute Jahr für den Schleiereulenbestand in Zusammenhang mit einer großen Mäusepopulation war der zeitliche Aufwand bei der Beringung und den mehrfachen Kontrollgängen an den Standorten im Kreis Heilbronn Nord sehr hoch. Es wurden 31 Brutpaare registriert, 10 davon hatten sogar eine Zweitbrut. 279 Eier wurden gelegt, 213 Jungeulen flogen aus und stabilisierten der Population.

 

Im Einzelnen sind wir tätig:

• Anbringen und Betreuen von Nistkästen in Scheunen und Türmen, vor allem

  Kirchtürmen. Beringung der Jungvögel durch unseren Beringer Helmut Weber im

  Auftrag der Vogelwarte Radolfzell am Bodensee.

• Bei Ausfall der Altvögel durch Unfall, Krankheit oder Nahrungsmangel Übernahme der

  Jungvögel in die Greifvogelpflegestation. Erwachsene Tiere werden wieder

  ausgewildert.

Projektgruppe Amphibien

Projektleiter Rudi Blasmann

Das durch Sonnenschein und Regenguss abwechselnd feuchtwarme Wetter in den Monaten März und April locken Grasfrosch, Kröte und Co. auf ihre große jährliche Wanderung zu den Teichen und Tümpeln.

 

Auf diesem Weg müssen viele Straßen und Wege überquert werden. Diesen Versuch bezahlen etliche der Amphibien mit ihrem Leben. So auch im Bereich der Müssigmühle bei Tiefenbach und auf der Straße bei den Fischteichen in Amorbach ist besondere Vorsicht geboten, denn dort muss in der Dämmerung mit vielen Tieren gerechnet werden. Entlang der Wanderstrecken versuchen stationäre und mobile Leiteinrichtungen beziehungsweise fixe Tunnelsysteme die Straßenquerung der Amphibien zu sichern, doch viele verirren sich dennoch auf den Asphalt – was zu einem grausigen Anblick am nächsten Morgen führt. Deshalb werden jedes Frühjahr die Verkehrsteilnehmer um besondere Rücksichtnahme an den bekannten Strecken gebeten.

 

Unsere Amphibienschutzhelfer helfen den Tieren auf ihrem Weg zum Laichgewässer. Ohne Einsatz der „Krötentaxis“ würde ein Großteil der Amphibien diese Wanderung nicht überleben. So hofft für die Zukunft Abteilungsleiter und Fachberater für Amphibien- und Reptilienschutz Rudi Blasmann mit seinen Helferinnen Christel Dinkel, Carmen Metz und Margit Achtstätter für die weitere Zukunft nicht nur auf rücksichtsvolle Autofahrer die ihr Tempo drosseln, sondern auch auf viele helfende Hände.

 

Im Einzelnen sind wir tätig:

• Betreuung des Krötenzaunes zwischen Höchstberg und Tiefenbach und Betreuung

  der Krötenwanderstrecke bei Neckarsulm-Amorbach einschließlich der

  Warnschilder in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Heilbronn

• Tägliche Kontrolle ab der Dämmerung, besonders bei feuchter Witterung und

  Temperaturen über 5 Grad Celsius notwendig

• Zählung der Tiere nach Geschlecht und Art, dadurch Populationsentwicklung über

  Jahre hinweg möglich. Arten: Erdkröte, Grasfrosch, Bergmolch, Teichmolch,

  einzelne Wechselkröten

Jährlich wiederkehrende Aktionen

• Einmal jährlich Mitgliederversammlung an unterschiedlichen Orten

• Amphibienrettungsaktion

• Beringung von Schleiereulen

• Bestandserfassung bei Wasseramsel und Eisvogel

• Naturkundliche Exkursionen (vogel- und insektenkundlich, botanisch)

• Aktion zur „Stunde der Gartenvögel"

• Nistkastenangebote an die Bevölkerung, unter anderem beim Haus- und

  Gartenmarkt in Offenau

• Landschaftspflegeeinsätze

• Streuobstsammelaktion

• Obstbaumschnittkurse

• Baumpflanzaktionen

• „Tag der offenen Tür“ in der Greifvogelpflegestation

• Naturkundliche pädagogische Angebote in Kindergärten, Schulen und das

  Kindersolbad Jagstfeld

• Beteiligung am Stadtfest Bad Friedrichshall, dem Schachtseefest

• FamilienTag im Kocherwald im September

• Vorträge mit Wolf-Dieter Riexinger, Dipl. Ing. (FH) Landespflege und Dr. Stefan

  Bosch, Referent des NABU LV Baden-Württemberg

Jahresprogramm 2017

Termine Sept.-Nov.
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Termine Jan.-Sept.
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Achtung:

Der angekündigte Streuobsttag am 23.9.17 kann wegen geringer Ernteerwartung nicht stattfinden!

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